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Rohstoffe Die Flucht ins Gold wird anhalten

Gold gilt für Anleger als sicherer Hafen. Insbesondere Europäer nutzen das Edelmetall zur Wertsicherung in der Krise. Zu den starken Nachfragern bei Goldschmuck gehören dagegen die Chinesen.
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Gold gilt als sichere Anlage, die Nachfrage steigt. Quelle: dpa

Gold gilt als sichere Anlage, die Nachfrage steigt.

(Foto: dpa)

DüsseldorfWeltweit stürzen sich Investoren auf Gold als sicheres Wertaufbewahrungsmittel. Damit haben sie im dritten Quartal die Nachfrage auf einen Rekordwert getrieben. Mit 1.053,9 Tonnen lag sie sechs Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. International nahm die Investorennachfrage um 33 Prozent zu. Laut einer Analyse des World Gold Council führte insbesondere in Europa die Schuldenkrise in der Euro-Zone zu einem Run auf das Edelmetall - die Anleger kauften Gold im Wert von 4,6 Milliarden Dollar. Das sind 135 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

"Erwartungsgemäß waren Investoren im dritten Quartal der zentrale Treiber für die Goldnachfrage", sagt Marcus Grubb, Manager beim World Gold Council. Gründe dafür seien die steigenden Inflationsraten, die Herabstufung der Kreditwürdigkeit der USA, die Schuldenkrise in der Euro-Zone und die magere Entwicklung anderer Anlagen. "Wahrscheinlich werden Investoren weiterhin in Gold investieren, um sich vor der Unsicherheit an den Märkten zu schützen", sagt Grubb.

Die hohe Nachfrage ließ auch den Preis für das Edelmetall steigen. Im vergangenen Quartal legte er im Durchschnitt um 39 Prozent auf 1.702,12 Dollar zu. Experten rechnen sogar mit einem weiteren Preisanstieg, da die Unsicherheit an den Märkten anhält und die Angst vor einer Inflation steigt.

Großen Appetit auf Gold zeigten in den vergangenen Monaten vor allem die Zentralbanken. Allein im dritten Quartal kauften sie etwa 148 Tonnen Gold, Tendenz steigend. Auch dadurch wurde das Angebot am Markt verknappt und der Preis nach oben getrieben.

Während Anleger sich über den hohen Goldpreis freuten, drückte er jedoch die Kauflaune der Verbraucher. Die Nachfrage nach Goldschmuck sank um zehn Prozent auf 465,6 Tonnen. Entgegen dieser allgemeinen Entwicklung interessierten sich die Chinesen stärker für goldenen Schmuck. In China wurde ein Plus von 13 Prozent verzeichnet, in Indien sank die Nachfrage dagegen um 26 Prozent.

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Europäer sind die größten Gold-Fans
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26 Kommentare zu "Rohstoffe: Die Flucht ins Gold wird anhalten"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Beim EURO halten lauern gefahren...
    Was hat Angie gesagt: "Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt."
    Das heisst auf Gut Deutsch ich muss euch einiges weg nehmen. Das geht durch Inflation und Steuern. Das sind noch die besseren Tage.
    Der Kampf um den Euro ist als eine Schupserei der Taschentrickdiebe zu sehen, während sie hinschauen, nimmt der dritte ihnen den Geldbeutel ab.
    Die Polizei warnt das Juncker, Merkel, Schäuble und Co. schon Kriminell auffällig geworden sind.

  • Gold kauft man mehrwertsteuerfrei, die Ausgabeaufschläge liegen bei 250g Barren bei ca. 2,5% (anders als hier im Forum behauptet), es fällt nach einem Jahr Haltefrist keine Spekulationssteuer an, Gewinne sind abgeltungssteuerfrei.

    Man kann Gold bis 15.000 € pro Deal anonym und in bar kaufen. Niemand weiss, ob und wieviel man davon hat. Es ist leicht transportabel und bei Grenzübertritt bis 10.000€ Wert (noch) nicht deklarationspflichtig. Und von Goldbarren im Safe gibt es keine Denunzianten CDs.

    Aus meiner Sicht sollte man mindestens 10-15% des Barvermögens in Gold halten. Zinsen sind manipulativ niedrig und zudem steuerpflichtig. Auch Bundesanleihen sind bei diesem Niedrig-Zins mittlerweile Zockerpapiere. Nichts ist mehr sicher. Überlegen Sie mal, was mit den Kursen dieser Staatspapiere passiert, wenn der EFSF platzt, die Bürgschaften fällig werden und auch Deutschland von den Ratingagenturen drastisch heruntergestuft wird. Dann steigen die Zinsen und purzeln die Kurse. Und wer bis zur Endfälligkeit halten will, wird über Inflation oder Währungsschnitt barbiert.

    Wenn eine Währungsreform kommt, wird man zudem die Immobilienbesitzer schröpfen. Der Lastenausgleich nach dem Krieg kassierte 50% des Immobilienwertes. Dann gibt es Zwangshypotheken und Massenverkäufe. Dann verkaufen Sie im Ausland Ihr Gold und kaufen hier wieder eine schöne Villa.

  • Fällt mir noch ein, da gib es "Experten" die behaupten: "Gold ist das ultimative Geld !"
    Wir haben und bekommen keinen Goldstandart mehr!!
    Deshalb ist, meiner Meinung nach, diese Aussage der ultimative Schwachsinn!!!
    Fragt Euch wem sie nutzt?!

  • @Kostolany
    Einstein hat's schon vermutet. "Das Weltall und die Dummheit der Menschheit ist unendlich.
    Nur beim Weltall bin ich mir nicht mehr ganz sicher."
    Ich denke: er hatte recht!

  • Aus der Sicht von Außerirdischen müssen das Verrückte sein, die so etwas machen.

  • Gold ist ein Mythos!
    Ein Kilo Gold ist und bleibt natürlich immer ein Kilo Gold. Nur die Kaufkraft, was ich dafür bekomme, schwankt natürlich stark. Siehe Langfristchart. Es ist eine Frage von Angebot und Nachfrage. Gold ist viel "wert" wenn es viele Leute haben wollen. Brauchen im Sinne von verbrauchen tut es fast keiner!
    Dazu folgendes: erst wird Gestein mit riesigem Aufwand aus der Erde gebuddelt, um später Goldbarren daraus zu gießen. Danach werden die Barren wieder in Tresore unter die Erde gebracht und schwer bewacht!
    Und alles für etwas, das eigentlich keiner braucht!
    Was für ein Schwachsinn. Darum bleibt es ein Mythos!
    Ergo: wie alles Andere, what goes up must come down.
    Timing ist Alles und sicher ist nur der Tod!!!
    Und mitgenommen hat auch noch keiner was. Außer vielleicht die Pharaonen.

  • Der Goldpreis fällt obwohl die Unsicherheit wegen der Schuldenkrise sehr hoch ist.
    In den Foren schreiben die Leute vom Big Bang und sogar Lidl verkauft Gold.
    Ich wette nun dagegen :-)

    Grüße,
    Torty

  • Der Letzte sollte es eigentlich begriffen haben: Die Schulden werden weginflationiert! Gold in physischer Form ist nun einmal ein sicheres "Wertaufbewahrungsmittel". Es hat auch die Finanzwirren von zwei Weltkriegen ohne Blessuren überstanden.

  • @AS1

    genau das ist es:

    sie wollen behalten, sie wollen kaufen, ...., wozu ?
    eine vertrauliche email schicken die Ihnen nicht, wenn sie sukzessive verkaufen, solange Ihnen immer noch Dümmere die Barren abnehmen.

  • China ist z. B. Goldproduzent. Die behalten seit einiger Zeit aber lieber ihre eigenen Reservern, anstatt sie im Weltmarkt zu verkaufen. Ihrer Meinung nach müsste China demnach massenweise Gold verkaufen. Das Gegenteil ist aber der Fall. China will bis 2020 seine Goldreserven um ein vielfaches erhöhen.

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