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Ölkartell-Treffen Ölpreis erholt sich vom Absturz nach dem Opec-Eklat

Der Streit zwischen Saudi-Arabien und den Emiraten verunsichert weiter die Ölmärkte. Ein Ende der Hängepartie ist nicht in Sicht.
09.07.2021 - 16:35 Uhr Kommentieren
Rohstoffe: Ölpreis auf Sieben-Jahres-Hoch Quelle: dpa
Erdölförderung

Brent ist die für Europa wichtigste Ölsorte. Die Sorte WTI stammt aus den USA.

(Foto: dpa)

Zürich Der ungelöste Konflikt zwischen Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten sorgt weiter für große Schwankungen am Ölmarkt. Am Freitag legte der Preis für die europäische Ölsorte Brent um zwischenzeitlich 1,5 Prozent zu, konnte die Marke von 75 Dollar pro Barrel (rund 159 Liter) jedoch nicht halten. Im Verlauf der Handelswoche war der Preis für Rohöl von seinem Mehrjahreshoch bei 77 Dollar in der Spitze um 6,5 Prozent abgesackt.

Am vergangenen Montag musste die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ein Gipfeltreffen zur zukünftigen Förderpolitik der Mitgliedstaaten ergebnislos vertagen. Die Emirate blockierten den im Vorfeld ausgehandelten Deal, die Ölproduktion in den 23 Staaten der erweiterten Opec-plus-Allianz schrittweise zu erhöhen.

Dadurch wären im August 400.000 Barrel pro Tag zusätzlich gefördert worden. Bis Ende des Jahres hätten die Opec-plus-Staaten ihre Produktion um zwei Millionen Barrel pro Tag erhöht, das entspricht rund zwei Prozent der weltweiten Ölnachfrage. Die Vereinigten Arabischen Emirate wollten durchsetzen, dass die individuelle Förderquote des Landes angehoben wird. Zudem war der Golfstaat dagegen, bis mindestens Ende 2022 die Ölproduktion künstlich knapp zu halten.

Emirate provozieren Saudis

Die Blockade führt dazu, dass vorerst kein Öl zusätzlich auf den Markt kommt. Daher stieg der Ölpreis unmittelbar nach dem Opec-Eklat zunächst an. Doch der Preis geriet ins Rutschen, als sich am Markt Sorgen vor einem Auseinanderbrechen und einem unkontrollierten Anstieg des Ölangebots breitmachten.

Die Mehrheit der Analysten geht jedoch weiter davon aus, dass sich die zerstrittenen Golfstaaten schon bald wieder annähern. So schreiben die Rohstoffexperten des japanischen Vermögensverwalters MUFG in einer aktuellen Studie: „Die Hängepartie bei der Opec dürfte nicht allzu lange andauern.“

Helima Croft, Opec-Expertin bei der Investment Bank RBC Capital Markets, geht davon aus, dass die Saudis ihren Ruf als Zentralbanker des Ölmarkts sichern wollen. Es gebe keine Anzeichen, dass das Königreich massenhaft Öl auf den Markt werfen werde, um Abu Dhabi zum Einlenken zu bewegen. Sie erwartet in den kommenden Wochen eher „ein Rinnsal statt einer Flut“ von Rohöl, das zusätzlich auf den Markt kommt.

Ein Ende des Streits ist jedoch noch nicht in Sicht: Die Emirate legten zuletzt eher noch nach. Das „Wall Street Journal“ berichtete mit Berufung auf Insider, dass das Land danach strebe, Marktanteile zu erobern – und deshalb mehr Öl fördern wolle. In Riad dürfte die Ankündigung für Ärger sorgen. Die Schwankungen an den Märkten könnten daher eher noch weitergehen.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs

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