Schweizer Franken Unberechenbarer als der Rubel

Die Entscheidung der Schweizer Zentralbank bewegte vergangene Woche die Märkte. Die heimische Währung, der Franken, schwankte noch stärker als der Rubel. Extrem unruhige Zeiten für die Devisenmärkte.
6 Kommentare

Geht der Schweizer Franken über den „Jordan“?

LondonDie Entscheidung der Schweizer Zentralbank (SNB) letzte Woche den Kurs des Franken nicht mehr an den Euro zu binden. Die Entscheidung schockte die Märkte. Im Devisenmarkt war die Entscheidung auch deutlich zu spüren. Die volatilste Währung der letzten zwölf Monate, der Rubel, wurde in den letzten Tagen vom Franken abgelöst. Am Tag der Entscheidung der SNB war die Volatilität beim Franken laut Bloomberg-Daten fünf Mal stärker als beim Rubel.

„Was die Schweizer Zentralbank angekündigt hat, war für die Märkte eine riesige Überraschung“, sagte Piotr Matys, Devisenstratege für Schwellenländer bei der Rabobank in London. „Es gibt noch immer eine Menge Negativität im Umfeld des Rubels, aber mit Blick auf die Volatilität könnte meiner Meinung nach das Schlimmste hinter uns liegen.“

Der Sprung bei der Franken-Volatilität auf 261 Prozent folgte nach der Aufgabe des Euro-Mindestkurses, den die SNB drei Jahre lang verteidigt hatte. Die eidgenössische Währung schoss um 23 Prozent hoch auf 0,97554 je Euro.

Die Rubel-Volatilität hat zugenommen, seit Russland im November den freien Handel der Landeswährung zugelassen hat. Das verstärkte die Abwertung, die bereits durch den Ölpreissturz und die Sanktionen im Ukraine-Konflikt eingesetzt hatte. Die Kursschwankungen erreichten am 16. Dezember 245 Prozent, nachdem die Zentralbank des Landes den Leitzins auf 17 Prozent angehoben hatte - in dem Versuch, die Landeswährung zu stützen. Der Rubel ist weiterhin die volatilste Schwellenland-Währung.

Osteuropa gut aufgestellt
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6 Kommentare zu "Schweizer Franken: Unberechenbarer als der Rubel"

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  • Kennen Sie das Märchen von Rotkäppchen ???

    Oma warum hast du so große Augen ?-damit ich dich besser sehen kann.

    Die EU hat entweder schlechte Augen zum lesen...

    oder ignoriert absichtlich 500 MILLIONEN EUROPÄER ???

    EUROPA BRAUCHT DIREKTE DEMOKRATIE...

    anders ist die Misere der EU nicht im griff zu bekommen !!!

    Da sind unter den 500 MILLIONEN EUROPÄER...

    bessere Politiker und Ökonomen als in Brüssel bei der EU !

    Aber die EU-Politiker fühlen sich noch moralisch im Recht

    einen EU_LISSABONNER VERTRAGSBRUCH ZU BEGEHEN...

    gleichzeitig dem EU-Rentner in die tiefste Armut zu schicken ?






  • "Selbst dann ist die EU-Arbeitslosigkeit nicht zu bremsen sein"

    Mein lieber Herr santos,

    es ist wirklich fürchterlich ihre Kommentare zu lesen.
    Achten Sie doch bitte auf die Grammatik.

    Eine Frage noch,was ist mit Ihrer Tastatur?

    Dauernd springen Sie in den Zeilen und die vielen

    !!!!!!!!!!!!!! und ?????????

    Bitte überprüfen Sie das

  • LondonDie Entscheidung der Schweizer Zentralbank (SNB) letzte Woche den Kurs des Franken nicht mehr an den Euro zu binden. Die Entscheidung schockte die Märkte.

    -------------------------------------------------------

    Sollte Herr Draghi sich für Anleihenkäufe durch die EZB

    entscheiden...

    wird die EZB und die EU selbst dann einen weiteren schock erleben :

    Selbst dann ist die EU-Arbeitslosigkeit nicht zu bremsen sein !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    Was macht dann die EZB und die EU für weitere Fehler ?????



  • Unberechenbar? Hoppla, die SNB hat immer klar gemacht, dass der Euro-Mindestkurs nur vorübergehend sein wird. Gegen den enormen Euro Ansturm konnte die SNB nur die Schleusen öffnen. Man muss anerkennen, dass die SNB nicht spekuliert hat, sondern nur gegen den schwachen Euro reagiert hat.

  • >> Im Vergleich zu vielen anderen Ländern sind die negativen Auswirkungen der Franken-Entscheidung in den osteuropäischen Staaten gering. >>

    In Polen laufen sehr viele Hypotheken-Darlehen auf Franken-Basis.

    Die Immo-Blase in Polen wird jetzt platzen, zumal die Mehrzahl der Hypothekenbesitzer wegen Verteuerung zum Aussteigen gezwungen wird.

    Der € wird den Polen unter die Arme greifen müssen...was den Verfall des € wiederum beschleunigt.

  • Eine jede Notenbank ist unberechenbar für all jene, die nur ihr eigenes Süppchen auf Kosten der Steuerzahler kochen möchten.

    So etwas erreicht die Fed mit ihrer forward guidance - und verteilt die Vermögen weltweit um, von unten nach oben.

    Das möchte sogar die EZB - obgleich völlig verschiedene Situationen, Währungsgebiete und Ökonomien - in Europa ähnlich dummerhaftig machen.

    Bislang allein bewies die SNB Stärke, Klarheit und Fortune. Sie sorgt dafür, daß die Risiken der Märkte an diese zurückkehren - von den bislang gemolkenen Steuerzahlern.

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