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Kryptowährungen Stärkster Ausverkauf seit der Pleite von Mt. Gox – Bitcoin-Absturz setzt sich fort

Anleger trennen sich weiterhin von Bitcoin. Die Kryptowährung verliert fast acht Prozent. Es ist der drittgrößte Ausverkauf der Bitcoin-Geschichte.
Update: 20.11.2018 - 13:35 Uhr Kommentieren

Ist der Bitcoin am Ende?

DüsseldorfDer Sinkflug von Bitcoin setzt sich am Dienstag fort. An der großen Handelsbörse Bitstamp fiel der Kurs für einen Bitcoin gegen Mittag auf 4.358 Dollar pro Währungseinheit – und lag damit fast acht Prozent tiefer als noch am Vortag. Das war der tiefste Stand seit Oktober 2017.

Allein seit Mittwoch hat die älteste und bekannteste Kryptoanlage mehr als 30 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Seit dem Allzeithoch von 19.666 Dollar pro Bitcoin hat die Währung 78 Prozent verloren, zeigen die Bitstamp-Daten.

Es ist der größte Ausverkauf seit der Pleite der Bitcoin-Börse Mt. Gox im Jahr 2014 und der drittgrößte Ausverkauf der Bitcoin-Geschichte überhaupt – inklusive eines Ausverkaufs 2011, bei dem der Bitcoin zwischenzeitlich unter die Marke von 50 Dollar rutschte.

Inzwischen sieht es so aus, als würden Bitcoin-Bären wie etwa der JP Morgan-Chef Jamie Dimon und der als „Mr. Doom“ bekannte Ökonom Nouriel Roubini Recht behalten. Im vergangenen Jahr warnte Dimon vor Bitcoin, bezeichnete die Währung als „Betrug“ – und wurde dafür von Krypto-Enthusiasten verspottet. Inzwischen ist der Preis der Digitalwährung etwa auf dem Niveau wie zu dem Zeitpunkt, als Dimon seine Warnung aussprach.

Die Gründe für den Ausverkauf der Kryptowährung sind eher diffus. Unter dem Strich laufen viele Argumente auf eine schlechte Stimmung unter der Krypto-Anhängerschaft und interessierten Anlegern hinaus. So gibt es etwa Streit über die Aufteilung („Hard Fork“) des „kleinen Bruders“ von Bitcoin, Bitcoin Cash.

Hinzu kommen Entscheidungen der US-Börsenaufsicht SEC, die am vergangenen Freitag zwei Unternehmen wegen sogenannter digitaler Börsengänge (ICOs) zu Strafen verurteilt hat. Außerdem warten Anleger seit Langem vergeblich auf die Zulassung eines börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf Bitcoin.

Nicht nur Bitcoin, auch andere bekannte Digitalwährungen wie XRP, Ether oder Bitcoin Cash standen am Dienstag weiter unter Druck. So verlor die Währung XRP 7,6 Prozent, während Bitcoin Cash sogar 32,8 Prozent einbüßte. Ether büßte 14,4 Prozent ein.

Das Internetportal Coinmarketcap gibt den Wert aller rund 2000 Kryptoanlagen aktuell mit rund 152 Milliarden Dollar an. Das sind fast 60 Milliarden Dollar weniger als noch vor knapp einer Woche. Zu Zeiten des Krypto-Booms vor etwa einem Jahr hatte der Marktwert aller Digitalwährungen bis zu 830 Milliarden Dollar betragen.

Mit Agenturmaterial

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