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Kryptowährungen Bitcoin fällt auf 4.000 Dollar – Analysten fürchten „Monster“-Ausverkauf

Der Bitcoin-Verfall geht weiter. Die Kryptowährung verliert in einer Woche mehr als ein Viertel an Wert. Analysten fürchten Schlimmeres.
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Bitcoin fällt unter 4.000 Dollar Quelle: AFP
Eine Bitcoin-Farm in Quebec

Der Kursverfall der Kryptowährung schreitet voran.

(Foto: AFP)

DüsseldorfFür den Bitcoin geht es weiter talwärts. Am Freitag fiel die Kryptowährung auf einen Kurs von gerade einmal 4061 Dollar pro Einheit – und kostete damit so viel wie zuletzt im September 2017, zeigen die Daten der Krypto-Handelsbörse Bitstamp.

Damit hat Bitcoin auf Wochensicht gesehen 26 Prozent verloren; seit Montag waren es immerhin 14 Prozent. Zuletzt hatte sich der Kurs allerdings wieder etwas berappelt. Ein Bitcoin kostete am Freitagmorgen mit 4243 Dollar noch 0,7 Prozent weniger als am Vortag.

Dabei ist Bitcoin nicht die einzige Kryptowährung, die Verluste einstecken musste. So verlor der „Bloomberg Galaxy Crypto Index“ – ein Index, der zehn Kryptowährungen umfasst, die besonders liquide sind und in den USA gehandelt werden – in den vergangenen fünf Tagen ein Viertel an Wert. Das ist die größte Delle seit Beginn des Hypes rund um Kryptowährungen im vergangenen Dezember und Januar. Auf Jahressicht hat der Index 79,14 Prozent verloren.

Damals war der Bitcoin-Kurs zwischenzeitlich auf über 20.000 Dollar je Einheit gestiegen; die Marktkapitalisierung betrug zwischenzeitlich mehr als 320 Milliarden Dollar. Inzwischen haben Anleger weltweit rund 76 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert.

Dass es an den Krypto-Märkten derzeit so stark nach unten geht, hat unterschiedliche Gründe. So ist zum einen die Stimmung unter den Krypto-Anhängern schlecht; sie streiten gerade über die Aufteilung („Hard Fork“) des „kleinen Bruders“ von Bitcoin, Bitcoin Cash.

Hinzu kommen Entscheidungen der US-Börsenaufsicht SEC, die am vergangenen Freitag zwei Unternehmen wegen digitaler Börsengänge (ICOs) zu Strafen verurteilt hat. Außerdem warten Anleger seit Langem vergeblich auf die Zulassung eines börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Bitcoin.

Kursmanipulation und Marktbereinigung

Schließlich steht der Vorwurf im Raum, dass die Bitcoin-Kurse mittels einer anderen Kryptowährung, dem Tether, hätten manipuliert werden können. Anlass dazu bietet eine Studie von zwei Forschern der Universität von Texas. Diese haben Zahlungsströme zwischen verschiedenen Kryptowährungen ausgewertet und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass sie zur Kursmanipulation dienen könnten. Die Ergebnisse der Studie riefen die US-Justiz auf den Plan sowie die Derivateaufsicht CFTC.

Nachrichten wie diese erhöhen nicht gerade das Vertrauen in Kryptowährungen. Einige Marktteilnehmer befürchten, dass sich der Ausverkauf weiter verschärfen könnte. So dürfte der Bitcoin-Preis vorerst weiter fallen, bevor er sich stabilisieren werde, glaubt etwa Lewis Fellas, Krypto-Fondsmanger beim Vermögensverwalter Bletchley Park. „Im Moment ist die Resignation groß“, sagte er der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Und ich glaube nicht, dass das Schlimmste bereits vorbei ist.“

Stephen Innes, Analyst beim Broker Oanda, ist ähnlicher Meinung: „Es gibt weiterhin viele Leute, die dieses Spiel mitspielen“, sagt er. Wenn der Bitcoin-Kurs weiter Richtung 3000 Dollar fiele, würden immer mehr Anleger nach Verkaufsmöglichkeiten suchen. „Das Ganze könnte könnte zu einem Monster ausarten“, so der Analyst. Er prognostiziert, dass der Bitcoin-Kurs im Januar auf bis zu 2500 Dollar fallen könnte. In der kurzen Frist sieht er eine Handelsspanne zwischen 3500 und 6500 Dollar.

Ein Grund, weshalb es weiter nach unten gehen könnte, ist die Kosten-Nutzen-Kalkulation der Bitcoin-Schöpfer (Miner). So wird die derzeitige Gewinnschwelle für das Schöpfen von Bitcoins derzeit auf etwa 6.000 Dollar pro Einheit geschätzt. Fällt der Preis dauerhaft unter diese Schwelle, müssten die Miner ihre Digitalwährung verkaufen, um die Kosten zu decken – was die Preise weiterhin nach unten treiben könnte. Außerdem könnte es infolge des Preisverfalls zu einer Bereinigung am Krypto-Markt kommen – kleine Börsen und Miner, die nicht über genügend Ressourcen verfügen, könnten zum Aufgeben gezwungen sein.

Mit Agenturmaterial.

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1 Kommentar zu "Kryptowährungen: Bitcoin fällt auf 4.000 Dollar – Analysten fürchten „Monster“-Ausverkauf"

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  • Bitcoin erinnert immer mehr an die Tulpen-Hausse von 1630 - 1637.

    Auch damals kauften sehr viele Menschen etwas an sich wertloses für sehr viel Geld. Genau wie bei den Tulpen steht absolut Nichts hinter dem Wert von Bitcoin. Kein Staat und keine Regierung steht dahinter, ebenso ist keine Absicherung über Gold, Rohstoffe oder Grundstücke vorhanden - absolut NICHTS!

    Durch den hohen Energieverbrauch bei Transaktionen entstehen Unmengen an CO2 - Bitcoin verbraucht derzeit so viel Energie wie das gesamte Österreich!

    Wie bei den Tulpen gilt: Den letzten beißen die Hunde! Bei den Tulpen hatte man dagegen noch eine schöne Blume...

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