Preise ziehen an Das Diamantenfieber kehrt zurück

Nach seinem beispiellosen Absturz vor zwei Jahren zeigt der Diamantenmarkt deutliche Zeichen einer durchgreifenden Erholung. Das jüngste Indiz dafür liefert Rio Tinto: Das britisch-australische Bergbauhaus steckt rund 1,5 Mrd. Dollar in den Ausbau einer Diamantenmine in Westaustralien.
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A girl's best friend: Auch Marilyn Monroe hatte 1953 im Film "Blondinen bevorzugt" das Diamantenfieber gepackt. Quelle: INTERFOTO

A girl's best friend: Auch Marilyn Monroe hatte 1953 im Film "Blondinen bevorzugt" das Diamantenfieber gepackt.

KAPSTADT. Daneben wird der weltweit drittgrößte diversifizierte Rohstoffkonzern größere Summen in Diamantenprojekte in Indien, Simbabwe, Kanada und Finnland pumpen. Bruce Cox, der Managing Director von Rio Tinto, sprach am Montag von einem "robusten" Ausblick der Branche insgesamt.

Die Erholung des Marktes ist umso bemerkenswerter als Diamanten sich in der Finanzkrise - anders als Gold - für Anleger nicht als ein sicherer Hafen erwiesen hatten. Statt dessen war die Nachfrage wie bei den meisten anderen Luxusgütern kollabiert. Seit Ende 2009 hat sich die Lage am Markt jedoch spürbar entspannt. Bereits das Weihnachtsgeschäft lief besser als erwartet und übertraf in den USA die Vorjahreszahlen um mehr als fünf Prozent.

Im Gegensatz zu den Preisen für geschliffene Diamanten sind die Preise für Rohdiamanten seit Jahresbeginn um fast 40 Prozent gestiegen. Allerdings liegt dies mehr an den von vielen Förderern vorgenommenen Produktionskürzungen. Schon zu Jahresbeginn hatte Rapaport, der führende Informationsdienstleiter im Diamantenmarkt, einen ersten Anstieg der Preise für geschliffene Diamanten in New York gemeldet. Während die Preise in diesem Marktsegment letztes Jahr durchschnittlich nur um fünf Prozent zulegten, kletterten Rohdiamanten wegen der drastisch reduzierten Fördermenge und dem damit verbundenen knappen Angebot gleich um 80 Prozent.

China: Diamant zur Verlobung

Auch der internationale Branchenverband Antwerp World Diamond Centre bestätigt die angezogene Nachfrage. Vor allem in den USA, dem bislang größten Markt, sei die Nachfrage nach geschliffenen Diamanten - gemessen in Dollar - allein im ersten Quartal um fast 50 Prozent gestiegen. Noch wichtiger sei jedoch die sprunghaft gestiegene Nachfrage aus dem Fernen Osten. Sowohl im Hinblick auf den Karatgehalt wie auf den Wert habe das Volumen der im ersten Quartal nach Hongkong und China verkauften Diamanten stark angezogen.

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1 Kommentar zu "Preise ziehen an: Das Diamantenfieber kehrt zurück"

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  • 1 Karat = 200 Gramm ???!!!!
    0,2 Gramm = 1 Johannisbrotsamenkorn wäre richtiger

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