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Rohstoffe Ölpreise legen zu

Der Aufwärtstrend der Ölpreise setzt sich auch am Mittwoch fort. Die Märkte warten gespannt darauf, wer das Rennen im Weißen Haus gewinnt.
04.11.2020 - 08:44 Uhr Kommentieren
Rohstoffe: Ölpreis auf Sieben-Jahres-Hoch Quelle: dpa
Erdölförderung

Brent ist die für Europa wichtigste Ölsorte. Die Sorte WTI stammt aus den USA.

(Foto: dpa)

Singapur Während in den USA der Wahlausgang weiter unklar bleibt, haben die Ölpreise am Mittwoch im frühen Handel weiter zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 40,62 US-Dollar. Das waren 91 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 86 Cent auf 38,52 Dollar.

An den Finanzmärkten hatte man zuvor auf einen eindeutigen Wahlausgang gehofft, zuletzt sah es aufgrund der engen Rennen in den für die Wahl wichtigen sogenannten „Swing States“ jedoch nach einer längeren Wartezeit bis zu gesicherten Ergebnissen aus.

Marktbeobachter sprachen aufgrund der besser als erwarteten Aussichten für den Amtsinhaber Donald Trump von einer gestiegenen Risikofreude. Aus Sicht von Warren Patterson, Rohstoffexperte der ING-Bank, hat der Ölpreis hiervon profitiert und würde durch einen Wahlsieg Trumps weiter gestützt. Der Grund: Dies mache die Chancen auf die Rückkehr des Irans auf den Weltmarkt für Rohöl weniger wahrscheinlich.

Neben der Nachfrageschwäche wegen der Corona-Krise hatte vor allem Libyen nach einem Waffenstillstand im dortigen Bürgerkrieg seine Produktion deutlich ausgeweitet. Das gestiegene Angebot lastete damit zusätzlich auf den Preisen.

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    Auch die Öl-Industrie in den USA könnte von einer weiteren Amtszeit des Republikaners profitieren. Im Gegensatz zu Trump steht Kontrahent Joe Biden für einen umweltfreundlicheren Kurs und könnte die in den letzten Jahren boomende US-Fracking-Industrie im Falle eines Wahlsieges zusätzlichen Auflagen unterwerfen.

    Mehr: Die wichtigsten News zum Wahlausgang in den USA können Sie im Liveblog verfolgen.

    Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

    • dpa
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