Rohstoffe Bundesbank hortet den Goldschatz

Die Bundesbank trennt sich trotz aktueller Höchststände nicht im großen Stil von ihren Goldreserven. Politiker hatten in der Vergangenheit immer wieder einen möglichen Verkauf angeregt. Mehr als 3000 Tonnen hortet die Bundesbank.
6 Kommentare
Die Deutsche Bundesbank wird auch im kommenden Jahr nicht mehr Goldreserven verkaufen. Quelle: dpa

Die Deutsche Bundesbank wird auch im kommenden Jahr nicht mehr Goldreserven verkaufen.

(Foto: dpa)

HB FRANKFURT. Die Bundesbank wartet weiter ab: Die Deutschen sitzen weiter auf einem mehr als 3000 Tonnen schweren Goldberg. Die Bundesbank werde in den kommenden zwölf Monaten abermals nur 6,5 Tonnen des Edelmetalls an das Finanzministerium verkaufen, sagte eine Bundesbank-Sprecherin am Montag in Frankfurt. Die Bundesbank, die die deutschen Goldreserven verwaltet, hatte die gleiche Summe bereits im Goldgeschäftsjahr 2009/2010 veräußert.

Nach dem sogenannten Goldabkommen der Notenbanken, dessen Geschäftsjahr immer im September endet, dürfen die teilnehmenden 19 Zentralbanken pro Jahr maximal 400 Tonnen Gold abgeben. Der Goldschatz der Bundesbank ist rund 3400 Tonnen schwer. Die Bundesrepublik gehört damit zu den Staaten mit dem größten Goldbesitz. Spitzenreiter sind die USA. Schätzungen des World Gold Councils zufolge verfügen die Notenbanken in aller Welt und der Internationale Währungsfonds (IWF) über insgesamt 30 000 Tonnen des Edelmetalls.

Das Gold der Bundesbank war in der Vergangenheit immer wieder von der Politik ins Spiel gebracht worden, wenn es darum ging, Defizite des Staatshaushalts zu schließen und Schulden abzubauen. Bislang hat die Bundesbank stets alle politischen Begehrlichkeiten zurückgewiesen. Wegen des zuletzt kräftigen Anstiegs des Goldpreises sind die entsprechenden Vermögen der Notenbanken zuletzt in die Höhe geschnellt. Am Montagmorgen kostete die Feinunze Gold an den Rohstoffmärkten erstmals mehr als 1300 Dollar.

Startseite

6 Kommentare zu "Rohstoffe: Bundesbank hortet den Goldschatz"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Der soganannte Goldschatz Deutschlands beinhaltet mehr Fragen als Antworten und dient der irreführung der bevölkerung. Wo bleibt die nationale Sicherheit wenn das Gold in den USA lagert? in den letzten Tagen lese ich, dass die Verpflichtungen aus dem 1. WK getilgt sind. Was ist mit dem 2.WK? Wieso nutzt man nicht das Gold, was ja nach bretton Woods kein Zahlungsmittel mehr ist, zur Schuldentilgung um endlich frei von den horenden jährlichen Zinnszahlungen zu machen. Das System der ewigen Verschuldung ist morsch, unsozial und dient einigen wenigen Schattengestalten..

  • Die Frage ist nur wieviel von den 3.400 t, wenn diese nicht verleast sind, Wolframbarren sind (Wolframkern)?
    in den USA gibt es ein Notstandsgesetz welches besagt daß, wenn solcher eintritt, jeder ausländische besitz konfisziert werden kann. Ob das auch die Wolfr.. äh Goldbarren Deutschlands betreffen wird?

  • Das bei der FED gelagerte Gold der bundesrepublik Deutschland könnte problemlos auch in Deutschland gelagert werden, wenn .......

    Es dient somit offensichtlich als Pfand für irgendeine Verpflichtung Deutschlands, die der Oeffentlichkeit unbekannt ist.
    (WK ii, Holocaust etc.)
    in einem echten Krisenfall werden wir sehen, ob das Gold wirklich verfügbar ist.

  • Haha, das ich nicht lache. Die bundesbank bezeichnet die Position in ihrer bilanz mit "Gold und Goldforderungen". Der eigentliche Schatz wurde zur Verwahrung an die Fed abgegeben und kann nicht mehr ausgehändigt werden.

  • Dann rechne mal aus was das in Euro ergibt, reicht unserem bund gerade mal um 2 Jahre neue Schulden zu machen.
    Und wenn es vermehrt an den Markt ginge würde der Preis schnell verfallen.
    Es ist ein reines Vertrauensprodukt.
    Aber so soll es ja auch sein.

  • ich bin sehr froh, dass die bundesbank den Goldschatz "hortet". Wäre es in der Vergangenheit nach den Politikern gegangen, wären große Teile dieses Goldschatzes schon vor Jahren zu wesentlich niedrigeren Kursen als der aktuelle veräußert worden. Und ich bin überzeugt, dass unsere Staatsverschuldung dennoch nicht nennenswert niedriger wäre!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%