Öl Ölpreise steigen – Opec rechtfertigt Förderpolitik

Spekulationen auf Versorgungsengpässe treiben die Ölpreise. Unterdessen hat die Opec Vorwürfen des US-Präsidenten widersprochen.
Update: 10.07.2018 - 12:49 Uhr Kommentieren
Ein Barrel Brent verteuerte sich am Freitag um 32 Cent. Quelle: dpa
Rohöl

Ein Barrel Brent verteuerte sich am Freitag um 32 Cent.

(Foto: dpa)

Frankfurt, SingapurSpekulationen auf Versorgungsengpässe haben am Dienstag die Ölpreise hochgetrieben. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 1,6 Prozent auf 79,29 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI kostete mit 74,44 Dollar 0,8 Prozent mehr. Jüngster Auslöser des Preisanstiegs ist ein Streik von Ölarbeitern in Norwegen. Dort wurde eine Plattform geschlossen. In einem ohnehin bereits angespannten Markt könnte auch der Ausfall verhältnismäßig geringere Mengen die Preise antreiben, sagte ein Händler.

Der Ölmarkt ist bereits durch Produktionsausfälle in Venezuela und Libyen ausgedünnt. Dazu kommt, dass wegen der US-Sanktionen die Öllieferungen aus dem Iran allmählich versiegen sollen. In Kanada war zuletzt die Förderung aus Sand wegen der Probleme in einem Ölfeld gestört. An den Märkten wird nun spekuliert, dass die Überschusskapazitäten der Opec und ihrer Partner wie Russland trotz einer schon beschlossenen höheren Förderung nicht ausreichen, die Lücken zu füllen.

In Norwegen waren Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und Arbeitgebern gescheitert. Beide Parteien seien noch weit entfernt voneinander gewesen, sagte der öffentlich beauftragte Vermittler Carl Petter Martinsen. Die Gewerkschaften drohten mit einer Ausweitung der Streiks. Norwegen ist nach Russland der größte europäische Ölproduzent. 2017 förderte das Land 1,97 Millionen Barrel täglich an Öl und Gas, wie aus der Juni-Statistik von BP hervorgeht.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

  • dpa
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