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Ein Plakat zeigt Boris Johnson

Der ehemalige britische Außenminister warb vor der Brexit-Abstimmung intensiv für den Austritt Großbritanniens aus der EU.

(Foto: AP)

Kryptowährungen Bitcoin-Kurs könnte nach Brexit wieder steigen

Wenn politische Spannungen zunehmen, steigen die Bitcoin-Kurse, hat die DZ-Bank festgestellt. Der nächste Testfall wird das Ausscheiden der Briten aus der EU sein.
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FrankfurtBitcoins haben, über den Kreis der harten Fans hinaus, an Faszination verloren. Seit dem Absturz aus einer Höhe von rund 20.000 Dollar und mehr als 300 Milliarden Kapitalisierung Ende 2017 hat sich die Kryptowährung nicht mehr wirklich erholt.

Zuletzt lag der Kurs meist unter 4000 Dollar, und die Marktkapitalisierung unter 70 Milliarden. Damit liegt der Bitcoin immer noch weit vor Ethereum und XRP, den nächstgrößten Kryptowährungen. Aber er ist nur noch ein Schatten dessen, was er früher war.

Gibt es trotzdem einen Grund, die virtuellen Münzen zu kaufen? Sören Hettler, Analyst bei der DZ-Bank, hat zumindest ein interessantes Muster gefunden. Offenbar sind Bitcoins immer dann gefragt, wenn es zu politischen Spannungen kommt. Dagegen gibt es keine eindeutige Reaktion, wenn die Finanzmärkte durch ökonomische Probleme gestresst werden.

„Während bei den ökonomisch bedingten Turbulenzen keine klare Stoßrichtung des Bitcoin-Kurses zu erkennen ist, wurden die politischen Großereignisse von einer jeweils deutlichen Aufwertung der Kryptowährung begleitet“, sagt Hettler. So besehen sind Bitcoins schon eine Art Krisenwährung – manchmal werden sie deswegen mit Gold verglichen. Aber das trifft eben nur auf bestimmte Krisen zu.

Hettler hat als politische Krisen die Volksabstimmung zum Brexit (Juni 2016), sowie die letzten Präsidentschaftswahlen in den USA (November 2016) und Frankreich (Frühjahr 2017) untersucht. Als ökonomische Krisen hat er Sorgen um die chinesische Wirtschaft (Mitte 2015 und Anfang 2016) und um die US-Wirtschaft (Anfang und Ende 2018) in den Blick genommen.

Bei den drei politischen Krisen lag der Bitcoin-Kurs zwei Monate nach dem Ereignis jeweils mindestens 30 Prozent oberhalb des Niveaus einen Monat zuvor. Sehr vorsichtig deutet der Analyst an, dass sich ein ähnliches Muster auch beim bevorstehenden Brexit zeigen könnte. Er glaubt allerdings nicht, dass derartige Bewegungen „den Weg zur allgemeinen Akzeptanz von Kryptowährungen ebnen“.

Der Kurs der Bitcoins ist schwer zu prognostizieren. Weil die Kryptowährung nicht direkt mit den großen Segmenten des Kapitalmarkts wie Aktien oder Anleihen verbunden ist, eignen sich Bitcoins aber möglicherweise dazu, Risiken zu abzufedern.

Ansatzpunkte für eine fundamentale Bewertung könnte die Nutzung von Bitcoins als Zahlungsmittel liefern. Weil aber bisher die spekulative Anlage weitaus vor dieser ursprünglichen Zweckbestimmungen im Vordergrund steht, gibt es praktisch keinen verwertbaren Ansatzpunkt aus dieser Richtung.

Eine neue Auswertung der Plattform E-Toro zeigt, dass vor allem jüngere Krypto-Investoren ihr Geld gerne auch auf klassische Weise anlegen. „Rund 42 Prozent aller zwischen 25 und 34 Jahre alten Krypto-Investoren auf E-Toro diversifizierten ihre Anlage und investierten im zweiten Schritt in andere Vermögenswerte“, heißt es.

Über alle Altersklassen hinweg lag der Wert bei nur elf Prozent. E-Toro sieht Krypto-Währungen als Zugang „einer neuen Generation von Anlegern“ zu den Kapitalmärkten. Immerhin: Die Nerven dieser Anleger dürften durch heftigen Kursschwankungen gestählt sein.

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