Rohstoffe Ölpreise knackt zwischen zeitlich die 80-Dollar-Marke

Der Ölpreis notiert am Freitag so hoch wie zuletzt im Mai. Experten glauben, dass der Preis bis zum Ende des Jahres auf einem hohen Niveau bleibt.
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Ein Barrel Brent verteuerte sich am Mittwoch um 0,4 Prozent. Quelle: dpa
Rohöl

Ein Barrel Brent verteuerte sich am Mittwoch um 0,4 Prozent.

(Foto: dpa)

Frankfurt/SingapurDer Ölpreis hat am Freitag zwischenzeitlich die Marke von 80 US-Dollar geknackt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am Nachmittag bis zu 80,04 Dollar. Das waren 1,34 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung lag maximal bei 71,780 Dollar (Vortag 70,810).

Damit hat der Ölpreis seinen Jahreshöchststand vom Mai erreicht. Besonders die US-Sanktionen gegen den Iran haben den Ölpreis zuletzt getrieben. Sie sollen ab November vollständig in Kraft treten. US-Präsident Donald Trump will den Iran vom Ölmarkt abschneiden – und bislang geht seine Strategie auf.

Wichtiger Abnehmerländer in Asien, etwa China, Indien und Japan haben ihre Öleinfuhren aus dem Iran zuletzt drastisch gekappt. Südkorea hat die Importe komplett eingestellt. Der Iran war gezwungen ein Teil seiner Produktion auf Tankern zu lagern, die vor der Küste Ankern.

Jan Edelmann, Rohstoff-Experte der HSH Nordbank erwartet, dass die Ölnachfrage das Angebot bis mindestens Mitte des Jahres übersteigt. Das Defizit „dürfte aufgrund der Iransanktionen höher ausfallen, als bisher prognostiziert“, sagt er. Edelmann geht deshalb davon aus, dass der Ölpreis noch bis Ende des Jahres über 80 Dollar notiert.

Zusätzlich gestützt wird die Nachfrage von den zuletzt gesunkenen Lagerbeständen in China und den USA. China habe nach einer Phase des Abbaus bereits wieder damit begonnen, die Öllager des Landes aufzufüllen, sagt HSH-Analyst Edelmann.

Die Lagerbestände der USA befinden sich Zahlen des American Petrolium Institute zufolge auf dem niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahren. Die Erwartung der Marktteilnehmer, dass die USA ihre Vorräte wieder aufstocken, sowie das starke globale Wirtschaftswachstum geben dem Ölpreis zusätzlichen Auftrieb.

Offen ist, wie US-Präsident Trump mit den hohen Ölpreisen umgeht. In der Vergangenheit hatte er das Ölförderkartell OPEC scharf kritisiert.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

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