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Rohstoffe Ölpreis nähert sich nach Opec-Deal der 50-Dollar-Marke

Die Opec plus hat ihre Differenzen ausgeräumt und hält das Ölangebot weiter gering. Die Ölpreise steigen auf den höchsten Stand seit März.
04.12.2020 Update: 04.12.2020 - 13:46 Uhr Kommentieren
Rohstoffe: Ölpreis auf Sieben-Jahres-Hoch Quelle: dpa
Erdölförderung

Brent ist die für Europa wichtigste Ölsorte. Die Sorte WTI stammt aus den USA.

(Foto: dpa)

Singapur Auf den Durchbruch bei den Opec-plus-Verhandlungen hat der Ölmarkt mit steigenden Preisen reagiert. Am Donnerstagabend hatte sich die 23 Länder starke Allianz der Erdölexporteure darauf verständigt, ab Januar wieder etwas mehr Öl zu fördern.

Brent-Öl legte am Freitag dennoch um über ein Prozent auf 49,42 US-Dollar pro Barrel (rund 159 Liter) zu. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,3 Prozent auf 46,24 Dollar. Das ist der höchste Stand seit März.

Der Opec-plus-Beschluss sieht vor, im neuen Jahr die Menge des gruppenweit geförderten Rohöls um 500.000 Barrel pro Tag anzuheben. Damit weicht die Ölallianz um die Staaten Saudi-Arabien und Russland von dem bislang geltenden Deal ab, demzufolge die Produktionsmenge 2021 um zwei Millionen Barrel steigen sollte.

Die Opec plus steht vor der schwierigen Aufgabe, einerseits das Ölangebot knapp zu halten, um einen Preisverfall zu verhindern, und andererseits die Verluste für die Staatshaushalte der Mitgliedstaaten einzudämmen. Die Budgets vieler Opec-plus-Mitglieder hängen fast ausschließlich an den Öleinnahmen.

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    Daher zogen sich die Verhandlungen über die richtige Strategie zuletzt ungewöhnlich lang hin. Ursprünglich hätten sie bereits am Dienstag abgeschlossen sein sollen. Vor allem die eng verbündeten Golfstaaten Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate waren sich nicht einig gewesen.

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    Eugen Weinberg, Chefanalyst für Rohstoffe bei der Commerzbank, sieht in den steigenden Preisen jedoch kein Verdienst der Opec. Sie seien viel mehr Ausdruck einer steigenden Risikoneigung an den Märkten sowie eines schwachen Dollars. „Angesichts der vorherigen Erwartungen und der fragilen fundamentalen Lage am Ölmarkt ist die Entscheidung enttäuschend.“

    Viele Marktteilnehmer seien davon ausgegangen, dass die Opec plus die Ölfördermenge auch in den ersten drei Monaten des neuen Jahres gar nicht anhebt. Der Zusammenhalt innerhalb des Kartells sei nach wie vor fragil: „Weitere Spannungen innerhalb der Gruppe im Hinblick auf einen höheren Ölpreis sind vorprogrammiert.“

    An den Märkten werde jedoch mit Wohlwollen registriert, dass die Opec plus künftig monatlich und damit deutlich kurzfristiger als sonst über mögliche Anpassungen bei der Ölproduktion berät, ergänzen die Rohstoffexperten der US-Bank Goldman Sachs. Diese Flexibilität sei der Schlüssel für die Opec, für steigende Preise zu sorgen und gleichzeitig zusätzliche Marktanteile zu erobern.

    Von der US-Schieferölindustrie drohe vorerst keine starke Konkurrenz. Das zeigten nicht zuletzt die drastisch reduzierten Ausgaben für neue Projekte bei den US-Schieferölriesen Exxon und Chevron.

    Die Goldman-Ökonomen blicken daher zuversichtlich auf die Ölmärkte: Als Zwölf-Monats-Preisziel haben sie 65 Dollar pro Barrel ausgegeben.

    Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

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