Nach 14 Jahren Noch fast 13 Milliarden D-Mark im Umlauf

Mark und Pfennig sind in Deutschland wie auch im Ausland nach wie vor beliebt. Sie schlummern wahlweise in Sammleralben oder in unbekannten Kellerverstecken. Oft werden die Schätze nur durch Zufall entdeckt.
Fast 13 Milliarden D-Mark schlummern noch in deutschen oder internationalen Haushalten. Die Geldscheine und Münzen lagern oftmals in Sammelalben oder in vergessenen Verstecken. Quelle: dpa
Nach wie vor beliebt

Fast 13 Milliarden D-Mark schlummern noch in deutschen oder internationalen Haushalten. Die Geldscheine und Münzen lagern oftmals in Sammelalben oder in vergessenen Verstecken.

(Foto: dpa)

FrankfurtDie Deutsche Mark hat seit der Euro-Bargeldeinführung vor mehr als 14 Jahren als Zahlungsmittel ausgedient. Doch Mark und Pfennig sind immer noch beliebt – auch im Ausland. Als Schatztruhe erwies sich ein hölzerner Werkzeugkasten, den ein Luxemburger beim Ausräumen im Keller seines verstorbenen Vaters fand, wie die Deutsche Bundesbank berichtet. Beim Transport sei der alte Werkzeugkasten zerbrochen, aus dem von außen nicht sichtbaren Doppelboden fielen rund 69.000 DM.

Ende Juni waren nach Angaben der Notenbank noch 167,3 Millionen DM-Mark-Scheine und 23,5 Milliarden Münzen im Umlauf. Sie sind allerdings nicht wirklich alle „im Umlauf“, wie die Bundesbank betont. „Vielmehr werden diese Banknoten und Münzen zu einem nicht unerheblichen Teil beispielsweise einfach nur aus nostalgischen Gründen aufbewahrt oder sind bei Sammlern zu finden“.

Der Bunker der Bundesbank
Bundesbank-Bunker
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Von 1964 bis 1988 galt der Bundesbank-Bunker als Staatsgeheimnis. Hier lagerte die Notenbank 15 Milliarden D-Mark einer Ersatzwährung. Seit Mitte März sind die Räume für Besuchergruppen zugänglich.

Notfall-Geldscheine
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Die Notfall-Währung sollte als Schutz vor einem Szenario dienen, bei dem die Volkswirtschaft von gegnerischen Mächten mit Falschgeld untergraben worden wäre. Schon Ende der 1980er-Jahre waren die großen Geldvorräte geschreddert worden.

Besitzer des Bunkers
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Der Bunker gehört mittlerweile Petra und Manfred Reuter. Er ist jetzt eine Touristen-Attraktion.

In einem Wohnviertel in Cochem
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Der Eingang über der Erde war als Schulungszentrum für Bundesbank-Mitarbeiter getarnt.

Geldsäcke
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Ein Museumsführer zeigt einige der Säcke, in denen die Scheine gelagert worden waren.

Lagerstätte
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Die Räume liegen 30 Meter unter der Erde, der Betonbunker hat eine Fläche von 1500 Quadratmetern und verfügt über 300 Meter Tunnel.

Notfall-Telefone
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Der Bunker war so ausgelegt, dass er seine eigenen Energie erzeugen konnte.

Dafür spricht auch, dass bei Banknoten vor allem kleinere Stückelungen noch nicht zurückgegeben worden sind. Besonders begehrt ist der 10-Mark-Schein – 72 Millionen Stück sind noch nicht umgetauscht. Bei den Münzen steht der Glückspfennig mit 9,7 Milliarden Stück an erster Stelle. Zum Teil dürfte das Geld aber auch verloren gegangen oder für immer zerstört worden sein, erläutert die Bundesbank.

Auch der Bankenverband BdB vermutet D-Mark in Sammlerschatullen und Münzalben. „Ein Großteil an Münzen dürfte allerdings in Portemonnaies von Touristen in deren Heimatländer mitgenommen worden sein.“

Das nicht zurückgegebene Geld hat einen beträchtlichen Gesamtwert von 12,76 Milliarden Mark (6,53 Mrd Euro). Dass die Bundesbürger wegen der Diskussion um die Zukunft des Bargeldes D-Mark horten, kann die Notenbank aber nicht erkennen.

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50 Millionen Mark im ersten Halbjahr umgetauscht
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