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Ölpreis Preisverfall vernichtet Milliarden

Seit Juni ist der Ölpreis um mehr als ein Drittel eingebrochen. Durch den Ölpreisrutsch stehen Investoren, die den Schieferölboom in den USA mitfinanziert haben, vor Verlusten von bis zu 8,5 Milliarden Dollar.
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Fracking in Kalifornien: Der Ölpreissturz kostet viele Investoren Milliarden. Quelle: AFP

Fracking in Kalifornien: Der Ölpreissturz kostet viele Investoren Milliarden.

(Foto: AFP)

In den vergangenen Jahren haben US-Energieproduzenten mit einer Kreditwürdigkeitsnote im Ramsch-Bereich Anleihen im Volumen von 90 Milliarden Dollar an den Markt gebracht. Seit dem Ölpreishoch im Juni haben die Papiere knapp zehn Prozent an Wert verloren. Am härtesten getroffen wurden Halcon Resources, SandRidge Energy und Goodrich Petroleum.

Die Entscheidung der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) in der vergangenen Woche, ihre Fördermenge trotz eines Überangebots an Öl nicht zu drosseln, ließ den Ölpreis auf ein Fünfjahrestief von 66,15 Dollar je Barrel absacken.

Der Niedergang des Ölpreises verstärkt Sorgen bei den Anleihe-Investoren, dass die bonitätsschwächsten Ölexplorateure bei der Bedienung ihrer Verbindlichkeiten Probleme bekommen könnten, und Banken angesichts sinkender Umsätze die Kreditlinien kürzen.

Halcon, SandRidge und Goodrich zählen zu den 21 Schuldnern, die in den US-Schieferölregionen mit den teuersten Produktionskosten tätig sind. Diese Förderstätten werden unrentabel, wenn der Ölpreis unter 60 Dollar je Barrel sinkt.

„Wir haben uns Sorgen gemacht, dass es zu Zahlungsausfällen kommen wird – und das schon bevor der Ölpreis so stark einbrach“, sagt Ivan Rudolph-Shabinsky, Vermögensverwalter bei Alliance Bernstein Holding. „Es ist zu viel Geld in diesen Bereich geflossen, was langfristig zu Problemen geführt hätte. Nun beschleunigt sich das.“

Die 9,75 Prozent Anleihe von Halcon Resources im Volumen von 1,15 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2013 hat seit dem 30. Juni 29 Prozent verloren. Bei den Junkbonds von SandRidge im Volumen von 750 Millionen Dollar, die im Oktober 2012 emittiert wurden, summiert sich der Verlust auf 26 Prozent und bei den Papieren von Goodrich Petroleum über 275 Millionen Dollar ist es ein Minus von 34 Prozent.

Weil sich die Kreditsumme, die Öl- und Gasunternehmen bei Banken aufnehmen dürfen, direkt am Wert ihrer Rohstoffreserven bemisst, erhöht sich bei fallenden Rohstoffpreisen das Risiko, dass es zu einer Geldklemme kommt, schrieb Spencer Cutter, Analyst bei Bloomberg Intelligence.

Der Renditeaufschlag der Anleihen von Energieunternehmen gegenüber US-Staatspapieren ist am Montag auf 7,63 Prozentpunkte angestiegen. Laut Daten von Bloomberg ist das mehr als das Doppelte der Risikoprämie vom Juni. Der Ölpreis ist in dem Zeitraum um 35,7 Prozent eingebrochen.

Opec unter Druck: Ölpreise sinken

  • Bloomberg
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2 Kommentare zu "Ölpreis: Preisverfall vernichtet Milliarden"

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  • Plötzlich gibt es überall Öl in Mengen. Es sollte doch
    schon lange alle sein. Ein weiterer Betrug an den
    Verbraucher?

  • Kein Mitleid!

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