Kryptowährungen: Der große Krypto-Report: Wie der Bitcoin die Finanzwelt spaltet
Die Liste der Bitcoin-Fans an der Wall Street ist lang – ebenso die Liste der Gegner und Kritiker.
Foto: AFPFrankfurt, New York, Zürich. Der Bitcoin-Preis liegt 15 Prozent im Minus, doch Michael Sonnenshein lässt sich die Laune davon nicht verderben. „Es ist ganz normal, dass wir solche Schwankungen sehen, das haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder erlebt“, winkt er ab. Die Korrektur sei eher eine Kaufgelegenheit. Das sage er auch seinen Kunden.
Sonnenshein ist Chef der weltgrößten Krypto-Investmentfirma Grayscale. Und angesichts der ungewöhnlich hohen Kursausschläge bei Bitcoin und Co. ist er in diesen Tagen ein gefragter Gesprächspartner.
Grayscale bietet regulierte Kryptofonds, über die institutionelle Investoren in Bitcoin und andere Währungen wie Ethereum und Litecoin investieren können. Hedgefonds, Family Offices, Stiftungen und Pensionsverwalter haben in den vergangenen Monaten die Chance genutzt, so am Boom der digitalen Währungen teilzuhaben, ohne sie direkt halten zu müssen.
Die New Yorker Firma hat das verwaltete Vermögen seit Jahresbeginn auf rund 40 Milliarden Dollar verdoppelt. Anfang 2020 verwaltete Grayscale noch zwei Milliarden Dollar.
Auch Unternehmen, die wie Tesla-Chef Elon Musk einen Teil ihrer Barreserven in Bitcoin halten wollen, gehören zu Sonnensheins Kunden. Die meisten Anteile am Grayscale Bitcoin Trust hält Cathy Wood vom Fondsanbieter ARK Investment, die wegen ihrer aggressiven Wetten auf neue Technologien zu einer der erfolgreichsten Investoren der Wall Street geworden ist.