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Online-Bezahldienst Paypal steigt bei Facebooks geplanter Digitalwährung Libra aus

Der erste namhafte Partner ist bei Facebooks geplanter Digitalwährung Libra ausgestiegen. Zu den Beweggründen hielt Paypal sich jedoch bedeckt.
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Libra soll nach bisherigen Plänen eins zu eins mit einem Korb stabiler Währungen und Staatsanleihen abgesichert werden. Quelle: dpa
Facebook-Währung Libra

Libra soll nach bisherigen Plänen eins zu eins mit einem Korb stabiler Währungen und Staatsanleihen abgesichert werden.

(Foto: dpa)

San Jose Mit dem Online-Bezahldienst Paypal steigt der erste namhafte Partner bei Facebooks geplanter Digitalwährung Libra aus. Paypal bestätigte die Entscheidung am Freitag nach US-Börsenschluss in einem Statement. Zuvor hatte es verschiedene Medienberichte über angebliche Bedenken angesichts der massiven Kritik an dem von Facebook initiierten Projekt gegeben. Zu den Beweggründen hielt Paypal sich in der Mitteilung jedoch bedeckt.

Das Unternehmen betonte, Libra trotz des Ausstiegs weiter unterstützend gegenüberzustehen und den Dialog hinsichtlich möglicher künftiger Kooperationen aufrechtzuerhalten. Facebook bleibe ein geschätzter strategischer Partner, mit dem Paypal weiterhin in verschiedenen Bereichen zusammenarbeite.

Facebook hatte bei der Vorstellung im Sommer gut zwei Dutzend namhafte Partner präsentiert. Erste offizielle Mitglieder sollen in den kommenden Wochen genannt werden, erklärte der zuständige Facebook-Manager David Marcus nach den Berichten. Man sei dabei, „ruhig und selbstbewusst“ die „berechtigten Bedenken“ gegenüber Libra anzugehen.

Laut US-Medien überdenken jedoch auch Visa, Mastercard und Stripe wegen des starken politischen Widerstands ihre Beteiligung an Libra. Am Donnerstag trafen sich die Libra-Mitglieder in Washington. An dem Treffen hätten vor allem Lobbyisten und Pressesprecher der Mitgliedsunternehmen teilgenommen, berichtet ein Insider. Paypal habe daran bereits nicht mehr teilgenommen. Für den 14. Oktober ist eine Mitgliedersitzung in Genf geplant, bei der das Direktorium der Stiftung ernannt werden soll.

Zuckerberg hatte sich erst Ende September mit Senatoren in Washington getroffen. Bei den Treffen, die hinter verschlossenen Türen stattfanden, soll Zuckerberg auch versichert haben, Libra nur zu starten, wenn die US-Aufseher grünes Licht geben.

Facebook hatte jüngst Einwände von Aufsehern zurückgewiesen, wonach Libra in die Hoheit von Notenbanken eingreifen könnte. Bei der Digitalwährung werde kein neues Geld ausgegeben, was Staaten vorbehalten bleibe, betonte Top-Manager Marcus. Libra soll nach bisherigen Plänen eins zu eins mit einem Korb stabiler Währungen und Staatsanleihen abgesichert werden.

Frankreich und Deutschland haben sich bereits klar gegen die digitale Währung ausgesprochen. Angesichts der Pläne des Internetkonzerns tritt Bundesfinanzminister Olaf Scholz für die Einführung eines E-Euro ein. „Ein solches Zahlungssystem wäre gut für den Finanzplatz Europa und seine Einbindung ins Weltfinanzsystem“, sagte der SPD-Politiker der „Wirtschaftswoche“ laut einem Vorabbericht vom Donnerstag. „Wir sollten das Feld nicht China, Russland, den USA oder irgendwelchen Privatanbietern überlassen.“

Zuvor hatten unter anderem die Unionsbundestagsfraktion und der Linke-Bundestagsabgeordnete Fabio De Masi einen staatlich garantierten E-Euro gefordert.

Mehr: Mit einem elektrischen Euro könnte Europa eine eine Kryptowährung an den Start bringen. Den Libra von Facebook sieht Scholz allerdings kritisch.

  • asd
  • dpa
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