Kryptowährungen Bitcoin und Co. stabilisieren sich nach Hackerangriff wieder

Nach einem Angriff auf eine südkoreanische Kryptobörse büßten digitale Währungen weltweit einen Wert von 46 Milliarden Dollar ein. Jetzt geht es wieder etwas bergauf.
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Bitcoin und Co: Kryptowährungen stabilisieren sich nach Kurssturz Quelle: Reuters
Bekannte Kryptowährungen

Im vergangenen Jahr erlebten viele digitale Währungen eine Rally.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfKrypto-Anleger können sich etwas entspannen: Die Kurse der meisten digitalen Währungen haben sich an diesem Dienstag stabilisiert. Laut der Internetseite Coinmarketcap.com ging es für den Bitcoin um 1,2 Prozent auf 6876 Dollar nach oben, der XRP, die Währung von Ripple, gewann 2,54 Prozent und notierte bei 0,59 Dollar. Der Ether – die Währung von Ethereum – legte 0,92 Prozent auf 537 Dollar zu und der Litecoin kostete 107 Dollar und somit 0,4 Prozent mehr als am Vortag.

Zuvor hatte ein Hackerangriff auf die Handelsplattform Coinrail für Kryptowährungen in Südkorea eine weltweite Verkaufswelle ausgelöst. Dabei wurden laut Coinrail rund 30 Prozent der gehandelten digitalen Münzen gestohlen.

Auch wenn Coinrail eine eher kleine Kryptobörse ist und bei anderen Krypto-Diebstählen schon wesentlich höhere Summen erbeutet wurden, war der Bitcoin-Kurs infolge der Nachricht von dem Angriff zeitweise um 13 Prozent auf ein Zwei-Monats-Tief von 6650 Dollar eingebrochen.

Wie lange die Kryptowährungen stabil bleiben, ist fraglich

Insgesamt hatten Kryptowährungen an den Börsen 46 Milliarden Dollar an Wert eingebüßt. Ihr Gesamtwert hatte somit nur noch bei 294 Milliarden Dollar gelegen – weit unter dem Höchstwert von mehr als 800 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr. An diesem Dienstag stieg die Krypto-Marktkapitalisierung laut Coinmarketcap.com wieder leicht auf 301 Milliarden Dollar.

Wie lange dieser Zustand anhält, ist fraglich. Seit Monaten hat die Kryptowelt immer wieder mit kriminellen Machenschaften wie Diebstählen, Marktmanipulationen und Geldwäsche zu kämpfen.

Und mit PR-Tricks: Vor einigen Wochen machte sich der Gründer des Fintechs Savedroid die Unsicherheiten rund um Kryptowährungen zunutze und behauptete einen Tag lang, sich mit Investorengeldern aus einem virtuellen Börsengang seines Unternehmens abgesetzt zu haben. Kurz darauf erklärte er die Aktion zu einer „drastischen Kampagne“, um darauf hinzuweisen, wie viel Betrug es im Bereich ICOs gebe.

Savedroid goss somit Öl ins Feuer, sprach aber ein Problem an, das immer mehr diskutiert wird. Immer wieder wird der Vorwurf laut, die Regulierungen für den Handel mit digitalen Währungen seien zu lasch.

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