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Kryptowährungen US-Finanzriese Fidelity steigt in Bitcoin-Handel ein

Der US-Vermögensverwalter Fidelity verwahrt bereits Bitcoin, nun will er auch in den Handel einsteigen. Der gebeutelten Branche gibt das Auftrieb.
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Fidelity wäre mit seinem Plan den Konkurrenten in der Vermögensverwaltung einen Schritt voraus. Quelle: Reuters
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Fidelity wäre mit seinem Plan den Konkurrenten in der Vermögensverwaltung einen Schritt voraus.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDie wichtigste Kryptowährung Bitcoin ist wieder auf dem Vormarsch. Die jüngste positive Nachricht kommt aus Boston: Wie eine Sprecherin bestätigte, will Fidelity schon bald Bitcoin handeln. Der Schritt gilt in der Branche als wichtiges Signal. Zuerst hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet.

Fidelity mit Hauptsitz in Boston ist einer der größten Vermögensverwalter der Welt. Sein US-Ableger Fidelity Investments setzt nun große Hoffnungen in die Kryptobranche. Bereits in wenigen Wochen will die Firma für institutionelle Kunden, darunter Vermögensverwalter, Hedgefonds und Family Offices, Bitcoin außerbörslich kaufen und verkaufen. Andere Währungen bietet Fidelity nicht an, Privatkunden sind vom Angebot ausgeschlossen.

Fidelity wäre mit seinem Plan den Konkurrenten in der Vermögensverwaltung, darunter Blackrock und State Street, einen Schritt voraus. Bereits im Oktober hatten die Bostoner die Tochter Fidelity Digital Assets gegründet. Sie bot bereits die Verwahrung von Krypto-Anlagen an. Die Kunden, zu denen viele Wall-Street-Schwergewichte gehören, erhalten so ein Komplettpaket.

Eine Fidelity-Sprecherin bestätigte auf Handelsblatt-Anfrage den Plan, wollte aber keine Details nennen, wann der Bitcoin-Handelsservice live geht. „Das Angebot richtet sich ausschließlich an Kunden, die ihre digitalen Assets auch bei Fidelity verwahren“, erklärte sie. Zum Krypto-Handelsplatz für externe Kunden will der Vermögensverwalter aus Boston bewusst nicht werden.

Nicolas Biagosch, Gründer und Partner des Düsseldorfer Krypto-Investment- und Beratungshauses Postera, hält Fidelitys Plan für vielversprechend. „Das ist eine erfreuliche Nachricht. Wenn Krypto-Investoren ihre Anlagen extern handeln und verwahren lassen können, auf reguliertem und technisch hohem Niveau, professionalisiert sich die Branche weiter.“

Viele heutige Kryptobörsen unterlägen nicht geltenden Standards. „Das schreckt Anleger ab“, erklärt Biagosch. Institutionelle Investoren bräuchten regulierte und professionelle Partner wie Fidelity. In Deutschland bietet Postera seit 2018 den ersten regulierten, offenen Kryptofonds für vermögende Anleger an.

Der Bitcoin-Kurs reagierte am Montag nicht auf die Nachricht aus Boston. Mit 5720 Dollar notierte die Digitalwährung trotzdem nahe des Jahreshochs. Die Kurserholung der vergangenen Wochen weckt offenbar auch bei professionellen Investoren die Lust, wieder am Kryptomarkt mitzumischen. Erst Anfang Mai ergab eine Fidelity-Umfrage, dass 47 Prozent der institutionellen Anleger mit dem Gedanken spielten, in digitale Vermögenswerte zu investieren.

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