Ölmarkt Ölpreise erholen leicht – Opec will stärker gegen Preissprünge vorgehen

Das Ölkartell Opec will weg von der Volatilität auf dem Markt. Am Mittwoch hatten der drohende Handelskrieg und Libyen die Preise auf Talfahrt geschickt.
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Öl: Opec will gegen Preissprünge am Ölmarkt vorgehen Quelle: dpa
Rohöl

Ein Handelskrieg wäre eine ernste Belastung für die Nachfrage nach Rohöl.

(Foto: dpa)

CalgaryDie Ölpreise sind am Donnerstag nach starken Rückgängen zur Wochenmitte wieder etwas gestiegen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kostete am Morgen 74,61 US-Dollar und damit 1,21 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im August erhöhte sich um 49 Cent auf 70,87 Dollar.

Am Mittwoch hatte die Sorge vor einem Handelskrieg zwischen den USA und China die Ölpreise noch stark belastet. Sowohl Brent als auch WTI waren um jeweils etwa drei Dollar eingebrochen – das war der größte Preisrückgang an einem Tag seit zwei Jahren.

Ein Handelskrieg wäre eine ernste Belastung für die Weltwirtschaft und damit auch für die Nachfrage nach Rohöl. Außerdem hatte Libyen am Mittwoch seine Ölhäfen wiedereröffnet und damit die Preise weiter gedrückt. Immerhin konnte ein überraschend starker Rückgang der US-Ölreserven die Talfahrt bremsen.

Am Mittwochnachmittag hatte die amerikanische Regierung gemeldet, dass die Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 12,6 Millionen Barrel auf 405,2 Millionen Barrel gefallen waren – so stark wie seit September 2016 nicht mehr. Die US-Ölproduktion stagnierte den Angaben zufolge weiter auf dem Rekordstand von durchschnittlich 10,9 Millionen Barrel pro Tag.

Die Organisation erdölexportierender Länder will nach Worten ihres Präsidenten gegen Preissprünge auf dem Markt vorgehen. Volatilität sei nicht erwünscht, sagte Suhail al-Masruei am Mittwoch am Rande einer Konferenz im kanadischen Calgary der Nachrichtenagentur Reuters. Die Opec und andere Staaten hätten deswegen einen langfristigen Plan, Förderkapazitäten aufzubauen und damit unerwartete Lieferausfälle auszugleichen.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

  • dpa
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