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Rohstoffe Ölpreise legen zu: Schwierige Gespräche bei Treffen der Opec plus erwartet

Ein Treffen zur Vorbereitung einer Konferenz der in der Opec plus organisierten Ölstaaten wird um einen Tag verschoben. Die Kompromissfindung brauche mehr Zeit, heißt es.
29.06.2021 Update: 30.06.2021 - 15:36 Uhr Kommentieren
Rohstoffe: Ölpreis auf Sieben-Jahres-Hoch Quelle: dpa
Erdölförderung

Brent ist die für Europa wichtigste Ölsorte. Die Sorte WTI stammt aus den USA.

(Foto: dpa)

Zürich Vor dem morgigen Gipfeltreffen der Allianz der Ölproduzenten Opec plus ist der Rohölpreis am Mittwoch wieder über die Marke von 75 Dollar pro Barrel (rund 159 Liter) gestiegen. Die Nordseesorte Brent verteuerte sich um 0,2 Prozent. Der Preis für die US-Ölsorte WTI stieg auf über 73 Dollar pro Fass. Der Ölmarkt geht davon aus, dass die Opec-plus-Allianz um Saudi-Arabien und Russland die Ölproduktion weiter stark begrenzen wird.

Laut Kevin Solomon, Energieanalyst beim Brokerhaus StoneX, geht der Markt davon aus, dass die Opec-plus-Allianz ab August zwischen 0,5 Millionen und einer Million Barrel pro Tag zusätzlich fördern wird. Damit hielte das Ölkartell die Produktionsmenge weiterhin künstlich niedrig – und das, obwohl sich die Ölpreise seit dem Einbruch in der Coronakrise deutlich erholt haben.

Allein seit Jahresbeginn hat sich der für den europäischen Markt wichtige Preis für Brent-Öl um rund 45 Prozent verteuert. Allerdings schränkt Solomon ein: „Die Opec plus ist für Überraschungen bekannt.“

Erneut zeichnen sich Unstimmigkeiten ab zwischen den beiden wichtigsten Mitgliedern der Allianz, Russland und Saudi-Arabien. Ein Treffen auf Arbeitsebene wurde am Mittwoch verschoben, um den Unterhändlern beider Seiten mehr Zeit für Verhandlungen zu gewähren. Die Russen gelten als Befürworter höherer Produktionsquoten. Von russischer Seite hieß es am Mittwoch, man könne die Förderung schnell weiter hochfahren, sollte die Opec plus höhere Förderquoten beschließen.

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    Unsicherheitsfaktor Iran

    Der saudische Ölminister Prinz Abdulaziz bin Salman gilt dagegen als treibende Kraft größerer Beschränkungen der Ölproduktion. Er sagte zuletzt mehrfach, man müsse erst eine Erholung der Nachfrage sehen, bevor das Angebot ausgeweitet werden könne.

    Allerdings dürfte es der saudischen Seite zunehmend schwerer fallen, Begrenzungen der Ölproduktion zu rechtfertigen. Die Internationale Energieagentur (IEA) hat zuletzt ihre Prognose, wann die Ölnachfrage das Vorkrisenniveau wieder erreicht hat, auf Mitte 2022 vorgezogen. Große Ölimporteure wie Indien hatten kürzlich gefordert, dass die Opec die Ölschleusen öffnet, damit hohe Ölpreise den Aufschwung nicht gefährden.

    Aus Sicht von Eugen Weinberg, Rohstoffexperte der Commerzbank, hat das Ölkartell ein „Luxusproblem und kann das Geschehen am Ölmarkt mittelfristig kontrollieren, auch weil die Reaktion der Länder außerhalb der Produzentenallianz eher enttäuschend ausfällt“. So hält die Produktion der US-Schieferölindustrie – anders als in vergangenen Ölpreisrallys – mit den steigenden Preisen nicht mit.

    Ein Unsicherheitsfaktor bleibt der Iran: Sollten die USA im Zuge der Verhandlungen über einen neuen Nukleardeal die Sanktionen lockern, könnte zusätzliches iranisches Öl auf den Weltmarkt gespült werden. Ein Durchbruch bei den Iran-USA-Gesprächen ist jedoch vorerst nicht absehbar.

    Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs

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