Rohstoffe Ölpreise geben weiter nach

Noch Ende vergangener Woche hatten die Öl-Notierungen Höchststände erzielt. Doch nun scheint der jüngste Höhenflug vorerst gestoppt. Grund dafür sind Spekulationen um die US-Ölförderung.
Update: 30.01.2018 - 17:16 Uhr Kommentieren
Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 79,67 US-Dollar. Quelle: dpa
Rohöl

Am Morgen kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November 79,67 US-Dollar.

(Foto: dpa)

Frankfurt/SingapurSpekulationen auf eine anziehende US-Ölförderung haben auch am Dienstag die Ölpreise belastet. Nordseeöl der Sorte Brent verbilligte sich um 1,3 Prozent auf 68,55 Dollar je Barrel (159 Liter). US-Leichtöl WTI kostete mit 64,10 Dollar 2,2 Prozent weniger.

Den Analysten der Commerzbank zufolge ist der Preisanstieg auf die höhere Zahl der Ölbohrungen in der vergangenen Woche zurückzuführen. „Mit der nun wieder anziehenden Bohraktivität stehen die Zeichen für die Ölproduktion in den kommenden Monaten auf Anstieg”, konstatierten die Analysten. Da die Ölförderung auch in Kanada und Brasilien wachse, dürfte das Angebot aus Nicht-Opec-Ländern stärker steigen als die globale Nachfrage. Für die Opec bedeute dies einen Verlust an Marktanteilen.

Im Fokus steht am Ölmarkt daher laut Händlern die wöchentliche Statistik zu den US-Rohölbeständen. Von Reuters befragte Analysten rechnen mit einem Anstieg - es wäre der erste seit elf Wochen. Die Schätzungen des Branchenverbandes API werden für den späten Abend (MEZ) verbreitet, die amtlichen Daten des Energieministeriums folgen am Mittwochnachmittag (MEZ). In der vergangenen Woche waren die US-Rohölbestände etwas weniger stark als erwartet gefallen.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

  • rtr
  • dpa
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