Opec appelliert an Nicht-Mitglieder Zusammen gegen den Ölpreis-Verfall

Der Ölpreis ist so niedrig wie seit Jahren nicht mehr. Für das weltweite Überangebot seien größtenteils die Länder verantwortlich, die nicht Opec-Mitglied sind, sagt Opec-Generalsekretär Abdullah al-Badri.
Der Opec gehören derzeit 13 Staaten an. Um den Preisverfall zu stoppen, müssten Mitglieder und Nicht-Mitglieder künftig zusammenarbeiten, sagt Opec-Generalsekretär Abdullah al-Badri. Quelle: dpa
Erdölförderung

Der Opec gehören derzeit 13 Staaten an. Um den Preisverfall zu stoppen, müssten Mitglieder und Nicht-Mitglieder künftig zusammenarbeiten, sagt Opec-Generalsekretär Abdullah al-Badri.

(Foto: dpa)

LondonDie Opec drängt ihr nicht angeschlossene Öl-Staaten zur Zusammenarbeit, um einen anhaltenden Verfall des Ölpreises zu stoppen. Man müsse das Problem des weltweiten Überangebots gemeinsam angehen, sagte der Generalsekretär der Organisation erdölexportierender Länder (Opec), Abdullah al-Badri, am Montag auf einer Konferenz in London.

„Wie man bei vergangenen Zyklen sehen konnte, steigen die Preise, sobald der Überhang kleiner wird.“ Das sei auch wichtig für Investitionen in neue Felder. „So, wie die Preise derzeit sind, ist klar, dass nicht alle der notwendigen künftigen Investitionen machbar sind.“

Die Chancen für ein eigenes Opec-Krisentreffen stehen unterdessen offenbar nicht gut. Bislang unterstütze den entsprechenden Antrag von Venezuela nur ein Mitglied, sagte Indonesiens Opec-Gouverneur Widhyawan Prawiraatmadja in Jakarta. Die Antworten der anderen Staaten stünden noch aus. Mehrere Golf-Staaten haben den Vorstoß zurückgewiesen.

Wegen des weltweiten Überangebots kostet Öl so wenig wie seit Jahren nicht mehr. Die Opec, der derzeit 13 Staaten angehören, habe im vergangenen Jahr zwar zum Überangebot beigetragen, sagte Al-Badri. Der Großteil sei aber auf die Länder zurückzuführen, die keine Opec-Mitglieder seien.

  • rtr
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