Rohstoffe Ölpreise legen leicht zu

Am Donnerstag hatte ein stabilerer Dollar die Ölpreise unter Druck gesetzt und die Nachfrage gedrückt. Grund dafür war eine Ankündigung der EZB, die Geldpolitik weiter zu lockern. Nun steigt der Preis wieder.
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Eine Ölplattform in der Nordsee vor Norwegens Küste: Die Ölpreise präsentierten sich zunächst unverändert. Quelle: dpa

Eine Ölplattform in der Nordsee vor Norwegens Küste: Die Ölpreise präsentierten sich zunächst unverändert.

(Foto: dpa)

SingapurDie Ölpreise haben am Freitag einen kleinen Teil ihrer Verluste vom Donnerstag wettmachen können. Ein Barrel (159 Liter) der europäischen Ölsorte Brent zur Lieferung im Juni kostete am Morgen 108,08 US-Dollar. Das waren vier Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Marke WTI stieg um 12 Cent auf 100,38 Dollar.

Am Donnerstag hatte insbesondere ein festerer Dollar, der Rohöl für viele Investoren verteuert und die Nachfrage drückt, die Ölpreise unter Druck gesetzt. Die Dollarstärke geht auf Hinweise aus der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück, wonach die Geldpolitik bereits im kommenden Monat weiter gelockert werden könnte. Die Stabilisierung der Ölpreise am Freitagmorgen begründeten Händler mit einer leichten Gegenbewegung auf vorherige Verluste.

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Silber

Nach einer langen Talfahrt scheint Silber den Boden erreicht zu haben: Im vergangenen Jahr fiel der Preis bis auf 18,20 US-Dollar und bewegte sich danach seitwärts. In diesem Jahr könnte es für den Silberpreis wieder etwas aufwärts gehen: Analysten der UBS sehen die Möglichkeit, dass Silber auch von der verbesserten Konjunktur profitieren wird, da dieses Edelmetall im Unterschied zu Gold auch in der Industrie verwendet wird.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: +0,21 Prozent

Ein Jahr: -16,91 Prozent

Drei Jahre: -57,92 Prozent

A jewellery store employee looks at a ring made from purple gold in Singapore
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Palladium

Violettes Gold (siehe Bild) entsteht, wenn man Gold mit Metallen wie Palladium mischt. Seine Hauptanwendung findet Palladium allerdings in der Industrie – es wird beispielsweise für Auto-Katalysatoren verwendet. Investoren fürchten derweil bei Palladium Engpässe: Russland und Südafrika produzieren 80 Prozent des Metalls. Ein Streik in den Minen Südafrikas und mögliche Sanktionen gegen Russland schürten Versorgungsängste, was den Preis deutlich steigen ließ.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: +9,1 Prozent

Ein Jahr: +14,92 Prozent

Drei Jahre: +1,9 Prozent

Neuer Rekord beim Goldpreis - erstmals über 1600 Dollar
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Gold

Gold hat es derweil auch nicht leicht. Auf die Stimmung beim Goldpreis drückte die Erwartung, dass die Federal Reserve ihr Konjunkturprogramm weiter zurückfahren wird. Der Goldpreis erlitt kürzlich einen Rückschlag, nachdem die US-Verbraucherpreise stärker als erwartet gestiegen waren. Am Markt wurde darauf spekuliert, dass die Fed- Entscheider dadurch mehr Spielraum haben, ihre Maßnahmen weiter zurückzufahren. Kurzfristig half dem Goldpreis allerdings die angespannte Lage in der Ukraine.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: +7,28 Prozent

Ein Jahr: -9,23 Prozent

Drei Jahre: -14,2 Prozent

Telekom sichert Kupferkabel mit künstlicher DNA
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Kupfer

Ähnlich wie Silber hat Kupfer eine lange Talfahrt hinter sich. Besserung ist noch nicht in Sicht. Der Abschwung am Kupfermarkt hat allerdings viel mit China zu tun: Zum einen lässt die Nachfrage aus der zweitgrößten Volkswirtschaft nach, zum anderen wird in China kräftig mit dem Industriemetall spekuliert. In China wird Kupfer auch als Sicherheit für zinsgünstige Kredite eingebracht, um Unternehmen zu finanzieren oder auf steigenden Finanzmärkten zu spekulieren. Das rote Industriemetall ist damit zu einem Finanzprodukt geworden, weil damit auch Kapitalkontrollen umgangen werden können. Die Nachfrage aus China ist damit nicht nur industrieller Natur.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: -10,76 Prozent

Ein Jahr: -3,19 Prozent

Drei Jahre: -31,11 Prozent

Platinbarren Imagebild Heraeus Edelmetalle
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Platin

Für den Platinpreis ging es wie bei den meisten Metallen bergab. Allerdings ging es für Platin nicht so stark nach unten wie für Gold. Experten gehen davon aus, dass sich Palladium in diesem Jahr besser entwickeln wird als Platin. Grund seien die steigenden Verkaufszahlen bei Autos, in denen Palladium als Katalysator verwendet wird. Zwar werde das Platinangebot langfristig durch die vielen Streiks in den Platinminen Südafrikas belastet, allerdings sei das Interesse der Investoren an Palladium höher, sagte der Rohstoffexperte Eugen Weinberg von der Commerzbank.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: +2,11 Prozent

Ein Jahr: -2,49 Prozent

Drei Jahre: -23,65 Prozent

Ölpumpen
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Öl (Brent)

Anders als bei den Edelmetallen ging es für den Ölpreis bergauf. In der Ukraine bleibt die Lage angespannt, was den Ölpreis bisher gestützt hat. Der Ölpreis profitiert auch langfristig von einer sich erholenden Weltwirtschaft.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: -0,04 Prozent

Ein Jahr: +12,56 Prozent

Drei Jahre: +0,54 Prozent

Gasflamme auf Herd
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Gas

Der Gaspreis geriet durch die Krise in der Ukraine in den Fokus: Russland erhöhte seine Gaspreise gegenüber der Ukraine, indem es vorher gewährte Rabatte wieder strich. Als Grund hatte Russland Kiews Milliardenschulden genannt. Deutschland hängt zwar auch am Gashahn Russlands, aber eine Angst vor Versorgungsengpässen besteht nicht.

Preisentwicklung:

Seit Jahresbeginn: +10,61 Prozent

Ein Jahr: +9,66 Prozent

Drei Jahre: +6,05 Prozent

  • dpa
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