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Rohstoffe Hurrikan Irene sorgt für Nervosität am Ölmarkt

Der gefürchtete Wirbelsturm rast auf die Ostküste der USA zu - und damit auch auf Raffinerien und Ölterminals. Am Markt sorgt das für Nervosität. Anleger warten weiter auf die Rede von US-Notenbankchef Bernanke.
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Der Hurrikan steuert auf die Ostküste der USA zu. Quelle: AFP

Der Hurrikan steuert auf die Ostküste der USA zu.

(Foto: AFP)

FrankfurtHurrikan Irene nimmt Kurs auf die Ostküste der USA - und könnte damit auch am Ölmarkt in den kommenden Tagen für Wirbel sorgen. Zwar wird in den betroffenen Gebieten - in North Carolina und dem Großraum New York - kein Öl produziert. „Allerdings befinden sich in dieser Region viele Raffinerien, Ölterminals, Lagerkapazitäten und ein wichtiger Ölhafen“, schrieben die Analysten der Commerzbank in einem Kommentar. Zudem werde an der US-Ostküste das meiste Öl innerhalb der USA verbraucht. Das versetze die Anleger in Habachtstellung, sagte ein Händler.

Am Freitag hielt sich die Furcht vor den möglichen Auswirkungen des Hurrikans aber noch in Grenzen. Vor der mit Spannung erwarteten Rede von US-Notenbankchef Ben Bernanke gab der Ölpreis leicht nach. Das Nordseeöl Brent notierte mit einem Abschlag von 0,2 Prozent auf 110,35 Dollar je Fass. US-Leichtöl der Sorte der WTI notierte ebenfalls schwächer bei knapp 85 Dollar je Barrel. Anleger warten darauf, ob der Chef der Federal Reserve eine erneute Lockerung der Geldpolitik (“Quantitative Easing 3“) andeuten wird, um der schwächelnde US-Wirtschaft neuen Schwung zu verleihen. Bernankes Rede wurde gegen 16 Uhr erwartet (MESZ).

Auch am Kupfermarkt zeigten sich die Anleger wegen der Unklarheit über die weitere Geldpolitik in den USA zurückhaltend - der Preis für das Industriemetall notierte mit 9048 Dollar je Tonne nahezu auf Vortagesniveau.

Anleger greifen wieder bei Gold zu

Einen deutlichen Schub nach oben machte dagegen der Goldpreis . Das als sicherer Anlagehafen gefragte Edelmetall verteuerte sich je Feinunze um bis zu 1,2 Prozent auf 1791 Dollar, lag damit aber noch weit unter seinem am Dienstag markierten Rekordhoch von 1911,46 Dollar. Gewinnmitnahmen hatten den Goldpreis an den vergangenen beiden Tagen zeitweise um mehr als 200 Dollar nach unten gedrückt. „Das ist eine gesunde Korrektur“, hieß es in einem Kommentar von Barclays Capital.

Langfristig dürfte der Preis wegen der unsicheren Gesamtlage aber weiter nach oben gehen. Derzeit werden die Anleger vor allem von Rezessionsängsten und der Furcht vor einer Eskalation der europäischen Schuldenkrise geplagt. „Egal, ob QE3 nun kommt oder nicht, letztlich ändert auch erst einmal nichts an den eher düsteren Aussichten für die Konjunktur und den Bankensektor“, urteilte Ole Hansen von der Saxo Bank.

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