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Opec-Treffen in Wien Saudis wollen Ölpreis-Absturz stoppen

Die Opec-Staaten sollen weniger Öl fördern – das möchte zumindest Saudi-Arabien. Beim Treffen der Ölminister am Freitag in Wien will das Land Druck machen. Händlern macht das offenbar Mut – der Ölpreis steigt.
03.12.2015 Update: 03.12.2015 - 09:30 Uhr
Die Opec liefert derzeit rund ein Drittel des weltweiten Rohöls. Quelle: dpa
Opec

Die Opec liefert derzeit rund ein Drittel des weltweiten Rohöls.

(Foto: dpa)

Wien Saudi-Arabien arbeitet an einem Vorschlag für eine Stabilisierung des Ölmarktes. Dieser sieht unter anderem die Forderung an die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) Iran und Irak vor, ihre Produktion zu senken, berichtet der Branchendienst „Energy Intelligence” am Donnerstag. Konkret heißt es, dass die gesamte Opec-Produktion um rund eine Million Barrel pro Tag reduziert werden könnte.

Auch Produzenten, die nicht Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder sind wie Russland, würden einbezogen. Der Vorschlag wäre das erste konkrete Kompromiss-Signal Saudi-Arabiens, das sich bislang Forderungen nach einer Intervention zum Stopp des Ölpreisverfalls widersetzt hat.

Der Haken: Es wird wohl ziemlich schwer sein, den Vorschlag konkret umzusetzen. Denn die Opec-Staaten streiten sich darüber, welches Mitglied nun seine Ölproduktion drosseln soll und wie stark. Noch lässt Saudi-Arabien seine Ölproduktion auf Hochtouren laufen, um seinen Marktanteil zu verteidigen.

Diese Rohstoffpreise sind im freien Fall
Platz 20: Stahl
1 von 21

Kein anderer Rohstoff hat von Januar 2015 bis November 2015 so stark nachgegeben wie Stahl. Die Verluste belaufen sich auf fast 40 Prozent. Verantwortlich für den Preisverfall ist die absackende Nachfrage aus China. Zudem etabliert sich das Reich der Mitte immer mehr als Stahlanbieter, denn -nachfrager. Der Preis für eine Tonne des Rohstoffs nähert sich daher dem tiefsten Stand seit zehn Jahren. Eine Stabilisierung der Preise ist dennoch nicht in Sicht. Die Stahlhersteller rechnen auch im kommenden Jahr mit fallenden Preisen.

Preisentwicklung (seit Jahresanfang 2015 bis Ende November 2015): - 38,5 Prozent

(Foto: dapd)
Platz 19: Erdgas
2 von 21

Der bisher milde Winter sorgt für einen Nachfragerückgang beim Erdgas. Industriegase-Unternehmen wie Linde leiden darunter.

Preisentwicklung: - 33,4 Prozent

(Foto: dpa)
Platz 18: Platin
3 von 21

Die hohen Fördermengen südafrikanischer Minen drücken den Platinpreis. Im Jahr 2015 hat sich das Edelmetall zeitweise um über 30 Prozent verbilligt. Rohstoffexperten erwarten jedoch im kommenden Jahr eine Preiserholung. Denn die Nachfrage nach Platin aus dem Automobil- und Industriesektor wird 2016 aller Voraussicht nach steigen.

Preisentwicklung: - 32,4 Prozent

(Foto: obs)
Platz 17: Palladium
4 von 21

Nach dem VW-Abgasskandal erlebte Palladium eine kurzfristige Hausse. Denn Palladium ist einer der Bestandteile, die die Autohersteller in ihre Dieselkatalysatoren verbauen. Die Kurserholung hielt allerdings nicht lange an. Denn wie Platin leidet auch Palladium unter einem Überangebot. Doch im Gegensatz zu Platin rechnen Analysten im Jahr 2016 nicht mit einer Erholung der Palladiumpreise, da die Nachfrage in China wahrscheinlich zurückgehen wird.

Preisentwicklung: - 31,7 Prozent

(Foto: obs)
Platz 16: Eisenerz
5 von 21

Der Nachfragerückgang bei Stahl wirkt sich unmittelbar auf die Eisenerzpreise aus. Denn Eisenerz ist ein elementarer Bestandteil bei der Stahlproduktion. Der Preis rutschte daher mit 39,28 Dollar pro Tonne auf den tiefsten Stand aller Zeiten. „Die Stabilisierung der chinesischen Stahlpreise sind der Schlüssel für einen Stimmungsumschwung am Eisenerz-Markt“, schrieben die Analysten der ANZ Bank in einem Kommentar. „Um dies zu erreichen, muss die Branche aber ihren Ausstoß verringern.“ Doch genau das tut sich nicht. Dahinter steckt ein Verdrängungswettbewerb. Das Kalkül: Die größeren Rohstoffunternehmen wollen kleine Rivalen entweder aus dem Markt drängen oder einverleiben.

Preisentwicklung: - 29,8 Prozent

(Foto: dpa)
Platz 15: Kaffee
6 von 21

Die Baisse an den Rohstoffmärkten macht auch vor Kaffee nicht halt. Doch die Zeichen stehen gut, dass sich der Preis künftig erholen könnte. Denn aufgrund des Wetterphänomens El Niño wird die Produktion in Kolumbien zurückgehen. Die weltweite Nachfrage hingegen geht kaum zurück und dürfte in den Wintermonaten 2015/16 noch steigen, da der Kaffeekonsum in der kalten Jahreszeit in der Regel zunimmt.

Preisentwicklung: - 28,7 Prozent

(Foto: dpa)
Platz 14: Kupfer
7 von 21

China fragt nicht nur weniger Stahl nach. Auch Kupfer ist bei chinesischen Unternehmen nicht mehr so begehrt. Das liegt vor allem am Wachstumsrückgang im Reich der Mitte. Selbst chinesische Kupferunternehmen drosseln bereits ihre Kupferproduktion, weil sie im eigenen Land immer weniger Abnehmer finden. 200.000 Tonnen wollen die Konzerne im Jahr 2016 weniger produzieren. Aus diesem Grund ist 2016 allenfalls mit einer Stabilisierung des Preises zu rechnen.

Preisentwicklung: - 27,6 Prozent

(Foto: dpa)

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