Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kryptowährungen Australiens Notenbank erwägt Staats-Coin

Die australische Zentralbank prüft die Einführung eines digitalen Dollars. Immer mehr Währungshüter spielen mittlerweile mit solchen Gedanken – aber die Hürden sind hoch. Pilotprojekte laufen bereits.
13.12.2017 - 19:18 Uhr
Bitcoin-Hype: Mehrheit der Anleger sieht eine Kursblase Quelle: Reuters
Gebrochene Bitcoin-Münze (Symbolbild)

Viele Anleger misstrauen laut einer Handelsblatt-Umfrage dem Erfolg der digitalen Währung.

(Foto: Reuters)

Düsseldorf/Frankfurt Der Hype um die Kryptowährung Bitcoin und die dahinterstehende Blockchain-Technologie beschäftigt auch Zentralbanker. Am Mittwoch meldete sich der australische Notenbank-Gouverneur Philip Lowe mit Gedankenspielen über eine eigene Digitalwährung zu Wort. Zwar solle kurzfristig noch keine elektronische Form des australischen Dollars (AUD) eingeführt werden. Einen möglichen Namen hat Lowe aber schon parat: „eAUD“.

Er verweist bei seinen Überlegungen auf den starken Rückgang der Bargeldnutzung und neue Technologien: „Es besteht kein Zweifel, die Entwicklung wird weitergehen.“

Über drei Szenarien denken die Australier nach. Erstens könnte die Zentralbank neben den gedruckten auch elektronische Banknoten herausgeben. Hierfür bestehe angesichts neuer, schnellerer Zahlungssysteme der Banken aber kein Bedarf, sagt Lowe. Zweitens könnte allen Australiern ein direktes Konto bei der Zentralbank angeboten werden – das wäre jedoch ein Angriff auf die Privatbanken und „nicht im öffentlichen Interesse“.

Was die Zentralbanken zu Bitcoin und Co. sagen
USA: Datenschutz-Sorge
1 von 12

Jerome Powell ist der zukünftige Chef der US-Zentralbank Federal Reserve (Fed). Die Untersuchungen von Kryptowährungen durch sein Haus befinden sich noch im Anfangsstadium. Das liegt vor allem daran, dass die Fed selbst nicht hundertprozentig davon überzeugt ist, dass eine Notenbank eine eigene Währung als Antwort auf den Bitcoin herausgeben sollte. Powell, aktuell noch Direktoriumsmitglied und designierter Fed-Chef, sagte, es gebe bedeutsame Herausforderungen für eine Kryptowährung der Zentralbank. Dabei nannte er Datenschutzprobleme. Außerdem hält er auch funktionsfähige Alternativen des Privatsektors für eine mögliche, gute Antwort.

(Quelle: Bloomberg)

(Foto: AP)
Eurozone: Erinnerung an Tulpenmanie
2 von 12

Die Europäische Zentralbank hat wiederholt vor den Gefahren bei Investments in digitale Währungen gewarnt. Vizepräsident Vítor Constâncio sagte, Bitcoin sei keine Währung, sondern eine „Tulpe“. Damit spielte er auf die berühmte Spekulationsblase am Tulpenmarkt im 17. Jahrhundert in den Niederlanden an. EZB-Präsident Mario Draghi betonte, dass die Auswirkungen der digitalen Währungen auf die Wirtschaft des Euroraums begrenzt seien. Er sieht in ihnen keine Bedrohung für das Zentralbank-Monopol auf Geld.

(Foto: AFP)
China: Die Zeit ist reif
3 von 12

In China sieht man das ganz anders. Die Zentralbank dort verdeutlicht, sie hätte die volle Kontrolle über Kryptowährungen. Bereits 2014 wurde innerhalb der People’s Bank of China ein Forschungsteam gegründet, um digitales Rechengeld zu entwickeln. Gegen private Anbieter digitaler Währungen hingegen hat sie hart durchgegriffen. Der Börsenhandel mit Bitcoin & Co. ist in China verboten.

(Foto: Reuters)
Japan: Studienmodus
4 von 12

In Japan studiert man die neuartigen Währungen lieber erst einmal. Bank of Japan-Gouverneur Haruhiko Kuroda sagte in einer Rede, dass die japanische Notenbank keine unmittelbaren Pläne zur Ausgabe digitaler Währungen habe. Es sei aber wichtig, das Wissen über sie zu vertiefen. „Die Ausgabe von einer Zentralbank-Digitalwährung an die breite Öffentlichkeit wäre so, als ob eine Zentralbank den Zugang zu ihren Konten auf jeden erweitert“, merkte Kuroda kritisch an.

(Foto: AFP)
Deutschland: „Spekulatives Spielzeug“
5 von 12

Auch bei der Bundesbank ist man skeptisch. Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele betonte, dass es sich bei Bitcoin „mehr um ein Spekulationsobjekt, als um ein Zahlungsmittel“ handele. Eine Verlagerung von Einlagen zu Blockchain würde die Geschäftsmodelle der Banken stören und Implikationen auf die Geldpolitik haben, so Thiele. Gleichzeitig hat die Bundesbank den Einsatz der Technologie in Zahlungssystemen aktiv untersucht.

(Foto: dpa)
Großbritannien: Potenzielle Revolution
6 von 12

Der Gouverneur der Bank of England (BoE), Mark Carney, hat Kryptowährungen als Teil einer potenziellen Revolution in der Finanzwelt bezeichnet. Die Zentralbank hat 2016 eine Starthilfe für junge Unternehmen in dem Bereich ins Leben gerufen. Carney sagte, dass die auf Blockchain basierende Technologie sehr vielversprechend sei. Er wies aber auch darauf hin, dass die BoE noch weit davon entfernt sei, eine digitale Version des Pound Sterling zu schaffen.

(Foto: AP)
Frankreich: „Große Vorsicht“
7 von 12

Der Gouverneur der französischen Notenbank, Francois Villeroy de Galhau riet zu großer Vorsicht im Handel mit Bitcoin. „Es gibt keine öffentliche Institution dahinter, die für Vertrauen sorgt. In der Geschichte haben alle Beispiele von Privatwährungen ein schlechtes Ende genommen“, betonte er. Bitcoin habe sogar eine dunkle Seite, die Datenangriffe. Er ergänzte: „Wer Bitcoin benutzt, tut dies auf eigenes Risiko.“

(Foto: Reuters)

Jetzt weiterlesen

Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im

Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.

Weiter

Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen

Jetzt weiterlesen

Erhalten Sie Zugriff zu diesem und jedem weiteren Artikel im

Web und in unserer App für 4 Wochen kostenlos.

Weiter

Sie sind bereits registriert? Jetzt einloggen

Mehr zu: Kryptowährungen - Australiens Notenbank erwägt Staats-Coin
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%