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Kryptowährung Bitcoin fällt wieder unter 10.000 Dollar – Ist die Rally schon vorbei?

Die Ankündigung der Facebook-Währung Libra hatte dem Bitcoin starke Kursgewinne beschert. Doch in den vergangenen Tagen ging es wieder deutlich nach unten.
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Bitcoin News: Der Absturz der Kryptowährung Bitcoin setzt sich fort Quelle: Reuters
Kryptowährung

Die Cyber-Devise liegt derzeit wieder unter 10.000 Dollar.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf Marktbeobachter sprachen schon von einem zweiten Frühling: In den vergangenen Wochen legten der Bitcoin und weitere Digitalwährungen eine Kursentwicklung hin wie in Zeiten des Krypto-Hypes vor zwei Jahren. Zeitweise stieg der Bitcoin jeden Tag um mehr als 1000 Dollar und notierte in der Spitze bei fast 14.000 Dollar.

Diese Entwicklung ist vorerst gestoppt. Am Dienstagmorgen ist der Kurs der weltweit wichtigsten Kryptowährung wieder unter die Marke von 10.000 Dollar gefallen, laut dem Analysehaus Coinmarketcap ein Minus von mehr als zehn Prozent. Schon über das Wochenende war es deutlich bergab gegangen, fast 20 Prozent hatte der Kurs laut Bloomberg verloren. Seit Jahresbeginn liegt das Plus allerdings immer noch bei fast 200 Prozent.

Analysten sehen als Grund für den Rückschlag vor allem Gewinnmitnahmen. „Die großen Adressen treiben ein Katz- und Mausspiel mit den kleinen Adressen“, schreibt Timo Emden vom Analysehaus Emden Research. Zahlreiche Privatanleger dürften einmal mehr auf dem falschen Fuß erwischt worden sein. „Der Rutsch unter die 10.000er-Marke könnte Anlegern nun einen psychologischen Knacks geben.“

Für Emden könnte die Kryptowährung jetzt sogar in einen Abwärtsstrudel geraten. „Sollten bei 10.000 Dollar keine Anschlusskäufe erfolgen, wäre die Tausendermarke von 9000 Dollar ein nächster Haltepunkt“, meint der Analyst.

Facebook hatte Mitte Juni ein Konzeptpapier für die Kryptowährung Libra vorgestellt. Sie soll von einer unabhängigen Vereinigung, der Libra Association, geführt werden. Neben Facebook gehören ihr 27 weitere Mitglieder an, darunter die Kreditkartenfirmen Mastercard und Visa, die Fahrdienstleister Uber und Lyft sowie die Kryptobörse Coinbase.

Nach einer ersten Begeisterung häuften sich die kritischen Stimmen der Regulierer. Randal Quarles, der Chef des Finanzstabilitätsrats FSB, eines internationalen Gremiums von Finanzregulierern, hatte vergangene Woche vor dem G20-Treffen die Staaten in einem Brief zu mehr Wachsamkeit und Kooperation aufgerufen.

„Neue Arten von Kryptowährungen, die zum Bezahlen im Einzelhandel eingesetzt werden können, müssten von den Behörden genau beobachtet werden, um sicherzustellen, dass auch für sie ein hoher Regulierungsstandard gilt“, stellte Quarles klar.

Für die Banken wird das Thema Kryptowährung trotz der teils starken Kursschwankungen immer wichtiger. Nachdem das US-Geldhaus JP Morgan bereits im Februar einen eigenen „JPM Coin“ auf den Weg gebracht hatte, der als bankeigenes Verrechnungsmittel für die Netze der Bank dient, beschäftigt sich auch Konkurrent Goldman Sachs mit dem Thema.

Man habe „umfangreiche Recherchen“ zu dem Thema gestartet, sagte Bankchef David Solomon vergangene Woche. „Alle großen Finanzinstitute auf der ganzen Welt“ dürften sich jetzt damit beschäftigen, vermutet er.

Hier geht es zur Seite mit dem Bitcoin-Kurs, hier können Sie aktuelle Wechselkurse berechnen.

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