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Neue Verhaltensregeln Reform des Goldfixing steht kurz bevor

Wie Banken in puncto Goldpreis agieren, läuft bisher weitgehend unbeobachtet ab. Deswegen steht das System in der Kritik. Nun soll die Ermittlung der Referenzpreise am milliardenschweren Goldmarkt neu organisiert werden.
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Wie viel ist Gold wert? Einige wenige Banken legen zwei Mal täglich die Referenzkurse fest. Das lädt zur Manipulation ein. Quelle: Reuters

Wie viel ist Gold wert? Einige wenige Banken legen zwei Mal täglich die Referenzkurse fest. Das lädt zur Manipulation ein.

(Foto: Reuters)

LondonDas System zur täglichen Ermittlung der Referenzpreise für Gold steht vor dem Umbruch. Die Reform beinhalte neue Verhaltensregeln für die am sogenannten Fixing beteiligten Parteien sowie die Ernennung eines unabhängigen Vorsitzenden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Mittwoch. „Die Branche ruft nach mehr Aufsicht und mehr Transparenz.“

Die für das Fixing verantwortliche London Gold Market Fixing Ltd. wollte sich zu diesem Thema nicht äußern. Bislang werden die Referenzpreise zwei Mal täglich in einer Telefonkonferenz von vier Banken, Barclays, Bank of Nova Scotia, HSBC und Societe Generale (SocGen), ermittelt. Nach zahlreichen Skandalen um manipulierte Zinsen und Devisenkurse steht dieses System in der Kritik.

Die Deutsche Bank war im Mai aus diesem Konsortium ausgeschieden, nachdem sie ins Visier der Ermittler geraten war. Vergangene Woche hatte die für die Preisfestlegung von Silber zuständige London Bullion Market Association (LBMA) den Börsenbetreiber CME und eine Tochter von Thomson Reuters mit dem Aufbau eines elektronischen Systems zur börsentäglichen Festsetzung des Silber-Referenzpreises beauftragt. Damit ist dort ab dem 15. August das per Telefonkonferenz ermittelte Fixing nach 117 Jahren Geschichte.

Da die LBMA die Branche in die Reform eingebunden und eine gute Lösung gefunden habe, könnte sie beim Umbau der Goldpreis-Ermittlung ebenfalls eine wichtige Rolle spielen, sagte ein anderer Insider.

  • rtr
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