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Psychologisch wichtige Marke Aussicht auf größere Förderung: Ölpreis sinkt unter 50 Dollar

Die Aussicht auf eine Erhöhung der Opec-Rohölförderung hat den US- Ölpreis am Montag deutlich unter die Marke von 50 Dollar gedrückt.

HB WIEN. Ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kostete am Vormittag in New York 49,82 US-Dollar. Das waren 67 Cent weniger als zu Handelsschluss am Freitag. Damit hat sich der Ölpreis deutlich von seinem Anfang April erreichten Rekordstand von mehr als 58 Dollar entfernt.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hatte zuvor bekannt geben, dass sie wegen der erwarteten höheren Nachfrage ihre Produktion im Mai um zusätzlich 500 000 Barrel (je 159 Liter) am Tag erhöhen werde. Das sagte Opec-Präsident Scheich Ahmed Fahed el-Sabah am Montag in Kuwait. Ein Opec-Sprecher bestätigte, diese zusätzliche Förderung sei zwischen den Opec-Mitgliedern informell beschlossen worden und könne bereits zum 1. Mai beginnen. Über eine offizielle Anhebung der Förderquote werde bei der nächsten Sitzung im Juni beraten.

Das Unterschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 50 Dollar hat Händlern zufolge den Abwärtsdruck verstärkt. Zudem sorgte die Aussicht auf eine höhere Opec-Förderung für eine Entspannung am Markt. „Trotz des deutlichen Rückgangs steht kein Einbruch der Rohölnotierungen bevor“, dämpfte Händler Robert Montefusco beim Brokerhaus Sucden zu hohe Erwartungen.

Auch Opec-Öl ist wieder billiger geworden. Am Freitag kostete ein Barrel (159 Liter) 47,08 US-Dollar, 42 Cent weniger als am Vortag. Die sinkende Tendenz schlägt sich auch im Wochendurchschnitt nieder. Der Durchschnittspreis lag in der zweiten Aprilwoche nach Opec- Angaben bei 48,84 Dollar. Das ist ein Rückgang von 3,21 Dollar im Vergleich zur ersten Aprilwoche, als der Durchschnittspreis die Rekordmarke von 52,05 Dollar erreichte.

Nach dem scharfen Einbruch der Aktienkurse Ende vergangener Woche haben die G7-Finanzminister am Wochenende eindringlich vor den Gefahren durch hohen Ölpreise und globale Ungleichgewichte gewarnt. „Öl ist das größte Konjunkturrisiko“, hatte Bundesfinanzminister Hans Eichel gesagt.

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