Pimco Euro-Parität zum Dollar 2015 möglich

Eine gewagte Prognose: Noch in diesem Jahr könne es zu einer Parität zwischen Dollar- und Euro-Kurs kommen, schätzt die Allianz-Tochter Pimco. Grund dafür ist die unterschiedliche Strategie der Notenbanken.
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Der US-Vermögensverwalter Pimco hält einen paritätischen Euro-Dollar-Kurs noch in diesem Jahr für möglich. Quelle: Reuters
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Der US-Vermögensverwalter Pimco hält einen paritätischen Euro-Dollar-Kurs noch in diesem Jahr für möglich.

(Foto: Reuters)

FrankfurtDer Dollar wird dem Vermögensverwalter Pimco zufolge weiter zulegen. „Eine Parität ist 2015 durchaus möglich“, sagte Andrew Bosomworth, Ökonom bei der Allianz -Tochter, am Donnerstag. Die Unterschiede in der Geldpolitik zwischen den USA und dem Euroraum stärkten den Greenback. Die US-Notenbank Fed dürfte bereits im September die Zinswende einläuten. Dagegen hält die Europäische Zentralbank (EZB) die Geldschleusen weiter offen. Sie pumpt über das sogenannte Quantitative Easing (QE) monatlich rund 60 Milliarden Euro in die Finanzmärkte. Außerdem erhielt die Notenbank vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) grünes Licht zum Kauf von Anleihen kriselnder Euro-Staaten. Der Euro notierte am Donnerstag bei 1,12 Dollar.

Was Sie über den Devisenhandel wissen müssen
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Weltweiter Riese

Der Devisenmarkt ist der liquideste Markt der Welt. Währungen werden an diesem Foreign Exchange (FX) direkt oder indirekt zwischen den einzelnen Marktteilnehmern gehandelt.

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Wer handelt da?

Dominiert wird der Devisenmarkt von großen, institutionellen Investoren wie Banken, Hedge- oder Investmentfonds. Wichtig sind insbesondere die Zentralbanken, die über Devisenkäufen oder –verkäufe ihre Währungen zu stützen. Vor allem bei asiatischen Zentralbanken sind diese sogenannten Devisenmarktinterventionen üblich. Privatanleger können allerdings auch am Währungsmarkt aktiv werden, wie etwa die Causa Uli Hoeneß gezeigt hat.

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Wie Privatanleger in den Handel einsteigen

Für den direkten Handel am Devisenmarkt wird ein Depot bei einem entsprechenden Broker benötigt. Immer mehr Online-Broker bieten solche Depots an, Anleger müssen genau hinschauen, um seriöse Angebote herauszufiltern. Verbreiteter ist der indirekte Handel über Derivate. Hier bestehen verschiedene Möglichkeiten.

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Mit welchen Derivaten gehandelt werden kann

Wer die einzelnen Währungspaare nicht direkt kaufen oder verkaufen will, muss auf Derivate ausweichen. Das geht beispielsweise mit Hilfe von Devisenoptionen, also strukturierten Produkten. Mit ihnen erwirbt der Anleger das Recht, eine bestimmte Währung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Wert zu kaufen oder zu verkaufen. Er ist allerdings nicht dazu gezwungen. Eine Kaufoption wird als Call bezeichnet, bei einer Verkaufsoption handelt es sich um einen Put. Grundsätzlich handelt es sich dabei um Wetten auf eine bestimmte Kursentwicklung.

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Was sind Margins?

Eine Margin fordern Banken von ihren Kunden, wenn diese Devisen handeln wollen. Es handelt sich dabei also um Geld, welches zur Absicherung der Geschäfte bei der Bank hinterlegt werden muss. Privatkunden müssen mit Margins von etwa 0,5 bis 2,5 Prozent rechnen. Wer also mit 100.000 Euro Währungen handeln will, muss bei einem Satz von einem Prozent 1000 Euro bei der Depotbank hinterlegen.

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Welche Risiken bestehen?

Wie der Fall Hoeneß gezeigt hat, lassen sich mit Währungsgeschäften zwar sehr schnell viele Millionen erwirtschaften, die Gewinne können sich aber auch genauso schnell wieder in Luft auflösen. Denn oft reichen kleine Kursbewegungen aus, um das Verhältnis zwischen Gewinnen und Verlusten im eigenen Depot zu kippen. Und gerade der Devisenmarkt ist ständig in Bewegung.

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Warum ist der Markt so volatil?

Die starken Schwankungen am Devisenmarkt resultieren aus den zahlreichen Einflussfaktoren, die darauf einwirken. Nicht nur die Zinsen und geldpolitische Entscheidungen können den Wechselkurs beeinflussen, auch politische Ereignisse wie Kriege, die Inflationsrate oder Naturkatastrophen können Währungskurse bewegen.

  • rtr
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1 Kommentar zu "Pimco: Euro-Parität zum Dollar 2015 möglich"

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  • Wenn´s den Euro noch geben sollte, wäre er unter Parität.

    Wahrscheinlich gibt es ihn nicht mehr, weil die Gemeinschaftswährung bald schon am Ende ist.
    Nie funktionierte eine solche unter souveränen Nationen. Alle Versuche scheiterten, denn neben dem stark unterschiedlichen Volkscharakter ist es die völlig abweichende Wirtschaft - Produktivität (siehe Griechenland), Wissen und Können etc - sowie die eigene Politik, Verfassungen und Gesetze, die jede Kongruenz verhindern.

    Die erhoffte Wirkung der Konversionstheorie blieb aus. Im Gegenteil entwickelte sich Europa infolge des Euro auseinander.

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