Kryptowährung Bitcoin nicht zu stoppen – Wert zeitweise über 16.500 Dollar

Nur zwölf Stunden nachdem der Bitcoin die 14.000-Dollar-Marke überschritten hat, lag der Wert zwischenzeitlich bei 16.500 Dollar. Damit ist er innerhalb von 36 Stunden um 4.000 Dollar gestiegen.
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Bitcoin-Boom: Was steckt dahinter?

FrankfurtDer Bitcoin hat am Donnerstagvormittag laut der Internetplattform Coinmarket Cap die 15.000-Dollar-Marke durchbrochen und stieg zwischenzeitlich über 16.500. Damit ist er innerhalb von anderthalb Tagen um über 4.000 Dollar gestiegen. Seit Jahresbeginn summiert sich das Plus damit auf etwa 1.400 Prozent.

„Die Vorfreude auf die Eröffnung des Bitcoin-Terminhandels in den USA ist und bleibt ungebremst“, sagte Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers DailyFX. Bei Terminkontrakten wird ein „Basiswert“ – das können Schweinehälften, Sojabohnen, Dollar oder eben Bitcoin sein – zu einem festen Preis schon heute verkauft. Grundidee ist, sich gegen künftige Preisschwankungen abzusichern. „Bitcoin ist in aller Munde und scheint ein Selbstläufer geworden zu sein“, sagt Emden. Am Montag startet der erste Bitcoin-Future an der US-Derivatebörse CBOE. Damit stößt die Digitalwährung in das traditionelle Finanzgeschäft vor. In der Branche ist das umstritten. Der Interessenverband „Futures Industry Association“ kritisiert, die Regulierer hätten zu schnell und ohne intensive Diskussionen ihre Zustimmung erteilt.

Vergangenen Freitag hatte die US-Behörde CFTC grünes Licht für Bitcoin-Futures gegeben. Die US-Börse CBOE will Ende der Woche den ersten Bitcoin-Future in den Handel bringen, eine Woche später will die Chicago Mercantile Exchange (CME) folgen. Auch bei der japanischen Tokyo Financial Exchange wird über die Einführung eines Bitcoin-Futures nachgedacht.

Für Neil Wilson von ETX Capital stellt die Einführung von Terminkontrakten den Versuch dar, den Bitcoin anderen Anlageformen anzugleichen. Das dürfte nicht im Sinne aller Bitcoin-Fans sein, denn viele von ihnen sehen in der Digitalwährung vor allem eine Alternative zu den klassischen Währungen.

Zu Jahresbeginn stand der Wert des Bitcoin noch bei 1000 Dollar. Seither ist er auf einer rasanten Rekordjagd, die sich in den vergangenen Monaten zunehmend beschleunigt hat und mit teils hohen Kursschwankungen einhergeht. Unter anderem Notenbanker warnen vor der Unberechenbarkeit der Digitalwährung.

Auch zieht der Bitcoin-Hype offenbar immer mehr Kriminelle an: Jüngstes Hacker-Opfer ist die Online-Börse NiceHash. Der slowenischen Handelsplattform für Cyber-Währungen wurden nach eigenen Angaben etwa 4.700 Bitcoins gestohlen. Zum aktuellen Kurs beläuft sich der Wert der Beute auf 68 Millionen Dollar. NiceHash sprach von einem „hochprofessionellen Angriff“.

Das Unternehmen rief alle Nutzer dazu auf, ihre Passwörter zu ändern. Gleichzeitig liefen die internen Untersuchungen, um die Lücke in den Sicherheitssystem zu finden und zu schließen. Aus diesem Grund werde der Handel für 24 Stunden eingestellt.

Hier geht es zur Seite mit dem Bitcoin-Kurs, hier können Sie aktuelle Wechselkurse berechnen.

Die zehn größten Kryptowährungen
monero
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Platz 10 nach Marktkapitalisierung: Monero

Quelle: Coinmarketcap

Stand: 28. November 2017, 14 Uhr

iota
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Platz 9 nach Marktkapitalisierung: IOTA

Quelle: Coinmarketcap

Stand: 28. November 2017, 14 Uhr

classic-ethereum
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Platz 8 nach Marktkapitalisierung: Ethereum Classic

Wie beim Bitcoin teilte sich auch Ethereum bereits in zwei verschiedene Varianten. Beide konnten in diesem Jahr satt zulegen. Classic mit 2169 Prozent jedoch deutlich weniger als der große Bruder Ethereum.

Quelle: Coinmarketcap

Stand: 28. November 2017, 14 Uhr

dash
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Platz 7 nach Marktkapitalisierung: Dash

Quelle: Coinmarketcap

Stand: 28. November 2017, 14 Uhr

litecoin
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Platz 6 nach Marktkapitalisierung: Litecoin

Quelle: Coinmarketcap

Stand: 28. November 2017, 14 Uhr

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Platz 5 nach Marktkapitalisierung: Bitcoin Gold

Der Coin hat sich erst vor wenigen Wochen vom Bitcoin abgespalten. Er verlor seitdem jedoch an Wert.

Quelle: Coinmarketcap

Stand: 28. November 2017, 14 Uhr

ripple
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Platz 4 nach Marktkapitalisierung: Ripple

Quelle: Coinmarketcap

Stand: 28. November 2017, 14 Uhr

  • dpa
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10 Kommentare zu "Kryptowährung: Bitcoin nicht zu stoppen – Wert zeitweise über 16.500 Dollar"

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  • Wer kauft noch einen Holz-Taler?

  • @ Herr Helmut Metz

    Grundsätzlich gebe ich Ihnen recht, aber eben nur grundsätzlich :).

    Es mag ja sein, dass sich Bitcoins nicht unendlich vermehren lassen, obwohl ich das nicht überprüfen kann. Es mag auch sein, dass Bitcoins Hackerangriffe standhalten. Es mag ebenfalls sein, dass Bitcoins mit der Kreditkarte ausgegeben werden können... ABER Bitcoins können verboten werden UND die Anzahl der Kryptowährungen ist unendlich. Betrachtet man hingegen z.B. die Anzahl der unterschiedlichen Metalle so wird diese über die Zeit leicht steigen durch neue Entdeckungen, aber eine großartige Veränderung wird es dort nicht geben. Nehmen wir mal an in 10 Jahren gibt es 100.000 Kryptowährungen oder dass jeder Mensch seine Kryptowährung der Allgemeinheit zur Verfügung stellen kann. Wieviel ist so eine Währung dann wert? Meine Vermutung wäre nicht viel.

    Ja, man hätte mit Bitcoin reich werden können...aber man hätte genauso alles verlieren können. Von daher bereue ich die Entscheidung nicht in Kryptowährungen zu investieren für mich persönlich als richtig.

  • Die Zentralbanken haben mit ihrer verheerenden ZInspolitik den natürlichen Zinssatz (den Zinssatz, den ein tatsächlich freier Markt festlegen würde) dermaßen manipuliert, dass konservative Anlageformen für Sparer mittlerweile vielfach "Negativzinsen" bringen (d.h. sukzessive Enteignung). Gleichzeitig suchen die Ozeane aus (Kredit-)Geld, die großteils ebenfalls nur Computernullen sind, immer verzweifelter nach Anlagemöglichkeiten, die Rendite bringen.
    Hinzu kommt noch, dass der Markt immer das beste Geld will - d.h. ein Geld. das den Tausch über den Raum (als Transaktionsmittel) und den Tausch über die Zeit (als Wertspeicher) am besten ermöglichen kann.
    Sowohl die gigantische spekulative Nachfrage als auch die Nachfrage durch den Wunsch der Marktteilnehmer nach einem besseren Geld gäbe es also ohne Zentralbanken schlicht und ergreifend überhaupt nicht.

  • Jede dieser histerischen Meldungen treibt die Normalos, die ihr Geld nicht verlieren dürfen, weiter in das Chaos. Einfach mal ruhig sein.

  • @ xy
    "Das ist eine Revolution, weil vermutlich hinter dem Bitcoin die Zentralbanken und andere Großbanken, Großinvestoren stehen und für das Einbrechen des Pyramidenschemas wird niemand offiziell schuldig sein. Bei einer Inflation sieht es anders aus."

    Lesen Sie das Jahrhundertwerk "Denationalisation of Money" (Entnationalisierung des Geldes) von Nobelpreisträger Friedrich August von Hayek. Der Visionär von Hayek machte sogar nichts weniger als das ÜBERLEBEN DER ZIVILISATION von einem FREIEN MARKTGELD abhängig - von einem Geld, das Zentralbanken nicht beliebig nachdrucken können, und das Geschäftsbanken nicht durch ihr betrügerisches Bruchteilsreservebankwesen (was ein tatsächliches legales, von der Politik geduldetes Pyramiden- / Ponz-Schema ist) via Kreditexpansion fast beliebig vermehren können.
    Bedenken Sie: mit gedecktem Geld hätten auch weder der Erste noch der Zweite Weltkrieg geführt werden können! "Allenfalls sechs Wochen lang." (Roland Baader)
    Das deckungslose Fiat Money und die verheerende Kreditexpansion haben also die zwei größten menschlichen Katastrophen des 20. Jahrhunderts mit zu verantworten. Sie werden auch für die größte Katastrophe des 21. Jahrhunderts ursächlich verantwortlich sein. Dazu Hayeks Lehrer Ludwig von Mises:
    "Es gibt keine Möglichkeit, den finalen Zusammenbruch eines Booms zu verhindern, der durch Kreditexpansion erzeugt worden ist. Die einzige Alternative lautet: Entweder die Krise entsteht früher durch die freiwillige Beendigung der Kreditexpansion [diese Chance wurde von den Protagonisten des Fiat-Money-Systems mehrmals vertan; der Kommentator] - oder sie entsteht später als finale und totale Katastrophe für das betreffende Währungssystem."
    Davor stehen wir nun. Die Bitcoin-Explosion ist dabei letztendlich nur eine Begleiterscheinung des Finales des ungedeckten Schuldgeldsystems.

  • @ Herr Herbert von Spreti07.12.2017, 10:42 Uhr

    "Wir sind Zeitzeuge einer Revolution"
    Zitat: Die Revolution frißt ihre Kinder. Ich bleibe dabei. Bitcoins sind etwas für Spekulanten und Geldwäscher.

  • @Herr Herbert von Spreti, 07.12.2017, 10:42 Uhr

    „Wir sind Zeitzeuge einer Revolution, und viele haben es noch gar nicht gecheckt. Die Münzhoheit, ein Eckpfeiler staatlicher Souveränität, bricht ein, ohne dass Regierung und Zentralbank etwas Substanzielles dagegen unternehmen können. (…) Hier braut sich vor unseren Augen etwas Gewaltiges zusammen.“

    Wäre aber besser, wenn bei dieser Revolution ALLE mitbestimmen dürften, und nicht wieder mal – wie bei Regierungen und Banken der Fall (zumindest weitestgehend) nur „Eingeweihte“.

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    @Herr Stefan Urban, 07.12.2017, 10:04 Uhr

    „… Tatsache, dass sich ein wahrer Hype um Kryptowährungen gebildet hat.“

    „Hype“ ist allerdings richtig.

    „Es gibt mittlerweile eine ganze Szene, die unglaublich viele Dienstleistungen rund um den Bitcoin und anderen Kryptowährungen anbietet. (…) Aber Bitcoins sind rein digital und dienen aber auch in einigen Ländern als Zahlungsmittel.“

    Trotzdem zu „Wenn ich also Bitcoins kaufe und damit andere Güter bezahlen kann, warum sollte ich überhaupt wieder in eine andere Währungen tauschen“:

    Vielleicht, weil doch noch eine ganze Zeit vergehen dürfte, bis Sie im "normalen" täglichen Leben Ihren kompletten Bedarf mit Bitcoins bezahlen können (immer vorausgesetzt, dass bis dahin Bitcoins überhaupt noch allgemein akzeptiertes Zahlungsmittel sind)?

  • Das ist eine Revolution, weil vermutlich hinter dem Bitcoin die Zentralbanken und andere Großbanken, Großinvestoren stehen und für das Einbrechen des Pyramidenschemas wird niemand offiziell schuldig sein. Bei einer Inflation sieht es anders aus.

    Sie (die Planer) werden die Kryptowährungen sperren, wann auch immer sie auch Lust dazu haben: Stichwort Terrorismusfinanzierung etc.
    Eine Sperre kann z.B. durch das Sperren der VPN Verbindungen und der entsprechenden Ports, Seiten etc.

    Wenn kein Bitcoin mehr fließen kann, ist das Ding tot. Kurz davor werden sie das Geld der "Hoffenden" absahnen.

    Es ist aber nicht nur das Geld sondern vielmehr deren Arbeitskraft und Lebensenergie.

    Bis dahin wünsche ich allen "Teilnehmern" Tränen des Glücks.

  • Volle Zustimmung Herr Urban.
    Wir sind Zeitzeuge einer Revolution, und viele haben es noch gar nicht gecheckt. Die Münzhoheit, ein Eckpfeiler staatlicher Souveränitat, bricht ein, ohne dass Regierung und Zentralbank etwas substanzielles dagegen unternehmen können. Gleichzeitig ist es ein vernichtendes Urteil über die Wertstabilität der offiziellen Währungen. Man darf gespannt sein, wie lange es noch dauert, bis die volle Tragweite dieses Geschehens erkannt wird. Hier braut sich vor unseren Augen etwas Gewaltiges zusammen.

  • Die Bitcoin Blase ist gar keine Blase!
    Alle reden vom Bitcoin und die große Rekordjagd. Was aber im Allgemeinen unbekannt bleibt und in den Medien kaum ausgesprochen wird, ist die Tatsache, dass sich ein wahrer Hype um Kryptowährungen gebildet hat. Es gibt mittlerweile eine ganze Szene, die unglaublich viele Dienstleistungen rund um den Bitcoin und anderen Kryptowährungen anbietet. Investoren pumpen Milliarden in diesen Markt und investieren in jede Idee. Ganz zu schweigen von ICO's und vielen API's, mit denen man unter anderem Smart Contacts abbilden kann.
    Warum also keine Blase? Viele vergleichen Bitcoins mit Gold, aber das sehe ich ganz anders. Bitcoins sind auf 21 Mio. begrenzt, bieten keine Zinsen und verbrauchen zum Erzeugen von Bitcoins und Transaktionen Strom. Also ähnlich wie Gold. Aber Bitcoins sind rein digital und dienen aber auch in einigen Ländern als Zahlungsmittel. Wenn ich also Bitcoins kaufe und damit andere Güter bezahlen kann, warum sollte ich überhaupt wieder in eine andere Währungen tauschen. Es sei denn ich bin Spekulant.
    1 Bitcoin kostet laut coinmarketcap ca. 15.080 Dollar! Was wir gerade erleben ist der größte Vertrauensverlust in Papierwährungen aller Zeiten, die wohl durch eine Volkswirtschaft gestützt, aber extrem verschuldet ist. Eine Hyperinflation auf Dollarseite!

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