Rohstoffe Ölpreise kaum verändert

Der Ölmarkt bleibt ruhig. Der Ölpreis bewegt sich kaum. Die Anleger warten auf die Veröffentlichung neuer Daten aus den US-Ölreserven. Es wird ein Anstieg der US-Lagerbestände an Rohöl wie in den letzten Wochen erwartet.
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Experten gehen weiter von steigenden US-Erdölreserven aus. Dies setzt die Preise unter Druck. Quelle: dpa
Anlage zur Verarbeitung von Rohöl

Experten gehen weiter von steigenden US-Erdölreserven aus. Dies setzt die Preise unter Druck.

(Foto: dpa)

SingapurDie Ölpreise haben sich am Mittwoch zunächst wenig bewegt. Am Morgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April 56,59 US-Dollar. Das waren acht Cent mehr als am Vortag.

Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um vier Cent auf 54,05 Dollar.

Saudi-Arabien muss vom Ölthron weichen
Rang 10: Norwegen
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Als einziger europäischer Vertreter schafft es Norwegen in die Rangliste der zehn größten Ölproduzenten der Welt. 1,66 Millionen Barrel (à 159 Liter) förderten die Skandinavier im Dezember 2016 täglich zutage, wie aus Daten der Joint Organisations Data Initiative (Jodi) hervorgeht. Damit stieg die Produktion zuletzt zwar wieder. Gegenüber seinem Höhepunkt im Jahr 2000 hat sie sich dennoch halbiert.

Rang 9: Mexiko
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Im Dezember 2016 hat Mexiko 2,04 Millionen Barrel pro Tag gefördert. Das reicht zwar für Rang neun. Doch ähnlich wie Norwegen hat sich die Produktion Mexikos in den vergangenen Jahren drastisch reduziert. Vor zehn Jahren förderten die Mittelamerikaner noch knapp 3,5 Millionen Barrel pro Tag. Das Monopol des Staatskonzerns Pemex für die Ölförderung wurde vor wenigen Jahren aufgehoben.

Rang 8: Venezuela
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Wie kaum ein anderes Land hängt der Haushalt des lateinamerikanischen Lands vom Ölpreis ab. Nachdem die Ölpreise sich seit Mitte 2014 mehr als halbiert haben, befindet sich Venezuela am Rande eines Staatsbankrotts. Nach Daten von Jodi förderte der Staat im Dezember 2016 täglich 2,27 Millionen Barrel Öl. Anfang des Jahrtausends war es noch eine Million mehr.

Rang 7: Kuwait
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Das Emirat am Persischen Golf zählt gehört zur Organisation erdölexportierender Staaten – kurz Opec. Es gehört dort zu den größten Mitgliedern und ist ein wichtiger Verbündeter von Saudi-Arabien, dem bedeutendsten Opec-Mitglied. Kuwait hat im Dezember 2016 täglich 2,84 Millionen Fässer Öl aus dem Boden gepumpt. Das macht Essam Al-Marzouk, den kuwaitischen Ölminister, zu einem der reinflussreichsten Männer in der Opec.

Rang 6: Kanada
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Mit 3,18 Millionen Barrel pro Tag landet Kanada auf Rang fünf von Jodis Rangliste der größten Ölproduzenten der Welt. Anfang des Jahrtausends hat das Land nur die Hälfte dessen gefördert. Den Öl-Boom machen nicht zuletzt die Vorkommen aus den Öl-Sanden möglich. Allerdings sind dies aufgrund ihrer Zerstörung der Landschaft und giftigen Rückständen in den Böden ist diese Fördermethode allerdings stark umstritten.

Rang 5: China
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Das Land in Fernost ist mittlerweile zur zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt aufgestiegen und die will auch mit Öl versorgt werden. 3,88 Millionen Barrel Öl hat China im Dezember 2016 selbst gefördert. Das sind erstens zehn Prozent weniger als noch 2015. Und zweitens reicht das bei weitem nicht, um den Öl-Durst Chinas zu stillen. Das Land konsumiert täglich zwölf Millionen Fass. 2005 war es gerade einmal die Hälfte. Zu den größten Ölkonzernen des Landes gehört beispielsweise Petro-China.

Rang 4: Irak
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Der zweitgrößte Produzent des Ölkartells kam laut Daten von Jodi im Dezember 2016 auf 4,83 Millionen Barrel pro Tag. Damit konnte das Land seine Förderung innerhalb von nur zehn Jahren mehr als verdreifachen – und landet in der Rangliste auf Platz vier.

Am Ölmarkt hielten sich die Anleger vor der Veröffentlichung neuer Daten zu den US-Ölreserven zurück, hieß es aus dem Handel. Das private American Petroleum Institute (API) hatte bereits am Vorabend einen Anstieg der US-Lagerbestände an Rohöl in der vergangenen Woche um 2,5 Millionen Barrel gemeldet. Die offiziellen Daten zu den Ölreserven wollte die US-Regierung am Mittwochnachmittag veröffentlichen. Hier rechnen Experten ebenfalls mit einem Anstieg. Höhere Reserven könnten die Preise drücken.

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  • dpa
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