Rohstoffe Ölpreis fällt deutlich – Saudi-Arabien und Russland diskutieren Fördererhöhungen

Eine mögliche Lockerung der selbstauferlegten Förderbeschränkungen der Opec und Russland beendet den jüngsten Ölpreis-Höhenflug jäh.
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Opec-Einigung treibt Ölpreise in die Höhe Quelle: dpa
Rohöl

Die Nordseesorte Brent gilt neben der US-Sorte WTI als Referenzwert für die Ölpreise.

(Foto: dpa)

FrankfurtDer Ölpreis ist vor dem Wochenende abgeschmiert. Der Grund: Saudi-Arabien und Russland machen sich Insidern zufolge für höhere Öl-Fördermengen stark und wollen die seit eineinhalb Jahren dauernden Produktionseinschränkungen aufweichen. Geplant sei, die von den Opec- und den Nicht-Opec-Mitgliedern täglich hergestellte Ölmenge um eine Million Barrel zu erhöhen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

Minister aus Saudi-Arabien, Russland und den Vereinigten Arabischen Emiraten, ebenfalls ein großer Ölexporteur, hätten sich zu Gesprächen in St. Petersburg getroffen.

Der Preis für ein Fass der Nordsee-Ölsorte Brent rutschte am Abend um 2,7 Prozent ab auf 76,6 Dollar. US-Leichtöl WTI verbilligte sich sogar um 3,5 Prozent auf 68,27 Dollar – deutlich unterhalb der 70-Dollar-Marke. Experten gehen davon aus, dass bei einer Erhöhung der Ölmengen die 80-Dollar-Marke, die Brent in der vergangenen Woche erstmals seit November 2014 übersprungen hatte, nicht mehr so leicht zu knacken sein wird.

Hintergrund für die Überlegungen sind Produktionsausfälle in Venezuela und im Iran. In Venezuela setzt eine Wirtschaftskrise der Herstellung des Rohstoffs zu, während dem Iran US-Sanktionen drohen. Eine finale Entscheidung über die Erhöhung der Öl-Fördermenge soll Insidern zufolge beim nächsten Treffen der Opec-Mitglieder und der Nicht-Mitglieder wie Russland am 22. und 23. Juni in Wien fallen

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

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