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Rohstoffe Was den Silberpreis auf ein Zweijahrestief drückt

Im Verhältnis zu Gold ist Silber so billig wie schon lange nicht mehr. Der Preis für das Edelmetall gerät von zwei Seiten unter Druck.
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Der Preis für das Edelmetall lag am Mittwoch nur knapp über 14 Dollar pro Feinunze (etwa 31 Gramm) auf einem Zweijahrestief. Quelle: action press
Silber

Der Preis für das Edelmetall lag am Mittwoch nur knapp über 14 Dollar pro Feinunze (etwa 31 Gramm) auf einem Zweijahrestief.

(Foto: action press)

FrankfurtGold-Anleger sind seit Jahresbeginn Kummer gewohnt – doch ihr Leid ist klein im Vergleich zu Anlegern, die in Silber investiert haben. Der Preis für das Edelmetall lag am Mittwoch nur knapp über 14 Dollar pro Feinunze (etwa 31 Gramm) auf einem Zweijahrestief.

Während Gold auf Jahressicht etwa acht Prozent verloren hat, waren es bei Silber fast 17 Prozent. Wie stark sich der Silberpreis vom Gold abgekoppelt hat, zeigt das Verhältnis ihrer Kassapreise. Derzeit kostet eine Feinunze Gold 84-mal so viel wie eine Unze Silber. Das ist der höchste Wert seit zehn Jahren.

Der Silberpreis gerät derzeit von zwei Seiten unter Druck. Einerseits sorgen das steigende Zinsniveau in den USA und der starke Dollar dafür, dass Edelmetall-Investments unattraktiv werden. „Sobald der Greenback aufwertet, sinken die Edelmetallpreise“, sagt etwa Carlo De Casa, Rohstoffanalyst beim Broker ActivTrades.

Denn Silber, Gold und Co. werfen keine Zinsen ab. Besonders in den USA, wo mit kurz laufenden Staatsanleihen auch risikolose Investments wieder verzinst werden, trennen sich die Investoren von Edelmetallen. US-Indexfonds, die in physisches Silber investieren, haben zuletzt Mittelabflüsse hinnehmen müssen. Die steigende Nachfrage nach Münzen habe die Abflüsse nicht kompensieren können, schreiben die Rohstoffanalysten der Commerzbank in einer Studie.

Auch das schwierige Marktumfeld für Kupfer und Zink lastet auf dem Silberpreis. „Neben dem fallenden Goldpreis wurde Silber von den schwachen Industriemetallpreisen mit nach unten gezogen“, schreiben die Commerzbank-Analysten. Silber wird im Vergleich zu Gold deutlich stärker in der Industrie verwendet. Wegen seiner Leitfähigkeit wird es in Elektrogeräten wie Fernsehern, Handys oder Mikrowellen, aber auch im Automobilbau und in Mikrochips eingesetzt.

Doch Sorgen über eine weniger stark wachsende Weltkonjunktur und eine Eskalation des Handelskonflikts haben den Silberpreis sowie die Notierungen von Industriemetallen wie Kupfer und Zink gedrückt. Aus Sicht der Commerzbank-Experten bietet der Ausverkauf beim Silber eine Einstiegschance: „Wir halten die Preisrückgänge im Edelmetallsektor für übertrieben und erwarten eine deutliche Erholung in den nächsten Monaten.“

Die Rohstoffexperten der DZ Bank rechnen ebenfalls nicht damit, dass sich der Preisverfall fortsetzt: „Wir gehen davon aus, dass sich der Silberpreis erst mal stabilisieren wird“, heißt es in einer aktuellen Studie. Dabei nutze dem Silber seine breite Verwendung in der Industrie. „Silber wird von der robusten Konjunkturentwicklung beeinflusst.“

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