Nickelpreis steigt Spekulationen über Produktionskürzungen

Ein Großteil der Nickelproduzenten ist derzeit nicht profitabel. Anleger setzen darauf, dass besonders chinesische Anbieter künftig weniger produzieren – und spekulieren auf steigende Preise.
Derzeit sind die Verkaufspreise von Nickel nahe den Produktionskosten. Viele Beobachter vermuten, dass Produzenten ihre Produktionsmenge bald einschränken könnten. Quelle: Reuters
Überangebot

Derzeit sind die Verkaufspreise von Nickel nahe den Produktionskosten. Viele Beobachter vermuten, dass Produzenten ihre Produktionsmenge bald einschränken könnten.

(Foto: Reuters)

FrankfurtSpekulationen auf Produktionskürzungen in China haben den Nickel-Preis am Donnerstag deutlich nach oben getrieben. Das Industriemetall verteuerte sich in Shanghai in der Spitze um 8,7 Prozent. In London zog der Preis um bis zu 4,7 Prozent auf 9330 Dollar je Tonne an. Die Anleger setzen darauf, dass chinesische Nickel-Produzenten wegen der niedrigen Preise ihre Produktion zurückfahren werden. Nach Reuters-Informationen wollen die Hersteller am Freitag zusammenkommen, um über einen solchen Schritt zu diskutieren. Es gebe kaum eine andere Möglichkeit, wenn ein Großteil der Produzenten – vor allem die chinesischen – kein Geld verdienten, sagte Matt Fusarelli vom Analysehaus AME. Nach oben ging es auch für die Preise der übrigen Industriemetalle. Kupfer und Zink verteuerten sich jeweils um rund zwei Prozent auf 4650 Dollar und 1609 Dollar je Tonne.

Die fünf größten ökonomischen Gefahren für 2015
Rettungsschirm
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Risiko 1: Das Wiederaufflammen der Euro-Krise

Die Europäische Zentralbank hat viel zu tun. Der Euro gerät immer weiter in eine deflatorische Spirale. Die Teuerungsrate ist weit entfernt von den als stabil geltenden zwei Prozent. In Deutschland beträgt die Inflation gerade einmal 0,6 Prozent. Mit den sinkenden Ölpreisen dürfte diese Entwicklung anhalten.

Euro in Flammen
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EZB-Präsident bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten die niedrigen Inflationsraten nach oben zu treiben. Der Leitzins befindet sich mit 0,05 Prozent bereits auf einem rekordniedrigen Niveau. Die Geldspritzen für die Banken fruchten bisher nicht wirklich. Immer noch verläuft die Kreditvergabe zwischen den Finanzinstituten nur schleppend. Und in Frankreich – der zweitgrößten Volkswirtschaft in der Euro-Zone – kommt die Wirtschaft nicht auf Touren. Sollte das deutsche Nachbarland die konjunkturelle Wende nicht schaffen, könnte die Euro-Zone in der Tat wieder in eine Rezession rutschen.

huGO-BildID: 40800652 People walk past an electronic stock indicator of a securities firm in Tokyo Tuesday, Dec. 16, 2014 as Japan's benchmark N
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Risiko 2: Chinas Konjunktur erleidet eine harte Landung

In Fernost läuft der Wirtschaftsmotor nicht mehr so rund, wie früher. Die Zentralregierung hat mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Nouriel Roubini erklärt, dass es für China zwei mögliche Szenarien für 2015 gäbe. Das Extreme geht von einer Abkühlung der Konjunktur aus. Demnach würde die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im kommenden Jahr nur noch um drei bis vier Prozent wachsen.

The Chinese national flag is flown at half-mast during a memorial ceremony at the Nanjing Massacre Museum in Nanjing,
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Ganz so prekär hält Roubini die Lage allerdings nicht. Der Krisen-Expert spricht zwar ebenfalls von einer harten Landung. Doch er prognostiziert für 2015 immerhin noch ein Wachstum von sechs Prozent, 2016 dürfte es seinen Berechnungen zufolge unter sechs Prozent liegen. Roubinis gemäßigte Prognose ist aber nicht weniger gefährlich. Denn auch bei sechs Prozent Wachstum dürfte es negative Auswirkungen auf die Aktienmärkte besonders in Asien und anderen Wachstumsregionen geben.

Japan's Prime Minister Abe attends a news conference at his official residence in Tokyo
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Risiko 3: Abenomics

Trotz der Anstrengungen Shinzo Abes bleibt die konjunkturelle Lage in Japan weiterhin brüchig. Die Deflation konnte bisher nicht bekämpft werden. Die Milliardenprogramme konnten sich nur kurzfristig positiv auf die Aktienmärkte auswirken. Für Roubini steht daher die Frage im Raum, ob Japan in Lage ist ein weiteres konjunkturell verlorenes Jahrzehnt zu überstehen.

huGO-BildID: 40542925 A man walks by an electronic stock board at a securities firm in Tokyo, Monday, Dec. 1, 2014. Japan's six opposition parti
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Der nach dem japanischen Premierminister benannte ökonomische Kurs „Abenomics“ könnte sich als Fehlschuss erweisen. Im Blick hat Roubini dabei die Konsumenten, die sich wegen eines möglichen Scheitern der „Abenomics“ wieder zurückziehen könnten. Dieses Konsumentenverhalten könnte die heimische Wirtschaft hart treffen. Laut Roubini könnten sich japanische Firmen in der Folge vom heimischen Markt distanzieren.

Jahresrückblick 2014 - Bewegende Bilder
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Risiko 4: Geopolitische Krisen

Für Roubini war die größte Überraschung im Jahr 2014, dass die Märkte nicht so hart von den geopolitischen Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten getroffen wurden, wie im Vorfeld angenommen wurde. Laut dem Krisen-Experten liege das an der massiven finanziellen Unterstützung der Märkte durch die Notenbanken rund um die Welt. Doch in England und in den USA deutet sich an, dass diese Unterstützung bald ein Ende finden wird. Außerdem seien die Auswirkungen der geopolitischen Krisen eher ökonomischer denn finanzieller Natur. Roubini geht außerdem davon aus, dass die Sanktionen gegen Russland und der fallende Ölpreis das größte Land der Erde in eine Rezession stürzen und Russland zum Einlenken zwingen könnten.

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