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Öl Saudi-Arabien kürzt Rohöl-Exporte – Preissprung am Ölmarkt

Saudi-Arabien exportiert weniger Rohöl als im Vormonat. Die Ölpreise ziehen deutlich an. Investoren glauben wieder an die Macht der Opec.
Update: 02.01.2019 - 17:39 Uhr Kommentieren
Brent und WTI notieren kaum verändert. Quelle: dpa
Erdölförderung

Brent und WTI notieren kaum verändert.

(Foto: dpa)

Singapur Die Ölpreise sind am Mittwoch nach anfänglichen Verlusten deutlich gestiegen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich zwischenzeitlich um mehr als vier Prozent auf knapp 56 Dollar pro Barrel (rund 159 Liter). Die US-Sorte WTI legte in ähnlichem Umfang zu.

Zu Beginn des ersten Handelstages im Jahr 2019 waren die Ölpreise noch wegen Sorgen um die Ölnachfrage in China und die sich abkühlende Weltkonjunktur unter Druck geraten. Doch die Verluste machten die Ölpreise innerhalb von Minuten mehr als wett: In der Spitze betrug der Preissprung vom Tagestiefstwert sechs Prozent.

Der Auslöser für die Rally am Ölmarkt waren sinkende Rohölexporte Saudi-Arabiens. Wie der Finanznachrichtendienst Bloomberg unter Berufung auf Daten von Schiffsbewegungen berichtete, sanken die Ausfuhren des drittgrößten Ölexporteurs im Dezember auf 7,3 Millionen Barrel täglich. Das sind eine halbe Million Barrel weniger als im Vormonat.

Insbesondere die Ausfuhren nach China und in die USA seien zurückgegangen, heißt es in dem Bericht weiter. Die Daten sind keine offizielle Statistik Saudi-Arabiens, sondern sie basieren auf den Routen von Öltankern, deren GPS-Daten öffentlich zugänglich sind.

Der Rückgang der Ölexporte wird am Markt als Indiz dafür gesehen, dass die Mitgliedstaaten des Ölförderkartells Opec mit den im Dezember beschlossenen Produktionskürzungen Ernst machen.

Um den jüngsten Verfall der Ölpreise zu stoppen, hatte sich die Opec mit weiteren Ölförderern wie Russland darauf geeinigt, die Produktion ab Januar um 1,2 Millionen Barrel zu kürzen.

Saudi-Arabien allein will die Ölförderung um eine halbe Million Barrel drosseln. Die aktuellen Exportdaten zeigen: Saudi-Arabien hat bereits im Dezember damit begonnen, dem Markt Öl zu entziehen.

Die Marktreaktion spricht auch dafür, dass die Nervosität der Investoren weiter hoch ist. Zuletzt hatte der Ölmarkt keine klare Richtung gezeigt und es war immer wieder zu starken Preisschwankungen gekommen.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

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