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Rohstoffmärkte Konjunktursorgen belasten Ölpreis

Offenbar trauen die Märkte der konjunkturellen Erholung nicht so recht. Jedenfalls hat der Ölpreis zum Wochenschluss leicht nachgegeben; Beobachter verweisen auf befürchtete Nachfragerückgänge. Bei den Metallen leidet auch Kupfer unter Marktspekulationen. Nur Gold steht etwas besser da.
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Der Ölpreis gerät unter Druck. Quelle: dpa

Der Ölpreis gerät unter Druck.

(Foto: dpa)

HB FRANKFURT. Spekulationen über eine schwache Ölnachfrage in den USA und China haben die Anleger am Rohstoffmarkt zum Wochenschluss verunsichert. Analysten zufolge lassen jüngste US-Konjunkturdaten wie auch die steigenden Lagerbestände im weltweit größten Ölverbraucherland einen gedämpften Konsum erwarten.

Der Preis für ein Fass der für die USA richtungweisenden Ölsorte WTI gab am Freitag 1,1 Prozent auf 84,60 Dollar nach. Nordseeöl der Sorte Brent wurde mit 86,89 Dollar 0,8 Prozent niedriger gehandelt. Brent, das als Indikator für den Ölmarkt in Europa, Asien und Afrika gilt, behielt damit seinen seit einigen Tagen bestehenden Preisvorsprung gegenüber WTI bei. „Wir führen den Aufschlag auf die stärkere Nachfrage nach Nordseeöl bei gleichzeitig durch Wartungsarbeiten eingeschränkter Verfügbarkeit zurück“, hieß es in einem Marktkommentar der Commerzbank.

In China, dem weltgrößten Kupferverbraucherland, ergriff die Regierung Maßnahmen, mit denen sie eine Überhitzung auf dem Immobilienmarkt verhindern will. Dies könnte nach Einschätzung von Händlern die Nachfrage nach Industriemetallen bremsen. Die Tonne Kupfer wurde mit 7 942 Dollar minimal billiger gehandelt. Stützend wirkte ein kräftiger Rückgang der Lagerbestände der Londoner Metallbörse. Händlern zufolge erweist sich die Marke von 8 000 Dollar derzeit als nahezu unüberwindliche charttechnische Hürde.

Auf den Preisen für Rohstoffe lastete zudem der wieder etwas festere Dollar, der Öl und Industriemetalle außerhalb der USA verteuert und damit die Nachfrage dämpft. Die US-Währung stieg in Reaktion auf Finanzprobleme des Euro-Zonen-Mitglieds Griechenland. Die Feinunze Gold verbilligte sich um 0,2 Prozent auf 1 155,95 Dollar. Die Griechenland-Krise stützt nach Einschätzung von Berater Peter Fertig von Quantitative Commodity Research allerdings den Goldpreis, da das Edelmetall als sicherer Anlagehafen in unsicheren Zeiten gilt. Die Euro-Länder bereiten eine Unterstützung Griechenlands vor. Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker erwartet jedoch noch keinen Hilferuf des hoch verschuldeten südeuropäischen Landes.

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