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Premium Opec kann Preisverfall nicht stoppen Chaos am Ölmarkt

Die Opec kann trotz Förderkürzung den Preisverfall beim Öl nicht aufhalten. Dahinter stecken nicht nur Überkapazitäten, sondern auch Sorgen um die Weltkonjunktur. Und auch in den eigenen Reihen wird Sabotage betrieben.
22.06.2017 - 06:12 Uhr
Das nordafrikanische Land fördert so viel wie seit vier Jahren nicht mehr. Quelle: picture alliance/ASSOCIATED PRESS
Arbeiter auf einer Erdölraffinerie im Osten Libyens

Das nordafrikanische Land fördert so viel wie seit vier Jahren nicht mehr.

(Foto: picture alliance/ASSOCIATED PRESS)

Frankfurt Khalid Al-Falih bemüht sich seit Monaten darum, ein makelloses Bild als Opec-Präsident abzugeben. Die Ölmärkte mögen verrückt spielen, die Preise gar auf ein Sieben-Monats-Tief sacken, doch der saudische Ölminister demonstriert Gelassenheit: Die Entwicklung gehe in die richtige Richtung.

Die Opec halte Kurs. Es dauere eben, bis die Kürzungsmaßnahmen ihre wahre Wirkung entfalten, sagte er zu Beginn dieser Woche in einem Interview.

Die demonstrative Gelassenheit kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass dem Vertreter des bedeutendsten Opec-Mitglieds die Kontrolle aus den Händen gleitet. Seit Januar versucht das Ölkartell vergeblich, das Überangebot am Markt mit einer Förderkürzung abzubauen. Auch die Tatsache, dass das Abkommen bis Ende März 2018 verlängert wurde, schafft keine Abhilfe. Gebeutelt von Produktionssteigerungen in den USA und Sorgen um die Weltkonjunktur droht der Ölmarkt im Chaos zu versinken.

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