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Schweizer Währung Nationalbank geht gegen starken Franken an

Die Schweizer Nationalbank hat bereits zwei Mal die Liquidität am Markt erhöht - jetzt weitet sie ihre Maßnahmen gegen den starken Franken erneut aus. Denn der fiel zwar, aber noch nicht stark genug.
Update: 17.08.2011 - 10:13 Uhr Kommentieren
Will erneut gegen den starken Franken angehen: die Schweizer Nationalbank. Quelle: dpa

Will erneut gegen den starken Franken angehen: die Schweizer Nationalbank.

(Foto: dpa)

Bern / Frankfurt am MainDer Schweizerischen Nationalbank (SNB) geht die jüngste leichte Schwächung des Frankens noch nicht weit genug. Sie werde die Liquidität auf dem Geldmarkt nochmals deutlich erhöhen, erklärte die SNB am Mittwoch.

Damit greift die Notenbank bereits zum dritten Mal zu diesem Instrument, um den Franken nach unten zu drücken. Exportorientierte Schweizer Unternehmen leiden derzeit extrem unter der Stärke der heimischen Währung. Der Franken war in den vergangenen Monaten im Vergleich zum Euro im Aufwind, weil er als „sicherer Hafen“ für Anleger in Krisenzeiten gilt.

Die bisher getroffenen Maßnahmen gegen die Frankenstärke zeigen laut SNB nun aber Wirkung. Tatsächlich ist der Kurs des Franken in den vergangenen Tagen zu anderen wichtigen Währungen auch merklich

gefallen. „Trotzdem bleibt der Schweizer Franken massivüberbewertet“, begründete die Notenbank die erneuten Maßnahmen.

Auf die Ankündigung der SNB reagierte der Franken am Mittwoch jedoch zunächst mit Kursgewinnen. Der Euro fiel auf ein Tagestief von 1,1224 Franken. Zuvor war er noch bis auf 1,1545 Franken gestiegen.

Die SNB bekräftigte, dass sie auch weitergehende Schritte nicht ausschließe. Am Markt gab es Gerüchte, dass sie gemeinsam mit der Europäischen Zentralbank (EZB) gegen die Franken-Aufwertung vorgehen könnte.

Die SNB stemmt sich seit längerem gegen den starken Franken, insbesondere mit Zinssenkungen und einer Erhöhung der Franken-Liquidität. Darüber hinaus scheint die Notenbank über ein Kursziel oder sogar eine zeitweise Anbindung an den Euro nachzudenken. Diese Spekulationen haben den Franken zuletzt stark unter Druck gesetzt.

 

  • dpa
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