Kryptowährung: Feldzug gegen Bitcoin: Welche Länder durchgreifen – und welche profitieren wollen
Viele Miner haben ihr Geschäft raus aus China verlegt.
Foto: BloombergBangkok, Brüssel, Frankfurt, Kapstadt, New York, Peking, Salvador . Immer wieder schickten Nachrichten aus China den Bitcoin in letzter Zeit auf Talfahrt. Die Regierung in Peking reguliert Kryptowährungen schon lange, nun jedoch hat sie einen regelrechten Feldzug gegen die Branche und ihre Anbieter gestartet.
Weltweit schauen Politiker und Regulierer zunehmend kritischer auf die Kryptowelt, nicht nur führende Wirtschaftsmächte, sondern auch zahlreiche Schwellenländer. In den vergangenen Monaten machten vor allem Verbote in der Türkei und im Iran Schlagzeilen.
Eine globale Übersicht zeigt: Einige Staaten wollen Kryptowährungen am liebsten sofort verbannen und zu „Bitcoin-No-Go-Areas“ werden. Für die Branche heißt das: Verlagerungen rund um den Globus werden wahrscheinlicher. Doch Ziele sind rar, nur wenige Länder wollen sich – durchaus überraschend – als Kryptostandort der Zukunft profilieren.
1. China
Das Schürfen von digitalem Geld war lange Zeit ein großes und lukratives Geschäft in China. Je nach Schätzungen wurden in der Volksrepublik bis zu 70 Prozent des weltweiten Kryptoangebots geschaffen. Die größtenteils ärmeren und dünn besiedelten Provinzen im Westen und Norden Chinas boten aufgrund der sehr günstigen Energiepreise das ideale Umfeld. Denn das Schürfen von Kryptowährungen, „Mining“ genannt, frisst sehr viel Strom. Überall wurden einfache Hallen mit Hunderten Rechnern und einem leistungsstarken Lüftungssystem errichtet.