Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Reservewährungen G7 ebnen Weg für Aufnahme von Renminbi

Die G7 sind bereit dazu, den Renminbi in den IWF-Währungskorb aufzunehmen. Zuvor müsse man aber die technischen Voraussetzungen und Kriterien überprüfen. Eine Entscheidung im Herbst wird es aber wohl nicht geben.
Kommentieren
Die USA als größter Aktionär des IWF und andere westliche Staaten werden China vor, den Wechselkurs künstlich niedrig zu halten. Quelle: Reuters
Renminbi

Die USA als größter Aktionär des IWF und andere westliche Staaten werden China vor, den Wechselkurs künstlich niedrig zu halten.

(Foto: Reuters)

Dresden China kann sich Hoffnungen auf eine Aufnahme des Renminbi in den Kreis der großen Reservewährungen machen. Die sieben führenden Industrieländer (G7) signalisierten auf ihrem Finanzgipfel in Dresden ihre grundsätzliche Unterstützung für den Wunsch der Regierung in Peking, den Renminbi in den Währungskorb des Internationalen Währungsfonds (IWF) aufzunehmen. Es bestehe in der G7 „völlige Einigkeit“, dass man einem solchen Schritt grundsätzlich positiv gegenüberstehe, sagte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Freitag. Auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann erklärte, über dieses Ziel bestehe Übereinstimmung.

Allerdings wiesen Schäuble und Weidmann darauf hin, dass zuvor die technischen Voraussetzungen und Kriterien genau geprüft werden müssten. Der Finanzminister zeigte sich zudem zurückhaltend, ob der IWF über den Schritt schon im Herbst befinden könne. Das halte er für „etwas optimistisch“. Bei den Kriterien geht es um den internationalen Rang des Renminbi als Exportwährung und seine freie Verwendbarkeit.

Am Mittwoch hatte US-Finanzminister Jack Lew erklärt, China werde sich in dieser Frage noch gedulden müssen. Die Wechselkurspolitik des Landes habe in der Vergangenheit Grund zu beträchtlicher Sorge gegeben. Die angestrebte Liberalisierung müsse daher den Praxistest noch bestehen.

Damit zahlt die Welt
Platz 10: Singapur Dollar
1 von 10

Das asiatische Land gilt als einer der begehrtesten Finanzstandorte der Welt. Wenig Regulierung, viele Banken und die geografische Nähe zu China locken zahlreiche Investoren. Im Dezember 2014 wurden laut „Swift Watch“ 0,9 Prozent des globalen Zahlungsverkehrs in Singapur Dollar abgewickelt.

(Foto: dpa)
Platz 9: Hongkong Dollar
2 von 10

Auf Hongkong treffen fast die gleichen Eigenschaften wie auf Singapur zu. Dementsprechend oft wurde mit der asiatischen Währung bezahlt. In Hongkong-Dollar wurden 1,3 Prozent des weltweiten Zahlungsverkehrs abgewickelt. Im Vorjahreszeitraum waren es etwa ein Prozent.

(Foto: dpa - picture-alliance)
Platz 8: Schweizer Franken
3 von 10

Die Schweizer Währung hat nach der Loslösung vom Euro-Kurs an Attraktivität verloren. Der Schweizer Franken wertete im Anschluss dramatisch auf. Im Dezember landete die Währung hinsichtlich des Zahlungsverkehrs mit 1,4 Prozent auf dem achten Platz. Ein Jahr zuvor wurden noch 1,8 Prozent der weltweiten Bezahlungen in Schweizer Franken abgewickelt, womit die Währung auf den sechsten Platz landete.

(Foto: dpa)
Platz 7: Australischer Dollar
4 von 10

Australien hat eine funktionierende Wirtschaft. Zu verdanken hat das Land das vor allem dem nachhaltig starken Wachstum vieler asiatischer Länder. China gehört zu den Hauptgeschäftspartnern von Australien. Solange die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wächst, wächst auch Australiens Wirtschaft. Kein Wunder also, dass 1,8 Prozent der Bezahlungen auf diesem Planeten in Australischen Dollar getätigt werden.

(Foto: AFP)
Platz 6: Kanadischer Dollar
5 von 10

Kanada zählt zu den größten Volkswirtschaften der Welt. Der Nachbarstaat der USA mischt daher auch im Bereich des Zahlungsverkehrs bei den Größten mit. 1,9 Prozent aller Zahlungen auf dieser Welt wurden mit Kanadischen Dollar realisiert.

(Foto: Reuters)
Platz 5: Yuan
6 von 10

Den größten Sprung im Dezember 2014 machte der chinesische Yuan. Von Platz 13 im Januar 2013 nahmen die Zahlungen so stark zu, dass der Yuan im Dezember 2014 auf den fünften Platz vorrückte. 2,2 Prozent der weltweiten Zahlungen wurden in Yuan abgewickelt.

(Foto: ap)
Platz 4: Yen
7 von 10

Noch gehört Japan zu den stärksten Volkswirtschaften der Welt. Doch die jahrzehntelange Deflation macht dem Land zu schaffen. Japans Ministerpräsident Shinzo Abe versucht mit einer aggressiv expansiven Geldpolitik dies zu ändern. Allerdings sind die Erfolge allenfalls kurzfristiger Natur. Der japanische Yen war nichtsdestotrotz eines der beliebtesten Zahlungsmittel im Dezember 2014. 2,7 Prozent der Zahlungen wurden mit Yen-Banknoten getätigt.

(Foto: Reuters)

Der IWF hat China aufgefordert, in den kommenden Jahren für einen freien Wechselkurs zu sorgen. Der Renminbi ist gegenwärtig eng an den Dollar gekoppelt. Die USA als größter Aktionär des IWF und andere westliche Staaten werden China vor, den Wechselkurs künstlich niedrig zu halten. Damit verschaffe sich das Land im Welthandel unfaire Wettbewerbsvorteile, weil es seine Produkte günstiger anbieten könne.

Der IWF-Währungskorb bildet die Basis für den Wert der Kunstwährung des Fonds, im Fachjargon SZR genannt. Zurzeit enthält er vier Währungen: Dollar, Euro, Yen und Pfund. Eine Aufnahme des Renminbi würde der Volksrepublik auch einen Prestigegewinn verschaffen.

Der Handelsblatt Expertencall
  • rtr
Startseite

Mehr zu: Reservewährungen - G7 ebnen Weg für Aufnahme von Renminbi

0 Kommentare zu "Reservewährungen: G7 ebnen Weg für Aufnahme von Renminbi"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.