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Rohstoffe als Krisenwährung Gold ist gefragt wie lange nicht

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Beflügelt die Angst vor einer Krise das Gold?

Allein in Edelmetall-ETFs – also an der Börse gehandelten Indexfonds – legten Investoren im Januar 926 Millionen Dollar an. Die Positionen in Gold-Indexfonds sind auf mehr als 1500 Tonnen gestiegen, den höchsten Stand seit November 2015.

Damit kehrt sich der Trend aus dem vergangenen Jahr um. 2015 hatte der Preis für Gold um zehn Prozent nachgegeben. Er schlitterte im Dezember auf ein Fünfjahrestief. Ein aufgewerteter Dollar, und die stagnierende Inflation in den USA haben die Nachfrage nach dem Edelmetall abreißen lassen. Zudem sanken die Lebenshaltungskosten in den USA unerwartet, angeführt von einem Preisverfall der Rohstoffe.

Angetrieben wurde der Preisverfall unter anderem von der Zinswende in den USA, die die Fed-Vorsitzende Janet Yellen schließlich im Dezember eingeläutet hatte. Für 2016 kündigte sie zudem weitere Zinsschritte an.

Eigentlich sind dies schlechte Nachrichten für Gold: Höhere Zinsen locken Anleger in festverzinste Papier – und ziehen sie aus dem Gold ab. Schließlich werden bei dem Rohstoff ungleich den Wertpapieren keine Zinserträge fällig. Doch der Präsident der Fed in Boston, Eric Rosengren, räumte Anfang 2016 ein, dass die geplanten Zinsschritte in Gefahr seien. Grund: die schwachen Konjunkturdaten der USA.

In einem Interview mit Bloomberg erklärte der Milliardär und Investor George Soros, dass die Gefahr einer weltweiten Deflation steige. Die langsamer wachsende Wirtschaft in China, die anhaltende Baisse beim Ölpreis und Währungsabwertungen nannte er als Gründe. Der Goldpreis steigt zudem auch wegen der Furcht, dass die aktuellen Krisen an den Märkten die Weltwirtschaft anstecken könnten.

Citigroup erhöhte seine Goldpreisprognose in diesem Jahr bereits um 7,5 Prozent auf 1.070 Dollar. Die Verwerfungen, so schreibt es die Bank in einem Bericht, werden den Preis im ersten Quartal zwar stützen. Doch ein stärkerer Dollar werde die Rally gegen Ende des Jahres beenden.

Auch Rob Hawort, ein Investment-Stratege bei US Bank Wealth Management (128 Milliarden Dollar verwaltetes Anlagevermögen), glaubt noch nicht an eine nachhaltige Erholung des Goldes. „Es gibt jetzt einen kurzfristigen Sprung wegen der Verluste beim Öl und am Aktienmarkt. An der Ausgangslage wie den Erwartungen an die Inflation hat sich aber nichts geändert“, sagt Hawort.

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