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Lira-Absturz Erdogan droht Währungsspekulanten mit Konsequenzen

Währungsspekulanten würden einen „hohen Preis“ zahlen müssen, droht Erdogan. Das Finanzministerium bereite entsprechende Maßnahmen vor.
Update: 24.03.2019 - 18:15 Uhr Kommentieren
Das türkische Finanzministerium arbeite an Maßnahmen gegen Währungsspekulanten, sagte Erdogan auf einer Wahlkampfveranstaltung. Quelle: AFP
Recep Tayyip Erdogan

Das türkische Finanzministerium arbeite an Maßnahmen gegen Währungsspekulanten, sagte Erdogan auf einer Wahlkampfveranstaltung.

(Foto: AFP)

IstanbulDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat Währungsspekulanten eine Woche vor den Kommunalwahlen mit Konsequenzen gedroht. Diejenigen, die „provokative Aktionen“ unternähmen, Devisen kauften und auf einen Kursverfall der Türkischen Lira setzten, müssten einen „sehr hohen Preis zahlen“, sagte Erdogan am Sonntag auf einer Wahlkampfveranstaltung in Istanbul. Das Finanzministerium arbeite bereits an entsprechenden Maßnahmen. Auch die Bankenaufsichtsbehörde BDDK habe bereits Schritte unternommen.

„Einige Leute“ hätten damit begonnen, die Türkei zu provozieren, sagte der Präsident auf einer Wahlkampfveranstaltung. Sie würden gemeinsam mit ihren Kompagnons in der Türkei versuchen, auf einen Kursverfall der Lira gegenüber ausländischen Währungen hinzuwirken. „Ich wende mich an diejenigen, die am Vorabend der Wahl solchen Aktionen beitreten, wir kennen Eure Identität, wir wissen, was Ihr alle gemacht habt“, sagte Erdogan demnach.

Der Kurs der Lira hatte am Freitag um mehr als vier Prozent gegenüber dem Dollar verloren. Das war der größte Kurssturz an einem einzigen Tag seit Beginn der Währungskrise im August. Die Entwicklung nährte die Besorgnis, dass immer mehr Türken ausländische Währungen kaufen.

Der Kurs der Türkischen Lira hatte am Freitag um mehr als vier Prozent gegenüber dem Dollar verloren. Am Samstag dann ermittelte die BDDK nach Anadolu-Angaben gegen die US-Bank JP Morgan. Hintergrund sei ein Bericht der Bank von Freitag, meldete Anadolu, ohne Details zum Inhalt zu nennen.

Schon im Sommer des vergangenen Jahres hatte unter anderem ein Zerwürfnis mit den USA zu einer Währungskrise in der Türkei geführt. Die türkische Wirtschaft war dann zum Jahresende 2018 in die Rezession gerutscht. Ökonomen sprechen von Rezession, wenn eine Volkswirtschaft zwei Quartale in Folge schrumpft. Die wirtschaftliche Lage ist eines der Hauptthemen bei den Kommunalwahlen am 31. März in der Türkei.

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  • rtr
  • dpa
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