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Rohstoffe Ölpreise sinken um mehr als vier Prozent

Nach starken Gewinnen am Vortag haben die Ölpreise am Mittwoch stark nachgegeben. Zwei Entwicklungen lösten die sinkenden Preise aus.
Update: 14.08.2019 - 17:38 Uhr Kommentieren
Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Ponca City in Oklahoma (USA). Quelle: dpa
Erdölförderung

Ölpumpen auf einem Ölfeld bei Ponca City in Oklahoma (USA).

(Foto: dpa)

Frankfurt Rezessionsängste haben am Mittwoch neben den Aktienmärkten auch die Ölpreise belastet. Am Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 58,66 US-Dollar. Das waren 2,64 Dollar und damit 4,3 Prozent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,77 Dollar auf 54,31 Dollar, das sind 4,9 Prozent.

Gedrückt wurden die Preise von zwei Entwicklungen: Zum einen meldete der Interessenverband American Petroleum Institute (API) den Anstieg der US-Ölreserven. Der Verband ermittelte in der vergangenen Woche einen Anstieg der amerikanischen Lagerbestände um 3,7 Millionen Barrel. Zum anderen kippte die US-Zinskurve in den inversen Bereich – die Rendite von zweijährigen Staatsanleihen stieg über die Rendite zehnjähriger US-Bonds.

Eine inverse Zinskurve gilt als verlässlicher Krisenindikator: In neun von zehn Fällen ist es der Commerzbank zufolge binnen zwei Jahren nach der Umkehr der Zinskurve zu einer Rezession in den USA gekommen. Die Reaktion an den Märkten fiel daher deutlich aus: Sichere Häfen wie Gold waren gefragt, bei Aktien und auch beim Ölpreis ging es deutlich bergab. In einer Rezession sinkt wegen der schwächelnden Wirtschaft die Nachfrage nach Öl.

Die Gewinne vom Vortag gaben die Ölpreise damit mehr als ab – Marktbeobachter sprachen von einer Gegenbewegung. Am Dienstag hatte eine neue Entwicklung im Handelsstreit zwischen China und den USA für Auftrieb bei den Ölpreisen gesorgt. Die US-Regierung machte im Konflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt einen Rückzieher, woraufhin der US-Ölpreis am Dienstagnachmittag in kurzer Zeit mehr als zwei Dollar nach oben geschossen war.

Angesichts drohender Preissteigerungen vor dem Weihnachtsgeschäft war von der US-Regierung eine Verschiebung neuer Strafzölle auf Elektronikgeräte und andere Importe aus China angekündigt worden. Am Mittwochmorgen berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter Chinas, dass die Regierung in Peking trotz großer Skepsis an den Erfolgsaussichten an den geplanten Handelsgesprächen mit den USA im September in Washington festhalten wolle.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

  • dpa
  • HB
  • rtr
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