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Kryptowährung Bitcoin verliert innerhalb von 14 Stunden mehr als 1000 US-Dollar an Wert

Statt der Hoffnung auf eine technische Revolution bestimmt mittlerweile die Wertschätzung durch die Wall Street die Kurse von Kryptowährungen. Zuletzt sackten die Kurse kräftig ab.
Update: 06.09.2018 - 16:45 Uhr Kommentieren
Die EU befürchtet, dass digitale Währungen für den Missbrauch des Finanzmarktes genutzt werden könnten. Quelle: Moment/Getty Images
Digitalwährung

Die EU befürchtet, dass digitale Währungen für den Missbrauch des Finanzmarktes genutzt werden könnten.

(Foto: Moment/Getty Images)

Frankfurt/MainDie Kurse von Bitcoin und anderen Kryptowährungen haben sich nach einem dramatischen Abstieg wieder gefangen. Am Donnerstagnachmittag lag der Bitcoin mit rund 6438 US-Dollar allerdings immer noch um mehr als acht Prozent unterhalb des Werts von 24 Stunden zuvor. Für Ethereum zeigte die Website Coinmarketcap.com zu dem Zeitpunkt noch ein 24-Stunden-Minus von rund 13 Prozent an.

Ausgelöst wurde der scharfe Kursrückgang davor vor allem durch die Meldung, Goldman Sachs werde vorerst doch nicht ins Geschäft mit Kryptowährungen einsteigen. Sie wurde am Mittwoch von „Business Insider“ verbreitet und später von Goldman mit der Aussage kommentiert, es sei noch keine Entscheidung getroffen.

Der Vorfall zeigt aber, wie sehr sich die Bewertung von Bitcoin und Co. verändert hat. Noch im vergangenen Jahr waren die Kurse der virtuellen Münzen vor allem von der Fantasie getragen, hier bahne sich eine technische Revolution an. In den letzten Monaten waren es aber eher Meldungen darüber, dass Investmentfonds oder Banken sich für dieses Geschäft interessieren, die den Kollaps der Kurse zumindest aufgehalten haben.

So kündigte ICE, die Konzernmutter der Börse an der Wall Street, den Einstieg in den Handel mit Kryptowährungen an. Der mögliche Rückzug von Goldman ist vor diesem Hintergrund ein fatales Signal, dass das Interesse der Wall Street vielleicht wieder nachlässt.

Der Bitcoin hatte im vergangenen Dezember kurzfristig einen Preis von über 20.000 Dollar pro Stück erreicht und war danach wieder abgestürzt. In den vergangenen drei Monaten pendelten die Kurse mehr oder minder orientierungslos vor sich hin. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 111 Milliarden Dollar stellt der Bitcoin die größte Kryptowährung dar, vor Ethereum mit 23 und XRP mit elf Milliarden. Insgesamt listet Coinmarketcap 1916 Kryptowährungen mit einer Gesamtbewertung von mehr als 200 Milliarden Dollar auf.

Eine fundamentale Bewertung von Bitcoin zu berechnen ist kaum möglich. Denn dazu müsste geschätzt werden, welchen wirtschaftlichen Nutzen sie unabhängig von reinen Spekulationsgewinnen stiften. Bitcoin sind nur für Zahlungen zu gebrauchen, werden aber vor allem spekulativ verwandt.

Ethereum dient unter anderem dazu, mit sogenannten ICOs, der Ausgabe von virtuellen Gutscheinen, neue Projekte zu finanzieren. XRP wiederum spielt eine Rolle für Zahlungen in dem System von RippleLab. Seriöse, fundamentale Berechnungen zu diesen Währungen sind bisher nicht bekannt geworden, wenn sie überhaupt möglich sind.

Mati Greenspan, Analyst der Researchfirma E-Toro, hatte noch Ende August einen neuen Aufschwung der Kryptomärkte konstatiert. Dabei machte er auf eine interessante Veränderung der Kursverläufe aufmerksam. Während Bitcoin sich zuvor lange unabhängig von anderen Wertpapieren entwickelt hatten, spiegeln sie seiner Beobachtung nach mehr und mehr die allgemeine Risikobereitschaft wider und zeigen einen ähnlichen Kursverlauf wie Aktien.

Außerdem stellt er eine gegenläufige Kursentwicklung zum Dollar fest: Dieses Muster, schreibt er, sei bekannt von den Rohstoffmärkten.

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