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Öl US-Rekordförderung belastet Ölpreise

Neben der Entwicklung des Angebots bleibt auch die jüngste Kursstärke des amerikanischen Dollar ein Belastungsfaktor für die Ölpreise.
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Der Handelskonflikt belastet den Ölmarkt. Quelle: dpa
Erdölförderung

Der Handelskonflikt belastet den Ölmarkt.

(Foto: dpa)

Frankfurt/SingapurDie Ölpreise sind am Donnerstag den dritten Tag in Folge gefallen. Nordseeöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verbilligten sich je um gut ein Prozent auf rund 64 beziehungsweise 61 Dollar je Barrel (159 Liter). Händler in London verwiesen auf die jüngsten Erhebungen des US-Energieministeriums (EIA) zu der steigenden US-Produktion und den Lagerbeständen. Die Daten zeigen, dass der Trend in den USA wieder nach oben geht, sagte ein Händler.

In der vergangenen Woche waren in den Vereinigten Staaten die Bestände an Rohöl und Benzin überraschend stark gestiegen. Zudem förderten die USA nach revidierten EIA-Daten im November mit 10,057 Millionen Fässern am Tag (bpd) so viel Öl wie noch nie. Bislang lag die Bestmarke mit 10,044 Millionen Barrel im November 1970. Die USA haben inzwischen Saudi-Arabien überholt. Nur Russland fördert noch mehr Öl.

Wir werden die Marke von elf Millionen Barrel schneller als gedacht hinter uns lassen, sagte Phillip Streible, Marktstratege beim Broker RJO Futures in Chicago. Die US-Regierung rechnet damit, dass die Marke im laufenden Jahr überschritten wird. Im Dezember ging die Produktion aber zunächst leicht nach unten auf 9,949 Million Barrel. Insgesamt schaue der Markt derzeit eher auf die US-Förderung als auf die Produktionssenkungen der Opec und von deren Partnern, sagten Analysten.

Die Top-Aktien des Norwegischen Staatsfonds

HSBC HOLDINGS PLC REGISTERED SHARES DL -,50

WKN
ISIN
GB0005405286
Börse
FSE

-0,03 -0,44%
+7,11€
Chart von HSBC HOLDINGS PLC REGISTERED SHARES DL -,50
Platz 10: HSBC Holdings PLC
1 von 10

Das Wachstum des Fonds-Marktwerts ist atemberaubend. Im Mai 1996 wurden die ersten Öleinnahmen übertragen. Damals konnte sich niemand eine derartige Steigerung des Volumens vorstellen. Der Zuwachs hängt natürlich mit dem Höhenflug der weltweiten Aktienbörsen zusammen. Die neuntgrößte Investition bilden die Aktien der HSBC-Bank. Der Fonds hat in das britische, international agierende Kreditinstitut 3,06 Millionen Euro investiert. Der weltweit größte Banken- und Finanzdienstleister ist in rund 80 Ländern aktiv. Stand:31.12.2017

TENCENT HOLDINGS LTD. REG. SHARES HD -,00002

WKN
ISIN
KYG875721634
Börse
FSE

-0,04 -0,09%
+39,77€
Chart von TENCENT HOLDINGS LTD. REG. SHARES HD -,00002
Platz 9: Tencent Holdings Ltd.
2 von 10

Wie breit sich die Norweger aufgestellt haben, zeigt ihre Beteiligung an Borussia Dortmund. An dem Fußballklub halten sie 0,7 Prozent. Und auch im fernen Osten ist der Staatsfonds dick im Geschäft: In das chinesische Internetunternehmen Tencent flossen Investitionen in Höhe von 3,37 Millionen Euro.

ROCHE HOLDING AG INHABER-GENUSSSCHEINE O.N.

WKN
ISIN
CH0012032048
Börse
FSE

+0,40 +0,16%
+248,90€
Chart von ROCHE HOLDING AG INHABER-GENUSSSCHEINE O.N.
Platz 8: Roche Holding AG
3 von 10

Der Staatsfonds hat verschiedene Anlageklassen definiert und einen sehr langen Anlagehorizont. Oder wie es Fondschef Yngve Slyngstad formuliert: „Unser Ziel ist es, die bestmögliche Rendite bei einem akzeptablen Risiko zu erzielen.“ Solch ein Risiko-Rendite-Profil bietet offenbar die Roche-Aktien, mit einem Investitionswert von mehr als 3,49 Millionen Euro.

Platz 7: Amazon.com Inc.

WKN
ISIN
Börse

Chart von Platz 7: Amazon.com Inc.
Platz 7: Amazon.com Inc.
4 von 10

Die norwegische Regierung darf jährlich drei Prozent des Fondswertes für den Staatshaushalt verwenden. In den vergangenen Jahren wurden mehr Mittel aus dem Fonds abgezogen, um den gesunkenen Ölpreis kompensieren zu können. Im Jahr 2017 entnahm sie dem Fonds insgesamt 61 Milliarden Kronen. Beim Amazon-Konzern ist der Fonds mit einem Investment in Höhe von 3,63 Millionen Euro nach wie vor stark involviert.

NOVARTIS AG NAMENS-AKTIEN SF 0,50

WKN
ISIN
CH0012005267
Börse
FSE

+0,33 +0,41%
+81,39€
Chart von NOVARTIS AG NAMENS-AKTIEN SF 0,50
Platz 6: Novartis AG
5 von 10

Generell versuchen die Fondsmanager in Oslo den Auswahlindex FTSE Global All Cap nachzubilden, ihn aber gleichzeitig durch gezielte Investments zu schlagen. Nach Analystenmeinung sei das für den Privatanleger natürlich nicht möglich, doch mit mehreren börsengehandelten Indexfonds (ETFs) könne man dem Ziel recht nahe kommen. Wichtig ist: Man muss langfristig denken. Auch die Pharma-Aktie Novartis ist ein langfristiges Investment mit 3,65 Millionen Euro.

MICROSOFT CORP. REGISTERED SHARES DL-,00000625

WKN
ISIN
US5949181045
Börse
FSE

+0,48 +0,40%
+121,14€
Chart von MICROSOFT CORP. REGISTERED SHARES DL-,00000625
Platz 5: Microsoft Corp.
6 von 10

In Deutschland hält der Fonds Anteile an 219 deutschen Unternehmen im Wert von 27 Milliarden Euro und ist mit 4,1 Prozent der größte Investor in Dax-Konzerne. Er darf, so hat das Finanzministerium in Oslo entschieden, seinen Anteil an einem einzigen Unternehmen nie über zehn Prozent steigern. In Microsoft hat er knapp 4,72 Millionen Euro investiert.

ALPHABET INC. REG. SHS CAP.STK CL. C DL-,001

WKN
ISIN
US02079K1079
Börse
FSE

-2,60 -0,27%
+979,20€
Chart von ALPHABET INC. REG. SHS CAP.STK CL. C DL-,001
Platz 4: Alphabet Inc.
7 von 10

Auch Rüstungsunternehmen und Tabakkonzerne sind als Anlageobjekte seit längerem tabu. So stieg der Fonds aus Rüstungsunternehmen aus, verkaufte seine Anteile am kanadischen Grubenkonzern Barrick Gold, weil dieser Umweltschäden bei der Ausbeutung der Bodenschätze in Kauf nehme. Auch Anteile an Boeing und Honeywell wurden abgestoßen, weil die Unternehmen an der Herstellung von Atomwaffen beteiligt sind. Solche Probleme bietet die Aktie von Alphabet, Muttergesellschaft der Internet-Suchmaschine Google, nicht. Deswegen kann der Staatsfonds in den Titel investieren – mit 4,76 Millionen Euro auch nicht wenig.

Neben der Entwicklung des Angebots bleibt auch die jüngste Kursstärke des amerikanischen Dollar ein Belastungsfaktor für die Ölpreise. Weil Öl in der amerikanischen Währung gehandelt wird, verteuert ein steigender Kurs den Rohstoff in Ländern außerhalb des Dollarraums und bremst somit die Nachfrage.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

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  • dpa
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