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Kryptowährung Fällt der Bitcoin auf null?

Alle digitalen Währungen setzen ihre Talfahrt fort. Bitcoin ist so billig wie zuletzt vor rund einem Jahr. Nicht jeder ist darüber unglücklich.
Update: 19.11.2018 - 19:06 Uhr 2 Kommentare
Bitcoin: Fällt die Kryptowährung auf Null? Quelle: Reuters
Bitcoins

Die Kryptowährung Bitcoin steht – wie auch andere Digitalwährungen – unter Druck und ist auf ein einjähriges Tief gefallen.

(Foto: Reuters)

FrankfurtWie tief kann der Bitcoin noch fallen? Nouriel Roubini hat dazu eine eindeutige Meinung. „Da ist immer noch ein Weg zur Null, wo der Bitcoin hingehört“, sagte der Professor der New York University vor wenigen Tagen, als die Talfahrt der Kryptowährung in voller Fahrt war. Und seitdem ging es noch weiter abwärts.

Am Mittwochmittag lag der Preis bei 5.237 Dollar und damit gut fünf Prozent niedriger als 24 Stunden zuvor. Die Marktkapitalisierung erreichte etwas mehr als 90 Milliarden Dollar. Am Abend ging es weiter bergab: Auf der großen Handelsplattform Bitstamp fiel der Kurs des Bitcoin bis auf 4.959 US-Dollar.

XRP, mit knapp 20 Milliarden Dollar Marktwert zurzeit die zweitgrößte Kryptowährung, stand ähnlich unter Druck. Bei Ethereum, früher lange Zeit die Nummer zwei und nun auf Platz drei mit 16 Milliarden Dollar, war der Tagesverlust mit gut neun Prozent ebenfalls hoch. Bitcoin Cash, ein Ableger des Bitcoins und mit etwa sechs Milliarden Dollar die Nummer vier der Liste von Coinmarketcap.com, lag über 24 Stunden mit gut fünf Prozent im Minus.

Damit ist der Bitcoin so billig wie zuletzt vor rund einem Jahr. Von seinem Rekordhoch bei 20.000 Dollar im Dezember 2017 liegt der Kurs weit entfernt. Das gesamte Reich der gut 2.000 Kryptowährungen ist auf rund 174 Milliarden Dollar an Wert geschrumpft. Vergangenen Mittwoch waren es noch 210 Milliarden Dollar, auf dem Höhepunkt des Kryptobooms 830 Milliarden Dollar.

Die Ursachen für den Schwund sind nicht ganz klar zu erkennen. Zwar gab es immer wieder Berichte über den Diebstahl von Bitcoins durch Hacker – aber die haben auch früher schon kursiert. Möglicherweise färbt ein Streit bei Bitcoin Cash auf den Bitcoin selbst ab. Bei Bitcoin Cash droht eine weitere Aufspaltung in zwei verschiedene Währungen, weil zwei Lager sich über die weitere technische Entwicklung streiten. Zwar sollte bei einer solchen Aufspaltung jeder bisherige Inhaber dann jeweils seine Anteile in beiden neuen Währungen bekommen – aber solche Streitereien machen den Markt trotzdem nervös.

Roubini, der schon oft als Kryptokritiker aufgetreten ist, begrüßt den Schwund. „Da Bitcoin die Mutter aller giftigen Verschmutzungen und Umweltkatastrophen ist, ist sein wahrer fairer Wert negativ“, findet er. Der Professor, der früher vor allem für pessimistische Konjunkturprognosen bekannt war, spielt damit auf den hohen Energieverbrauch des Bitcoins an. In der Tat verbraucht das System laut Digiconomist.net zurzeit ungefähr so viel Energie wie ganz Österreich. Mit dem Energieaufwand für eine einzige Zahlung könnten knapp 25 US-Haushalte einen Tag lang mit Energie versorgt werden.

Ein Kommentar von Coincierge.de hält dagegen, nach einer Studie der Uni Pittsburgh verbrauchten Banken dreimal mehr Energie als Bitcoin. Der Vergleich ist freilich schief. Laut Digiconomist verbraucht eine Bitcoin-Zahlung mehrere Tausend Mal so viel Energie wie zum Beispiel eine Kartenzahlung von Visa.

Bis zum Höhepunkt des Bitcoin-Hypes Ende vergangenen Jahres hatte es auch immer wieder tiefe Preiseinbrüche gegeben, die allerdings danach von noch stärkeren Anstiegen überboten wurden. Doch seitdem ist das Muster zerbrochen. Selbst die Tatsache, dass die Banken, Börsen und Vermögensverwalter sich mehr und mehr für Kryptowährungen interessieren, hat immer nur vorrübergehend den Preis gestützt. Die Finanzbranche hat versucht, auf einen Zug aufzuspringen, der schon längst rückwärts rollt.

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2 Kommentare zu "Kryptowährung: Fällt der Bitcoin auf null?"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Der Stromverbrauch des Bitcoin Netzwerk ist abhängig von der Sicherheit die es hat, theoretisch wäre es möglich wenn man keine Sicherheit bräuchte, es auf einem (1) normalen Server laufen zu lassen. (wäre dann zwar nicht dezentral, ... )

    Eine Transaktion im Bitcoin Netzwerk ist ersteinmal unabhängig von der Summe die man überweist!
    1€ in XBT zu überweisen kostet so viel wie 1Mio € in XBT z.ü. .
    Die Transaktionskosten hängen vom UXTO Set ab, also wie viele Eingangsadressen man braucht um auf die Ausgangssumme zu kommen. Kurz gesagt: Nur vom Speicherverbrauch der Transaktion, die Summe ist irrelevant.

  • Fällt der Bitcoin auf null? JA, Warum?
    Der fundamentale Wert beträgt null?
    Nein, er ist negativ! Um Bitcoins zu erzeugen, verwalten, verteilen, sind enorme Energiekosten notwendig. EINE CO2 BESTEUERUNG IST ABSEHBAR.
    Gibt es bisher CO2 Besteuerung auf Zentralbank-Geld? Nein, wird es auch nie geben.
    Extrem hohe Transaktionen sind im normalen Bankgeschäft extrem günstig - in Vergleich zu Bitcoins.
    Wäre mal interessant, was eine Transaktion von 10 Euro in Bitcoins im Vergleich zu 1 Mio Euro in Bitcoins kostet!

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