Kryptowährung Bitcoin Verluste nach Warnung von Chinas Zentralbank

Die Verluste der Bitcoin vom Freitag haben sich am Montag noch ausgeweitet. Grund dafür ist Besorgnis, dass China die Regeln für die Krypotowährung verschärfen wird, um Kapitalabflüsse einzudämmen.
Kommentieren
Die virtuelle Währung Bitcoin ist ein beliebtes Zahlungsmittel im Internet. Das digitale Geld wird aber auch zur Verschleierung von Straftaten benutzt. Quelle: dpa
Bitcoin

Die virtuelle Währung Bitcoin ist ein beliebtes Zahlungsmittel im Internet. Das digitale Geld wird aber auch zur Verschleierung von Straftaten benutzt.

(Foto: dpa)

BloombergBitcoin verlor 1,2 Prozent auf 887,34 Dollar in Hongkong, nach einem Rutsch um bis zu zehn Prozent am Freitag. Die Filiale Schanghai der People’s Bank of China hatte am späten Freitag mitgeteilt, dass die Bitcoin-Handelsplattform BTCChina.com aufgefordert wurde, Selbstüberprüfungen durchzuführen und jegliche Probleme zu beheben. Die Devisenverwaltung State Administration of Foreign Exchange hat QQ.com zufolge einige wichtige Bitcoin-Börsen ins Visier genommen, wahrscheinlich um zu untersuchen, ob die digitale Währung zur Umgehung von Kapitalverkehrskontrollen verwendet wird.

Bitcoin hat seit Anfang 2015 eine Rally hingelegt, da Chinesen sie kauften, um sich gegen die Abschwächung des Yuan zu schützen und Gelder außer Landes zu schaffen. Indem sie Bitcoin im Lande kaufen und sie im Ausland gegen andere Währungen verkaufen, können Investoren die verschärften Vorschriften für Kapitalexporte vermeiden. Chinas Regulatoren hatten dabei zwar der Involvierung von Finanzinstitutionen einen Riegel vorgeschoben, die Kryptowährung aber bislang weitgehend ausgenommen.

Vom Spielgeld zum Investment
Bitcoin_Pfeil
1 von 11

Was sind Bitcoins?

Bitcoins sind Einheiten einer digitalen Währung. Es sind keine Scheine oder Münzen, sondern verschlüsselte Datenblöcke, die von Nutzer zu Nutzer übertragen werden. Bitcoins gibt es bereits seit 2009. Die Idee dahinter war, Geldtransaktionen nicht über eine Bank, sondern anonym und dezentral im Internet abzuwickeln.

Quelle: bitcoin.de

USA klagen Hacker an: Schlag gegen Anonymous und LulzSec
2 von 11

Wie funktioniert das Internetgeld?

Jeder Bitcoin-Nutzer erhält einen öffentlichen und einen privaten Bitcoin-Schlüssel. Mit dem öffentlichen Schlüssel sendet und empfängt er die digitale Währung, mit dem privaten autorisiert er die Transaktionen. Die Daten werden dabei zufällig generiert, der Benutzer bleibt also anonym.

Unbenannt
3 von 11

Wo bekomme ich Bitcoins?

Der einfachste Weg, an Bitcoins zu kommen, ist sie über eine Bitcoin-Börse zu erwerben. Etwa 60 Bitcoin-Umschlagplätze gibt es weltweit, in Deutschland sind bitcoin.de, Mt.Gox und BitMarket einige der Anbieter. Dort tauschen Menschen, die die Taler besitzen, die digitale Währung gegen reales Geld. Inzwischen können Nutzer auch über Geldautomaten Bargeld gegen Bitcoins tauschen. Die ersten stehen in  Kanada, Schweden, Finnland und in den USA.

Quelle: lamassu.is

Zeitung: US-Geheimdiensthacker infizierten zehntausende Computer
4 von 11

Wie werden Bitcoins geschöpft?

Anders als bei gewöhnlichem Geld gibt es keine Zentralbank, die Bitcoins ausgibt. Stattdessen können Nutzer mittels der eigenen Rechner Bitcoins generieren. Allerdings dauert das eine Weile: So würde ein normaler Computer für die Schöpfung von 50 Bitcoins rund ein Jahr brauchen.

Karte mit Automaten2
5 von 11

Wo kann man mit Bitcoins bezahlen?

Der Bezahldienst Bitpay allein zählt rund 12000 Unternehmen, die Bitcoins als Zahlungsart akzeptieren, besonders viele davon in Europa und den USA.

Bitcoin im Graefekietz
6 von 11

Auch einige deutsche Unternehmen nehmen die neue Währung an, etwa Cafés und Restaurants. So können Kunden derzeit bei mehr als 40 Berliner Shops mit Bitcoins bezahlen.

Jahreskurs1
7 von 11

Warum boomt der Handel mit dem Internetgeld?

Noch vor einem Jahr waren Bitcoins so gut wie nichts wert. Ende 2013 änderte sich das: Binnen weniger Wochen stieg der Kurs schlagartig an: So war ein Bitcoin Ende November rund 731 Euro wert. Zum Vergleich: Im Januar kostete er gerade einmal elf Euro. Der Preis steigt, weil die Nachfrage nach der Währung schneller wächst als die Anzahl der Bitcoins. So hat sich die Menge von Bitcoin-Adressen seit Februar vergangenen Jahres versechsfacht.

Quelle: bitcoin.de

„Bitcoin ist einer der Steine, die bislang in Bezug auf eine Kontrolle der Kapitalströme nicht umgedreht wurden“, sagte Zennon Kapron, Managing Director der Beratungsgesellschaft Kapronasia in Schanghai. „Es ist unvermeidlich, dass etwas geschehen wird, aber die Frage ist, was für eine Regulierung das sein wird, wenn es geschieht.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die chinesische Regierung für einen Rutsch der Bitcoin gesorgt hat. 2013 verbot sie Finanzinstitutionen, Bitcoin-Transaktionen durchzuführen, was einen Kursrutsch auslöste. Die Zentralbank bekräftigte diese Haltung in der Mitteilung vom Freitag. Sie erklärte, Bitcoin sei ein virtueller Rohstoff ohne den rechtlichen Status einer Währung. Sie charakterisierte die Bitcoin-Bewegungen als „unüblich.“

„Solange es nicht mehr Klarheit gibt über die Pläne der PBOC oder was genau sie meinen, wird es meines Erachtens schwierig sein für den Bitcoin-Kurs, seine Rally wieder aufzunehmen“, sagte Kapron.

  • Bloomberg
Startseite

Mehr zu: Kryptowährung Bitcoin - Verluste nach Warnung von Chinas Zentralbank

0 Kommentare zu "Kryptowährung Bitcoin: Verluste nach Warnung von Chinas Zentralbank"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%