Rohstoffe Opec-Spekulationen stützen Ölpreis

Der Ölpreis ist auf Erholungskurs gegangen. Die Anleger hoffen, dass die großen Ölförderländer mit weiteren Förderkürzungen dem Preisverfall entgegenwirken. Auch die Frankreich-Wahl wirkt sich auf den Preis aus.
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Trotz Erholungskurs: Der Ölpreis bleibt generell unter Druck. Quelle: dpa
Ölpreis

Trotz Erholungskurs: Der Ölpreis bleibt generell unter Druck.

(Foto: dpa)

SingapurDer Ölpreis ist zum Wochenstart auf Erholungskurs gegangen. Die führende Nordseesorte Brent und US-Leichtöl WTI kletterten am Montag um jeweils 0,5 Prozent auf 52,24 Dollar und 49,86 Dollar je Barrel. Die Anleger hofften, dass die erdölexportierenden Länder (OPEC) mit weiteren Förderkürzungen dem Preisverfall entgegenwirken könnten, hieß es am Markt.

Einem Insider zufolge könnte die OPEC einer Empfehlung eines Expertenausschusses folgen und ihre preisstützenden Maßnahmen von Juni an um weitere sechs Monate verlängern. Die Opec berät am 25. Mai darüber. Das und die Aussicht auf fallende Exporte aus dem Iran lieferten dem Markt laut Händlern Unterstützung.

Die zehn ölhungrigsten Länder der Welt
Platz 10: Kanada
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Auf dem letzten Platz der weltweit zehn größten Ölnachfrager liegt Kanada mit 2,4 Millionen Barrel Öl pro Tag in 2016. In den folgenden Jahren wird mit einer sinkenden Nachfrage gerechnet. Für 2022 liegt diese nur noch bei 2,3 Millionen Barrel Öl pro Tag.

Quelle: „Oil 2017“-Bericht der Internationalen Energie-Agentur.

Platz 9: Südkorea
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Südkorea fragte im Jahr 2016 2,6 Millionen Barrel Öl pro Tag nach. Damit landet das Land auf Platz 9 der weltweit größten Ölnachfrager. In den Folgejahren steigt die Nachfrage laut der Voraussage der Internationalen Energie-Agentur auf 2,7 Millionen Barrel Öl.

Platz 8: Saudi-Arabien
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Saudi-Arabien, das selbst große Mengen des Schwarzen Goldes fördert, liegt mit 3,2 Millionen Barrel Öl pro Tag auf dem achten Platz der weltweiten Ölnachfrager. Das könnte sich in Zukunft ändern, denn bis 2022 wird die Nachfrage auf 3,4 Millionen Barrel geschätzt.

Platz 7: Brasilien
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Brasilien liegt mit einer Erdölnachfrage von 3,1 Millionen Barrel pro Tag auf dem siebten Platz. Doch auch hier ist mit einer höheren Nachfrage in den Folgejahren zu rechnen: 2022 liegt die geschätzte Nachfrage schon bei 3,3 Millionen Barrel Öl.

Platz 6: Russland
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Russland liegt im Jahr 2016 noch auf Platz 6 der größten Erdölnachfrager mit durchschnittlich 3,6 Millionen Barrel Öl pro Tag. 2017 erhöht sich die Nachfrage, sodass Russland mit durchschnittlich 3,7 Millionen Barrel Erdöl pro Tag den sechsten Platz verteidigt.

Platz 5: Indien
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Indien fragt in den nächsten Jahren immer mehr Öl nach. 2016 liegt die Nachfrage noch bei 4,3 Millionen Barrel Öl pro Tag, 2017 werden schon 4,5 Millionen Barrel nachgefragt und 2022 noch mal mehr – 5,9 Millionen Barrel.

Platz 4: Japan
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Bei einer Nachfrage von 4,0 Millionen Barrel Öl pro Tag liegt Japan auf dem vierten Platz. Die Nachfrage sinkt im Jahr 2017 voraussichtlich auf 3,9 Millionen Barrel und bis 2022 auf 3,6 Millionen Barrrel Öl pro Tag.

Auch der deutlich schwächere Dollar hat laut Händlern die Ölnachfrage außerhalb des Dollarraums belebt, weil ein sinkender Dollarkurs Rohöl für diese Nachfrager verbilligt. Zudem wurde auf die größere Risikoneigung der Anleger verwiesen. Riskantere Anlagen, zu denen auch Rohöl gehört, seien infolge des Wahlausgangs in Frankreich begehrter, hieß es am Markt.

Generell bleibe der Ölmarkt aber unter Druck. Am Freitag hatte die Sorge vor einer schwächelnden Nachfrage bei gleichzeitigem Überangebot auf dem Weltmarkt die Preise um mehr als zwei Prozent gedrückt.

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