Laut indischer Zentralbank Inder kaufen zu viel Gold

Indische Banken sollen ihre Kunden in Zukunft nicht mehr zum Goldkauf ermutigen, so die indische Zentralbank. Mit dieser Anweisung will der Finanzminister die massive Einfuhr des Edelmetalls eindämmen.
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Kein Gold mehr für die indische Bevölkerung. Zumindest wenn es nach dem Finanzminister geht. Quelle: Reuters

Kein Gold mehr für die indische Bevölkerung. Zumindest wenn es nach dem Finanzminister geht.

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MumbaiDie indische Bevölkerung soll sich mit Goldkäufen zurückhalten: Die indische Zentralbank habe die Finanzinstitute des Landes angewiesen, Kunden nicht zum Kauf von Gold zu ermutigen, sagte Indiens Finanzminister P. Chidambaram am Donnerstag auf einer Finanzkonferenz in Mumbai.

Banken müssten die Begeisterung für Gold dämpfen. Erst am Mittwoch hatte die Regierung den Einfuhrzoll für Gold von sechs auf acht Prozent erhöht, um die Importe des Edelmetalls zu verringern.

Indien war lange der weltgrößte Importeur von Gold. Die Nachfrage steigt vor allem zu religiösen Festen und in der Hochzeitssaison. Viele Inder, vor allem in ländlichen Gebieten mit nur wenigen Banken, kaufen Gold in Form von Schmuck, Barren oder Münzen als Schutz vor einer Inflation. Die Goldimporte sind jedoch maßgeblich für das wachsende Leistungsbilanzdefizit des Landes verantwortlich, weil die Importe die Exporte deutlich übersteigen.

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4 Kommentare zu "Laut indischer Zentralbank: Inder kaufen zu viel Gold"

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  • Gold leitet "extrem" gut? Was soll das heissen? Gold kommt knapp vor Aluminium. Vor Gold liegen, mit deutlichem Abstand erst Silber und dann Kupfer.

  • Naja, Hauptsache es gibt noch genug Bier um Sich vor der grossen Apokalypse über den Jordan zu saufen!

  • Nicht nur Indien zeigt deutlich, Blut ist bereits im Wasser und die Haie kreisen bereits.

    Der überraschende Goldlieferstop von Banken wie der ING und der Zusammenbruch der Edelmetallbörse in Hong Kong war nur der erste Vorbote der kommenden Kette an Zusammenbrüchen, die das Vertrauen in die Fiatwährungen endgültig untergraben wird.

  • Sieht ganz so aus als geht den Bullion Bankster das real vorhandene Gold aus und sie können einfach nicht mehr physisch liefern. Damit wären sie faktisch insolvent, denn wer lässt sich heutzutage noch mit nicht gedeckten Versprechen abspeisen oder gar mit wertlosen Papier.

    Und wenn man sich die Shortwerte auf Allzeithöchstständen ansieht, wird klar: sobald es an die Öffentlichkeit dringt, dass der immensen weltweiten Nachfrage nach physischen Gold kein real vorhandenes Angebot mehr entgegensteht und die Shorts nicht mehr gecovered werden können, sehen wir einen derart gewaltigsten Short Squeeze wie in die Welt so noch nicht erlebt hat.

    Man kann die Angst förmlich riechen, denn die Zockerbanken inklusive der verkommenen Zentralbanken mit ihrem Gold-leasing haben alles auf eine Karte gesetzt und sind dabei das Pokerspiel gegen die Realität zu verlieren.

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